# #279 Auf dunklen Schwingen durch die Nacht - Einschlafen mit Balto

An episode of [Geschichten zum Einschlafen](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1565335566), 12 Aug 2026, 29 min.

Audio: https://ads.julephosting.de/podcasts/57-geschichten-zum-einschlafen/250966-279-auf-dunklen-schwingen-durch-die-nacht-einschlafen-mit-balto.mp3?v=2&awCollectionId=julephosting_1623853284&awEpisodeId=250966

Heute begeben wir uns auf eine ganz besondere Reise, die wir so noch nicht erleben durften. Als Uhu führt uns unser Weg hinaus in die Nacht. Lass uns entdecken, was uns in der Dunkelheit normalerweise verborgen bleibt. Mit ausgebreiteten Flügeln gleiten wir über Stadt und Land und begegnen Nachtschwärmern und Schlaflosen. Lass uns die Welt aus einer neuen Perspektive erkunden – frei, ungebunden und schwerelos. Wir, das sind Nale und Balto, möchten dich auf eine Reise schicken, damit du so die Sorgen des Tages hinter dir lassen kannst. Unsere Geschichten sollen dir dabei helfen, zur Ruhe zu kommen und langsam in einen verdienten und erholsamen Schlaf zu gleiten. Wir wünschen dir eine gute Nacht, schlaf schön! Konnten wir dir beim Einschlafen helfen? Hast du eine Idee, wo die nächste Reise hingehen soll? Dann schreib uns gerne an geschichtenzumeinschlafen@julep.de. Wir freuen uns sehr, von dir zu hören! ***GzE Sternwarte*** Unterstütze unseren Podcast, höre alle Episoden ohne Werbung und freu dich auf viele weitere Vorteile unter www.steadyhq.com/gze ✨ Vielen Dank für deine Unterstützung! ***Werbung*** Informationen zu unseren Werbepartner:innen findet ihr unter: https://linktr.ee/einschlafen Vielen Dank an unsere Partner:innen, die es uns ermöglichen, euch weiterhin beim Einschlafen zu helfen. Host: Nale und Balto Text: Madeleine Walther Musik: Milan Lukas Fey Produktion & Schnitt: Martin Petermann Eine Produktion der Julep Studios

## Transcript

[0:00] Geschichten zum Einschlafen Eine Produktion der Julep Studios.
[0:21] Hey, du schläfst ja noch gar nicht, oder?
[0:27] Das ist nicht schlimm. Ich bin Balto und ich freue mich sehr.
[0:31] Dass du wieder dabei bist.
[0:35] Heute begeben wir uns auf eine ganz besondere Reise, die wir so noch nicht erleben durften.
[0:42] Als Uhu führt uns unser Weg hinaus in die Nacht.
[0:48] Lass uns entdecken, was uns in der Dunkelheit normalerweise verborgen bleibt.
[0:56] Mit ausgebreiteten Flügeln gleiten wir über Stadt und Land.
[1:14] Das wäre los.
[2:10] Wir freuen uns riesig, wenn du vorbeischaust.
[3:43] Mit dir kann man einfach richtig schön entdecken. Lass uns also keine Zeit verlieren,
[3:48] und unsere Reise starten.
[3:53] Setz dich dafür kurz hin.
[3:56] Ja, du hast richtig gehört. Mach es dir auf deinem Stuhl oder Bett oder wo auch
[4:01] immer richtig bequem und lass dich fallen.
[4:08] Wir gehen nicht durch die Tür, sondern wir gehen diese Reise auf eine ganz.
[7:58] Es dauert nicht lange, bis sich unsere Sinne schärfen. Unsere Augen sind so
[8:02] groß, dass wir sie kaum bewegen können.
[8:06] Außerdem sind sie perfekt an das dezente Licht der Nacht angepasst.
[8:25] Wahrzunehmen, müssen wir unseren ganzen Kopf drehen, da sich unser Sichtfeld
[8:30] nicht anders verändern lässt.
[8:36] Am Anfang ist es etwas ungewohnt, aber du wirst dich schnell daran gewöhnen,
[8:40] den Kopf bis zu 270 Grad zu machen.
[9:10] Geht uns nichts.
[9:14] Die letzten Lampen der umliegenden Häuser strahlen uns aus den Fenstern entgegen.
[9:19] Dahinter erkennen wir nur schemenhafte Gestalten im warmem Licht.
[9:25] Es sind die Bewohnenden, die noch immer keine Nachtruhe gefunden haben.
[9:33] Die Welt ist kontrastreicher, als sie uns normalerweise vertraut ist.
[9:40] Die Laternen der Stadt sind schon fast zu grell. Die Finsternis hingegen entpuppt
[9:46] sich als wohlwollender Freund, denn schon das schwache Licht des Mondes und
[9:50] der Sterne genügen unseren Augen.
[10:12] Auch wenn wir nicht alle Details erkennen können, entgeht uns selbst die kleinste Bewegung nicht.
[10:19] Und was gibt es nun hier im Gras zu sehen?
[10:40] Und das dritte.
[10:43] Ein langer Schwanz schaut darunter hervor. Es ist wohl eine Maus,
[10:47] die noch nicht nach Hause gefunden hat und weiß, wie gefährlich diese späten
[10:51] Stunden für sie sein können.
[10:55] Doch wir sind nicht die einzigen, denen die Maus aufgefallen ist.
[10:59] Sieh nur, da, am Rande der Wiese. Ein schwarzer Kater pirscht sich langsam an.
[11:09] Selbst die Schritte seiner seidenweichen Pfoten können wir vernehmen.
[11:15] Nach einem kurzen Innehalten wagt der kühne Verfolger einen Satz nach vorn.
[11:21] Obwohl er es fast schafft, entkommt die kleine Maus und rettet sich in ein Baumloch.
[11:30] Vielleicht hat der schwarze Kater das nächste Mal mehr Glück.
[11:39] Auch dem Uo hätte solch eine Beute großer Freude bereitet.
[11:43] Dafür verharren sie oft minutenlang regungslos und beobachten ihre Beute, bevor sie angreifen.
[11:50] So sparen sie Energie und Kraft. Doch hör ich nur auf.
[11:58] Aus der Ferne dringen verschiedene Geräusche zu uns herüber. Kannst du sie erkennen.
[12:07] Lauschen wir in die eine Richtung, hören wir die Schnellschritte einer Person über feinen Kies.
[12:17] Sie entfernen sich immer weiter, bis wir sie in der Weite verlieren.
[12:26] Im Gras zwischen den Sträuchern zürgen die Grillen um uns herum.
[12:30] Wenn wir sie als Menschen in diesen Monaten schon laut wahrnehmen,
[12:33] wirkt es jetzt wie ein riesiger Chor, der uns aus der ganzen Welt vorsingt.
[12:45] Das Plätschern des Wassers ist nicht nur hier ein Brunnen der Tag der Nacht,
[12:49] sondern klingt auch von Flüssen und Becht zu uns herüber.
[12:53] Bellende Hunde, fauchende Katzen, das Murmeln der Schlaflosen oder das Heulen
[12:59] der einen oder anderen Windböer.
[13:02] All das und noch viel mehr erreicht uns von allen Seiten.
[13:13] Noch besser als unsere Uhu-Augen sind unsere Ohren.
[13:18] Die Federbüschel auf unserem Kopf gehören übrigens gar nicht zu ihnen.
[13:22] Unsere Ohren liegen gut verborgen unter den Federn an der Seite unseres Kopfes.
[13:28] Sie sind auf unterschiedlicher Höhe und lassen uns jedes Geräusch dreidimensional wahrnehmen.
[13:37] Unser ikonisches Gesicht wirkt dabei wie ein Schalltrichter und bündelt die Laute zusätzlich.
[13:49] Doch ich weiß, auf welche unserer neuen Fähigkeiten du am neugierigsten bist,
[13:54] und darauf freue ich mich auch schon so sehr.
[13:58] Also komm, bereite deine Flügel aus. Wir wollen die Nacht nun von oben erkunden.
[14:08] Lass uns herausfinden, woher die vielen Eindrücke kommen, die uns aus großer Distanz erreichen.
[14:14] Und schauen, wer und was uns noch über den Weg läuft.
[14:21] Wir brauchen nur wenige Flügelschläge, bis wir schon hoch über Park und Dächern unsere Runden drehen.
[14:32] Die frische Luft weht uns ins Gesicht. Trotz unserer Größe wiegen wir erstaunlich wenig.
[14:41] Unsere leichten Knochen und unser weiches Gefieder lassen uns mühelos durch die Nacht gleiten.
[14:50] Jeder Luftstrom hebt uns mühelos an. Wir spüren sofort jede noch so kleine Veränderung des Windes.
[15:01] Obwohl wir fast nur gleiten, kommen wir schnell voran.
[15:06] Jede Bewegung unserer Flügel ist dank der gezackten Federkanten fast lautlos.
[15:14] So bleibt uns selbst während des Fliegens kein Rascheln verborgen.
[15:20] Unser Weg führt uns aus der Stadt hinaus. Weite Felder und Waldflächen breiten
[15:26] sich unter uns wie ein riesiger Flickenteppich aus.
[15:32] Ein Meer aus langen Halmen wiegt sich sanft im Abendwind und gewährt dem einen oder anderen Schutz.
[15:42] Sehen können wir die Tiere trotzdem. Feldmäuse, Kaninchen und selbst ein Dachs sind unterwegs.
[15:54] Tautropfen glitzern am Waldrand im Mondlicht und selbst das sanfte Leuchten
[15:59] einzelner Glühwürmchen fällt uns auf.
[16:05] Wie in einem wilden Sommertanz schenken sie uns ein zauberhaftes Schauspiel,
[16:10] wie wir es nur selten zu Gesicht bekommen.
[16:18] Aus einer Lichtung mitten zwischen den zwei Baumwipfeln funkelt ein kleiner
[16:22] See zauberhaft unter uns.
[16:28] Frösche stimmen ihr Konzert an, während sich dazwischen das tiefere Rufen einzelner Kröten mischt.
[16:40] Wie laut sie doch sind. Auch andere Waldbewohner hat das laute Gequake aus ihrem Versteck gelockt.
[16:47] Eine Fuchsfamilie zieht zum See hinüber und stillt ihren Durst,
[16:52] bevor sie ihren Weg fortsetzt.
[16:57] Selbst ein Reh gesellt sich zu dem nächtlichen Treffen und genießt den friedlichen
[17:02] Wald im Schutze der Dunkelheit.
[17:12] Kleine Gewässer wie diese ziehen in der Nacht viele Tiere an.
[17:16] Auch Urus sind hier gern unterwegs, um zu trinken, gelegentlich ein Bad zu nehmen
[17:22] oder einen schmackhaften Bissen zu suchen.
[17:26] Dafür fliegen sie dicht über dem Boden und greifen sich blitzartig das Objekt
[17:29] ihrer Begierde, die meistens chancenlos sind.
[17:34] Schnelle Richtungsänderung, ihre scharfen Augen und ihr ausgezeichnetes Gehör,
[17:40] lassen sie zu den Königen der Nacht werden.
[17:45] Wir wollen sehen, wie schnell und präzise wir uns bewegen können,
[17:49] bevor wir uns die verdiente Ruhe gönnen.
[17:53] Jagen wollen wir nicht, aber einmal durch den Himmel zu schnellen lassen wir uns nicht entgehen.
[18:03] Einen Gang zugelegt und schon sausen wir im schwarzen Kleid des Himmels umher
[18:07] und versuchen, die Sterne zu berühren.
[18:10] Sie glitzern und funkeln wie zauberhafte Diamanten, die uns den Weg weisen wollen.
[18:17] Wir sind frei und schweben durch die Welt.
[18:23] Es gibt keine Grenzen und nichts hält uns zurück.
[18:31] Unter uns wechseln sich die Siedlungen mit weiten Wiesen ab.
[18:35] Felder und Wälder kommen immer wieder dazu und zeichnen ein Bild der Unendlichkeit.
[18:45] Es ist ein herrliches Gefühl, durch die Gegend zu flattern, den Wind zu spüren
[18:50] und ein Teil der Natur zu sein.
[18:55] Alles unter uns wirkt klein und unbedeutend. Unsere Perspektive hat sich verändert.
[19:02] Von hier oben wirken die großen Dinge nicht mehr so einschüchternd und bleiben in der Ferne zurück.
[19:09] Das Leben ist für uns ein Augenblick leicht und wunderbar.
[19:20] Doch lange können wir hier nicht mehr verweilen. Sino dort am Horizont.
[19:26] Der Tag meldet sich zurück und die blaue Stunde ist nicht mehr weit.
[19:34] Es ist an der Zeit, wieder zur Erde zurückzukehren.
[19:40] Komm, folge mir. Ich weiß genau, wo unser letzter Halt sein wird.
[19:50] Lautlos gleitend steuern wir immer weiter dem Boden entgegen.
[19:56] Die fernen Punkte aus gelbem Licht werden immer größer und die Silhouetten der
[20:00] Stadt immer deutlicher.
[20:05] Du weißt jetzt sicher, wo wir sind, denn dein Zuhause ist nur noch wenige Meter entfernt.
[20:15] Lass uns auf dem Dach landen und einen letzten Blick von hier oben auf den Rest der Welt.
[20:38] Steht noch groß und silbern am Himmel und wartet darauf von der Morgendämmerung verschluckt.
[20:54] Die ersten Leute sind schon unterwegs, um pünktlich bei der Arbeit zu sein.
[20:59] Die ersten Vögel verkünden den neuen Tag. Für Nachtschwärmer wie uns ist jetzt der Mond.
[21:24] Ich freue mich schon auf das nächste Abenteuer, aber für heute verabschiede ich mich.

Shows are listed from Apple Podcasts' charts and directory, and Podcast Index where it is used. Every show and episode belongs to its publisher and plays from the publisher's own feed; this site hosts none of them.
