# Zyklus verstehen – zweiter Teil

An episode of [Dr. Anne Fleck - Gesundheit und Ernährung](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1548655626), 21 Apr 2026, 26 min.

Audio: https://ais.audiorella.com/podcasts/1740-dr-anne-fleck-gesundheit-und-ernahrung/241386-new-episode.mp3?v=2&awCollectionId=julephosting_6952232841964&awEpisodeId=241386

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## Transcript

[0:02] Herzlich Willkommen zurück zu Teil 2 unserer Frauengesundheit Zyklus Verstehen.
[0:08] Und ich kann eins verraten, es wird nochmal richtig, richtig spannend.
[0:16] Dr. Anne Fleck, Gesundheit und Ernährung.
[0:22] Dann kommen wir noch in den Herbst. Was passiert in der Phase nach dem Eisprung?
[0:27] Herbst, diese Phase nennt man im Fach chinesisch die Lutealphase.
[0:33] Das ist übrigens die Phase, in der sich Frauen befinden, die zum Beispiel die
[0:37] Pille nehmen oder die Spirale tragen.
[0:39] Das heißt, nach dem Eisprung bildet sich der Gelbkörper und der produziert das Progesteron.
[0:46] Und das bringt wieder Ruhe rein. Es stabilisiert die Gebärmutterschleimhaut
[0:51] und bereitet sie ganz liebevoll für eine mögliche Einnistung vor.
[0:57] Wenn keine Schwangerschaft eintritt, dann fallen die Hormone Progesteron und
[1:01] Östrogen am Ende dieser Phase ab.
[1:04] Und dann kommt es zur Menstruation. Und wie fühlt sich das jetzt an?
[1:09] Also liebe Männer, die uns zuhören, auch spannend.
[1:13] Viele erleben in dieser ersten Lutealhälfte noch Stabilität und Ruhe.
[1:18] Und in der zweiten Hälfte können dann diese prämenstruellen Symptome auftreten.
[1:24] Also Spannungsgefühle in den Brüsten, im Unterleib oder Kopf,
[1:28] Rückengelenk und Muskelschmerzen. aber auch Wassereinlagerung,
[1:32] Schlaf, Verdauungsprobleme, Hautunreinheiten.
[1:35] Auf einmal ist da doch mal ein Pickel mehr und Heißhunger sind möglich,
[1:39] aber auch diese oft beschriebenen Stimmungsschwankungen oder Reizbarkeit.
[1:45] Und aber auch hier ist man dem Ganzen nicht ausgeliefert.
[1:48] Man kann hier sehr viel machen, indem man in allen Phasen des Zyklus Entspannungsinseln
[1:53] einbaut, das Stressmanagement wirklich nach oben setzt und auf Schlafqualität und Quantität achtet.
[2:02] Und ich würde in dieser Phase ausdrücklich wenig Koffein und Alkohol konsumieren.
[2:07] Also hier ist nicht auf Kaffee verzichten, aber auch das bringt da schon eine ganze Menge.
[2:13] Und wenn man sehr, sehr, sehr stark auch jetzt in Richtung dysphorisch,
[2:19] also unter starken Stimmungsschwankungen leidet, würde ich auch immer noch eine
[2:23] fachärztliche Abklärung empfehlen. Auf jeden Fall.
[2:28] Und natürlich Vitamin D, Omega-3, Magnesium, B-Vitamine.
[2:32] Alles, was die Psyche so braucht, sollte natürlich unterstützt sein.
[2:37] Das waren jetzt schon ein paar Ernährungstipps. Hast du noch mehr für diese Phase?
[2:42] Also die Lothialphase ist ja die Phase, wo der Körper wirklich viel Beruhigung
[2:48] braucht, viel Stabilität, braucht auch einen Entzündungsschutz.
[2:52] Und deswegen wäre mir hier wichtig zu nennen, eine Ernährung sollte den Blutzucker stabil halten.
[2:59] Und vor allen Dingen sollten auch Magnesium und B-Vitamine gut aufgefüllt sein,
[3:04] weil sie einfach in der Phase extrem wichtig sind.
[3:07] Also zum Beispiel B6 findet man in Bananen, in Kichererbsen,
[3:11] Kartoffeln oder im Geflügel.
[3:14] Und das finde ich zum Beispiel ganz schön, wenn man jetzt auch mit den anderen
[3:19] genannten Nährstoffen jetzt nicht nur in diesen einzelnen Phasen gut haushaltet,
[3:24] sondern überhaupt, dann kommt man da sehr, sehr viel weiter.
[3:29] Also in dieser Phase wäre ich zum Beispiel auch dafür, dass man auch mal den
[3:33] Blutzucker durch langsam verdauliche Kohlenhydrate beruhigt.
[3:38] Das heißt jetzt nicht schnell verdaulich, sondern wirklich ausdrücklich dann
[3:42] auf Kohlenhydrate setzt.
[3:44] Also Vollkorn, Haferflocken wären zum Beispiel etwas.
[3:48] Und was auch sehr hilfreich ist, gezielt abends zum Beispiel Magnesium.
[3:53] Hochdosiert einzunehmen.
[3:56] Wir hatten so ein paar Sachen mal zwischendurch genannt.
[4:00] Was hilft während des Zyklus noch, Stichwort Natur? Es gibt ja so Sachen wie
[4:05] Johannes Kraut, Frauenmantel, hattest du erwähnt.
[4:08] Also unglaublich viel. Das haben wir auch schon einige Male im Podcast angesprochen.
[4:13] Aber zum Beispiel der Mönchspfeffer, der Vitex Agnus Castus, toller Name.
[4:20] Ja, da gibt es wirklich Meta-Analysen. Das ist mir auch mal wichtig zu sagen.
[4:24] Es wird ja immer so ein bisschen der Eindruck erweckt, als wäre Naturheilkunde nichts gut untersucht.
[4:30] Doch gibt es schon und reduziert wirklich diese prämenstruellen Symptome,
[4:36] zum Beispiel Brustspann und Reizbarkeit um bis zu 60 Prozent.
[4:41] Oder auch zu nennen ist die Jamswurzel.
[4:45] Die ist ähnlich mit Progesteron und kann deswegen hormonelle Ungleichgewichte
[4:50] ausgleichen, auch Schmerzen und Schwellungen reduzieren.
[4:53] Aber auch die Steigerung der Serotonin-Produktion kann einfach die Stimmung
[4:58] verbessern und emotionale Symptome lindern.
[5:02] Dann bin ich ein Freund auch von Gänsefingerkraut-Extrakt. Nicht selten verordne
[5:07] ich Gänsefingerkraut auch als Tee in der Praxis bei bestimmten Konstellationen,
[5:12] aber er ist einfach sehr schön entzündungshemmend und beruhigend und kann auch hier sehr gut wirken.
[5:19] Ähnlich toll finde ich auch Schafgarbe, die ist so ein klassisches Frauenheilkraut.
[5:26] Achillea melefolium, auch ein schöner Name und die wird wirklich traditionell
[5:32] eingesetzt bei Menstruationsproblemen, bei Krämpfen,
[5:35] bei zu starker, aber auch bei ausbleibender Blutung und zur Unterstützung des
[5:40] Zyklus und die Wirkung basiert vor allen Dingen auf diesen bitteren Inhaltsstoffen und Gerbstoffen.
[5:47] Also ist natürlich jetzt auch wieder bittere Medizin.
[5:52] Und wie kriegt man das jetzt sozusagen an die Frau?
[5:56] Natürlich ist die gängigste, häufigste Verordnung und verträglichste Form Tee oder Tinkturen.
[6:04] Und solche Empfehlungen findet man in Apotheken, in Reformhäusern oder online.
[6:11] Am besten natürlich in dem Fall auch als Bio-Qualität.
[6:15] Wie sieht es denn aus mit ätherischen Ölen? Da gibt es ja auch eine ganze Menge
[6:20] Wacholder zum Beispiel.
[6:22] Richtig, Wacholder, aber auch Lavendel, Majoran, die können wirklich Krämpfe
[6:28] lindern und die Stimmung verbessern.
[6:30] Übrigens auch ätherische Öle, das ist ja auch was man im Medizinstudium nie hört oder so.
[6:35] Da gibt es jetzt immer mehr beeindruckende Studien zu, auch das ist ein hoch spannendes Feld.
[6:42] Aber auch hier muss natürlich die Qualität der Produkte sorgfältig gewählt sein
[6:49] und auch die Anwendung unter fachärztlicher oder unter medizinisch erfahrener Kontrolle sein.
[6:55] Übrigens, die ätherischen Öle sind ja auch die Inhaltsstoffe,
[6:59] die Ingwer so wertvoll machen.
[7:01] Und auch hier ist Ingwer ein probates Mittel, um zum Beispiel Unterleibsschmerzen
[7:07] zu lindern, auch weil er eben so toll anti-entzündlich wirkt.
[7:12] Deswegen bin ich ein großer Fan von Ingwer, auch in allen Phasen des Zykluses,
[7:18] weil er einfach auch verdauungslindernd, stärkend wirkt, entkrampfend,
[7:24] hat noch immunmodulative Wirkungen.
[7:26] Also Ingwer ist top, aber vielleicht der Tipp ist schon mal hier genannt worden,
[7:32] ich würde den Ingwertee nie zu heiß aufgießen, damit diese ätherischen Öle nicht
[7:37] zerstört werden, also eher so das Teewasser auf 70 Grad.
[7:42] Runterkühlen. Und ich mache mir manchmal gern so eine Scheibe Ingwer in alles
[7:46] Mögliche oder poriere das hier und da nochmal mit.
[7:49] Und Ingwer findet sich auch sehr, sehr gern bei mir im Essen.
[7:54] Im Essen, ja, bei mir auch.
[7:55] Ingwer ist eine Allzweckwaffe, die kann man überall rein mogeln.
[7:58] Mag nicht jeder, aber ich finde es toll.
[8:01] Ich hatte irgendwie gerade gestern oder beim Buchschreiben gesagt,
[8:05] okay, die Banane muss weg, was gibt es noch hier so?
[8:08] Musste schnell gehen, wollte schnell was an Energie, machst mal noch ein bisschen
[8:13] Ingwer und was haben wir hier noch an Nüssenkern, Samen zu Hause und so wurde
[8:18] dann ein spannendes Getränk.
[8:22] Ich finde, man kann auch so gut auch mal ausprobieren. Ingwer eignet sich dazu zum Beispiel gut.
[8:30] Was sagst du denn zu Zink? Das kommt ja auch immer wieder oder ploppt ja auch
[8:35] immer wieder auf, wenn es um die Zyklusbeschwerden geht.
[8:38] Auch das ist ein Thema, wo ich denke, Zink wird immer nur so wahrgenommen,
[8:43] ähnlich wie Vitamin C, ja vielleicht bei Erkältung, aber habe ich doch keinen Mangel.
[8:48] Zinkmangel ist übrigens etwas, was ich sehr, sehr oft in der Praxis messe.
[8:51] Und Zink ist ausdrücklich hilfreich bei prämenstruellen Beschwerden,
[8:57] weil es die Hormone wie Östrogen und Progesteron reguliert und damit auch das
[9:03] ganze hormonelle Gleichgewicht in der Menstruationsphase eindeutig verbessert.
[9:08] Und darüber hinaus unterstützt Zink die Produktion von Enzymen,
[9:14] die Entzündungen im Körper reduzieren.
[9:16] Und genau das kann eben die Symptome wie Schmerzen und Schwellungen eindeutig verringern.
[9:21] Und dann trägt Zink auch noch zur Synthese von Neurotransmittern wie Serotonin
[9:27] bei. Und das kann die Stimmung stabilisieren, depressive Verstimmungen während
[9:32] des ganzen Zykluses mildern.
[9:36] Also ich bin ein großer Fan von Zink, aber auch hier sei angemerkt,
[9:41] Zink sollte kontrolliert eingenommen werden, nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel.
[9:46] Weil wenn man sehr viel und hochdosiert über längere Zeit nimmt,
[9:50] bringt es eben wieder andere Nährstoffe in Bedrängnis.
[9:54] Also auch hier, das sei angemerkt, man geht so in der Regel aus,
[9:58] dass so eine Dosis von 15 Milligramm pro Tag am besten abends eingenommen schon mal eine gute Basis ist.
[10:05] Und hier gibt es zum Beispiel Zinksorten, die besonders bioverfügbar sind,
[10:10] zum Beispiel Zinkbisklycinat oder Zinkpiculinat, deswegen nehme ich persönlich
[10:16] gern einen Zink mit diesen beiden Zinksorten,
[10:19] weil manchmal gibt es auch andere Zinksalze, aber die sind gar nicht so gut
[10:22] bioverfügbar, also will ich die beiden Zinksorten.
[10:26] Mit denen mein Körper am besten was anfangen kann. Und ich bin zum Beispiel
[10:30] so ein kleiner Zinkstaubsauger.
[10:32] Ich brauche schon immer eine ganze Menge, um auf ein gutes Level zu kommen.
[10:37] Jetzt hast du gerade schon gesagt, Zink kann auch so ein bisschen unsere Stimmungsschwankungen
[10:41] regulieren. Das ist ja auch noch so ein Thema. Na, hast du wieder deine Tage?
[10:45] Ich glaube, das ist so eine Frage, wo alle Frauen hochgehen, wenn die kommt.
[10:50] Warum ist das so? Ja, das ist wirklich so ein Spruch, den hört man und erstens
[10:57] mal, was ich an uns alle sagen würde, nicht bewerten, nur verwerten,
[11:02] nicht in die Kränkung gehen, überhaupt nicht,
[11:05] aber er trifft.
[11:08] Oft und tief, weil er impliziert, dass die eigene Reizbarkeit,
[11:13] die eigene Dünnhäutigkeit oder Traurigkeit eben nur hormonell und damit irgendwie
[11:18] nicht echt zu sein scheint oder als wäre sie übertrieben.
[11:22] Und dabei ist das Gegenteil der Fall. Auch deswegen war mir diese Folge heute so wichtig,
[11:29] weil der Zyklus ist eben ein ganz hochkomplexes biologisches Wunderwerk der
[11:34] Natur, ein Rhythmus, der das gesamte Nervensystem,
[11:38] die Emotionen und die Stressresilienz der Frauen massiv beeinflusst.
[11:42] Also das ist jetzt einfach nicht mal so ein kleines, nur mal die Tage.
[11:48] Ich meine, letzten Endes ist das so angelegt, dass, ja, je nachdem und wenn
[11:53] es gut läuft, ein neuer Mensch daraus entstehen kann. Also es ist einer der wichtigsten Abläufe.
[11:59] Und wenn wir unseren Tag-Nacht-Rhythmus durcheinander bringen,
[12:02] Jetlag haben, Schichtarbeit machen, kenne ich auch aus Jahrzehnten Erfahrung
[12:06] oder zu wenig Schlaf haben,
[12:09] dann ist man gereizt, dann ist man unkonzentriert, dann ist man auch emotional labil.
[12:14] Und beim Zyklus passiert genau Ähnliches.
[12:18] Dann ist man wirklich so wie im Dauer Jetlag. Und da geht es drunter und drüber,
[12:23] nur dass sowas bei Frauen einfach jeden Monat kommt und von den meisten Menschen
[12:29] inklusive von uns selbst irgendwie unterschätzt, falsch eingeschätzt, falsch bewertet wird.
[12:38] Das ist aber auch eine Frage, warum fühlen wir uns denn auch in manchen Phasen so dünnhäutig?
[12:44] Das sind eben die Hormonschwankungen, vor allem dieser ganz steile Abfall von
[12:50] Östrogen und Progesteron.
[12:52] Und insofern, wenn wir das einfach nochmal so auf uns wirken lassen,
[12:59] der Zyklus ist keine Schwäche, es ist einfach Biologie.
[13:04] Es ist so ein innerer Jahreszeitenwechsel, wie du das ja so schön auch hier
[13:09] komponiert hast und im Herbst, Winter,
[13:13] ja mein Gott, da ist es draußen kalt, da sind wir einfach auch sensibler und
[13:17] brauchen ein bisschen mehr Schutz und Erholung.
[13:19] Und deswegen denke ich, was können wir Frauen tun, außer uns jetzt zu vergriechen
[13:25] oder man will das ja auch nicht wie eine Monstranz da draußen vor sich her tragen.
[13:31] Ich würde den einfach lässig, aber ernst nehmen und planen und das jetzt so
[13:37] akzeptieren und dass man jetzt auch nicht denkt, man ist hysterisch oder man
[13:41] kann sich nicht gut leistungsmäßig aufstellen.
[13:45] Ich würde auf ein liebevolles Mitgefühl sich selbst gegenüber gehen,
[13:52] nicht in Wehleidigkeit,
[13:54] sondern auch nicht in Selbstkritik und auch nicht statt, ach Gott,
[13:59] ich habe heute meine Tage, ich bin ja so unmöglich,
[14:02] sondern ja, mein Körper ist jetzt gerade zum Beispiel in der Ruhephase und ich
[14:07] kann heute ein bisschen lieber zu mir selbst sein.
[14:11] Und das reduziert nämlich dann auch den inneren Druck und die Reizbarkeit.
[14:16] Einfach so, wie man mit einer guten Freundin reden würde. Mensch, komm.
[14:21] Ein bisschen behutsamer. Ein bisschen behutsamer. Und auch praktische Tipps.
[14:25] Jetzt kommen wir wieder zur Biochemie. Im Studium dachte ich,
[14:29] oh, Biochemie. Und heute bin ich der größte Fan von Biochemie und Physik.
[14:33] Auch interessant, wie sich was ändert.
[14:35] Also praktische Tools für dünne Haut gibt es auch aus der Biochemie.
[14:40] Wer sich gut mit Magnesium versorgt, der beruhigt seine GABA-Rezeptoren Und
[14:45] damit reduziert er die Reizbarkeit.
[14:47] Wer sich gut um Omega-3 versorgt, der mildert die Stimmungstiefs.
[14:52] Oder auch ein leichtes Bewegen, Journaling, so ein Dünnhaut-Tagebuch.
[14:59] Man kann auch schon mal schreiben, was einen triggert und das entlastet ja auch.
[15:03] Humor, finde ich, hilft unglaublich. Ja, ich bin ja ein unglaublich lustiger Mensch und liebe Humor.
[15:10] Also Humor ohne Humor geht es gar nicht. Und was man auch sagen kann.
[15:17] Solche, wir hatten ja eben Naturherkunde, Adaptogene wie Ashwagandha oder Rhodiola,
[15:23] also Rosenwurz, können die Stressresilienz verbessern.
[15:29] Aber eins noch zum Schluss, ich finde ja Kommunikation ist immer unglaublich wichtig.
[15:36] Natürlich kann man auch zu Hause Partnern, Freundinnen, Freunden ehrlich sagen,
[15:42] passt mal auf, ich bin jetzt einfach heute in so einer sensiblen Phase.
[15:46] Ich brauche einfach heute ein bisschen mehr Verständnis.
[15:50] Irgendwie nicht so die große Diskussion, oder wenn es mal drüber geht.
[15:56] Ich glaube, damit tut man sich selbst und den anderen gefallen.
[16:00] Und was ich auch als Tipp geben möchte, ist, wenn man immer bei sich bleibt,
[16:06] also nicht sagt, jetzt sei doch mal ein bisschen verständnisvoller,
[16:09] sondern einfach nur sagt, pass mal auf, ich würde mir wünschen,
[16:13] Heute mal ein bisschen sanfter. Dieses Ich würde mir wünschen macht so viel,
[16:20] weil dann wirft man dem anderen nicht Unverständnis vor.
[16:23] Und so kann man diesen Satz, egal Frau oder Mann, jung oder alt,
[16:30] für den Alltag nutzen, um dem ein bisschen mehr Verständnis einzuhauchen.
[16:37] Ja, es fehlt dann noch an der Umsetzung, da müssen wir dann noch ein bisschen
[16:40] gucken, aber das sind auf jeden Fall sehr schöne Ansätze.
[16:43] Die Umsetzung ist ja, Kirsten, eines der aller, aller wichtigsten Dinge,
[16:48] wo mir so viel am Herzen liegt, weil ich versuche ja auch hier Wissen unter
[16:53] die Leute zu bringen oder in meinen Büchern zu arbeiten oder auch in der Praxis
[16:57] den Menschen konkret individuell zu helfen.
[17:00] Aber das Entscheidende ist, wie bringst du Menschen in die Umsetzung?
[17:04] Deswegen empfehle ich auch allen, die uns zuhören und die mitmachen wollen,
[17:08] gerne meinen neuen Newsletter zu abonnieren,
[17:12] weil genau solche Themen möchte ich da auch anpieksen, dass man wirklich auch
[17:17] einen Impuls kriegt, der einen stimuliert und der einem das Leben ein bisschen
[17:22] einfacher und besser machen kann.
[17:24] Da sind wir schon beim nächsten Thema, denn auch Akupunktur kann ja wunderbar
[17:29] helfen bei Zyklusproblemen.
[17:31] Da hatten wir auch eine eigene Folge zu, zum Thema Akupunktur und Akupressur.
[17:34] Möchtest du da in aller Kürze noch was zu sagen?
[17:37] Unbedingt, weil je älter ich werde, umso begeisterter bin ich von den Möglichkeiten
[17:42] der Akupunktur, wie tiefgreifend sie wirkt und nicht nur hier.
[17:47] Und zwar gibt es zum Beispiel einen Punkt, den liebe ich. Das ist der sogenannte Leber-3-Punkt.
[17:54] Der sitzt quasi, wenn wir uns zwischen großer Zehe und zweiter Zehe da angucken,
[17:58] wie die Sehnen laufen in diesem Dreieck, in der Spitze.
[18:04] Und der ist wirklich exzellent, um Reizbarkeit und Spannung zu unterdrücken.
[18:13] Und es ist für mich der Punkt, das sage ich immer gerne in der Praxis,
[18:17] der Weichspüler der Seele.
[18:19] Und den kann man sich auch gerne heute nach der Folge mal drücken.
[18:24] Also auf den Fußrücken in der Vertiefung zwischen ersten und zweiten Mittelfußknochen,
[18:29] etwa zwei Daumen breit von der Zehenzwischenhaut in Richtung Knöchel.
[18:33] Den findet man, der ist bei den meisten irgendwie sensibel. Also heute Abend,
[18:38] wenn die Socke runterkommt.
[18:41] Runtergezogen wird, dann mal da tasten. Oder mal beim Partner tasten.
[18:47] Dann kann man nämlich mitkriegen, wie groß das Stresslevel ist. Ja, interessant.
[18:51] Also Leber 3 kommt bei mir bei jeder Akupunktur mit rein, weil ich einfach weiß,
[18:58] wie machtvoll dieser Punkt ist, einfach Stress zu regulieren. Ja, toll.
[19:03] Die kleinen Dinge. Die kleinen Hebel.
[19:06] Ja, die kleinen Hebel, genau. Zum Schluss soll es jetzt noch ganz kurz um das
[19:09] Thema Zyklus-Tracking gehen, denn wir betrachten es als sinnvoll,
[19:14] haben wir ja eben auch schon gesagt, mit dem Zyklus zu leben und nicht gegen den Zyklus.
[19:19] Du hast gerade schon so viele wertvolle Tipps gegeben, dass wir dem Ganzen einfach
[19:22] ein bisschen mehr Raum geben und auch akzeptieren, dass das zu uns dazugehört.
[19:26] Wir nehmen den Kinderwunsch an dieser Stelle einmal raus. Dazu gibt es später
[19:30] eine Extra-Folge bei uns.
[19:32] Also, wann ist das Zyklus-Tracking sinnvoll, Anne? Was sagst du?
[19:38] Also ich finde, jeder hat eine eigene Art, mit seinem Körper umzugehen.
[19:42] Der eine will sehr viel tracken und gucken, der andere sagt,
[19:46] ich brauche ja ein bisschen weniger.
[19:48] Also ist ja auch, der eine hat eine Watch um, der andere nicht.
[19:53] Aber ich finde es gerade bei einer Frau,
[19:58] auch vielleicht jetzt mit Kinderwunsch oder ohne, schon sinnvoll,
[20:02] um den eigenen Körper und das, was da jeden Monat aufs Neue passiert, besser zu verstehen,
[20:09] schon auch sinnvoll, es mal zumindest auch eine gewisse Phase zu beobachten,
[20:15] um einfach auch besser reagieren zu können, um den Körper ganzheitlicher zu sehen.
[20:21] Und was man aber auch einfach sagen muss, denn jeder ist ja auch anders.
[20:25] Jeder hat einen eigenen Zyklus. Also wenn man in die frauenärztliche Praxis
[20:30] geht, wird man ja auch gefragt.
[20:32] Insofern auch als Vorbereitung für so einen Termin ist es schon mal ganz gut,
[20:37] wenn man sich ein bisschen mit dem Zyklus beschäftigt.
[20:41] Und es ist auch gar nicht schlecht, um erstmal so ein Muster zu erkennen.
[20:45] Wann bin ich besonders leistungsfähig?
[20:47] Also wenn man sich jetzt so einen bestimmten Termin vielleicht aussuchen kann,
[20:51] Und weiß, da bin ich immer in dieser Phase vom Zyklus oder wann brauche ich
[20:55] mehr Pausen oder wie reagiere ich in welcher Phase auf bestimmten Stress,
[21:01] Krankheit, muss ich ein Medikament einnehmen.
[21:05] Also man kann ja auch seine Reise vielleicht auch so planen,
[21:08] wenn man es bestimmen kann.
[21:09] Und es ist einfach aus ärztlicher Sicht gar nicht schlecht als Vorbereitung
[21:15] für den Arzttermin. Und das kann ganz einfach sein, in einem ganz klassischen Heft, im Notizbuch.
[21:24] Es gibt natürlich auch heutzutage Apps, es gibt Temperatur-Tracking,
[21:28] was übrigens auch nicht nur für den Zyklus spannend ist, einfach auch um zu
[21:31] gucken, wie gesund, wie läuft die Schilddrüse.
[21:34] Und auch wenn es am Anfang nach Aufwand klingt, ich glaube, wenn man das allein
[21:40] schon mal zwei, drei Monate gemacht hat, hat man ein neues Verständnis.
[21:45] Ich habe nur zum Beispiel, habe das ja früher auch noch nicht so beachtet,
[21:50] aber heutzutage, wenn ich manchmal gedacht habe, ich war unbewusst,
[21:53] glaube ich, schon dankbar, wenn man jetzt vielleicht ein Staatsexamen nicht
[21:56] gehabt hat an einem Tag, wo man denkt, oh nee, warum heute?
[22:01] Aber die Termine wurden ja gesetzt. Ja, die konnte man sich nicht aussuchen.
[22:06] Aber mit diesen Tipps kommt man hoffentlich auch deutlich besser und entspannter
[22:13] durch alle Phasen des Zyklus.
[22:15] Es gibt aber natürlich auch diese Momente, wo nicht alles rund läuft und es
[22:20] wirklich auch Probleme gibt.
[22:22] Wann sollte Frau denn zum Arzt gehen?
[22:25] Also ganz klar, es gibt Warnzeichen, die man abklären sollte,
[22:30] wenn die Blutdruck extrem stark ist, weil das ist ja auch ein Zeichen,
[22:34] dass man auch in gravierenden Eisenmangel kommen kann.
[22:38] Eisenmangel ist zum Beispiel sehr schlecht für die Schilddrüse,
[22:42] für die Darmgesundheit, für die Gehirngesundheit.
[22:45] Dann, wenn die Zykluslängen deutlich unter 21 oder zu lange über 35 Tagen sind,
[22:53] wenn die Periode ausbleibt, oft bei Frauen mit Untergewicht,
[22:58] bei stärkeren Zwischenblutungen und auch Einschränkungen im Alltag.
[23:02] Und auch wenn die Schmerzen so ein Level haben, dass man einfach einen hohen
[23:06] Schmerzmittelbedarf hat und auch wenn die Periode länger, länger ausbleibt,
[23:15] also ohne Schwangerschaft und ohne Stillzeit.
[23:17] Auch würde ich immer empfehlen, wenn man merkt, man hat vielleicht Symptome einer Endometriose,
[23:25] also starke Schmerzen und auch vielleicht Symptome, die man nicht so einordnen
[23:30] kann, die vielleicht schon Wechseljahr vorboten sind, auch hier.
[23:35] Ich habe in meiner Praxis schon junge Frauen gesehen, die bereits mit 29 30
[23:41] erste Zeichen der Wechseljahre hatten, im Labor messbar.
[23:47] Deswegen ist es ein ganz wichtiger Punkt. Hier würde ich einfach sagen, schauen.
[23:53] Und da ist wirklich dann ein Arztbesuch angezeigt.
[23:58] Vielen Dank, Anne. Sehr viele spannende Tipps, sehr viele spannende Informationen
[24:04] heute. Ja, danke, danke an dich, dass du mich mit den Fragen ja auch forderst.
[24:09] Nee, aber ich bin auch ganz begeistert und ja, eigentlich auch dankbar,
[24:17] dass wir das heute so machen konnten.
[24:19] Und es kommen ja noch viele spannende Themen. Die Frauengesundheit hat ja hiermit
[24:23] erst ihren Anfang genommen.
[24:24] Wir sind ja natürlich flexibel, also Fleck mit CK,
[24:28] aber ein Wunsch war, weil wir einfach sehen, dass auch so viele Frauen sich
[24:34] mit dem Thema Gesundheit beschäftigen und wir einfach auch, ich weiß,
[24:39] dass viele, die uns da treu folgen, auch Frauen sind.
[24:43] Und Frauen sind auch die Menschen, die in der Familie oft dann die Kinder und
[24:49] die Partner zur Gesundheit bringen.
[24:51] Dachte ich auch als Wertschätzung zurück, wollen wir das jetzt auch mal ein
[24:56] bisschen mehr noch einbringen.
[24:59] Ja, vielen Dank. Und dann sage ich in der nächsten Folge, nächste Woche gibt
[25:04] es wieder eine Sprechstunde mit euren Fragen.
[25:06] Bis dahin. Bis dahin und macht was draus.
[25:15] Dr. Anne Fleck, Gesundheit und.

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