# Power auf dem Teller: Die perfekte Ernährung für jede Lebensphase

An episode of [Dr. Anne Fleck - Gesundheit und Ernährung](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1548655626), 15 Sep 2026, 34 min.

Audio: https://ais.audiorella.com/podcasts/1740-dr-anne-fleck-gesundheit-und-ernahrung/251641-new-episode.mp3?v=2&awCollectionId=julephosting_6952232841964&awEpisodeId=251641

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## Transcript

[0:00] Bei jungen Mädchen und Frauen sind Eisen, Calcium, Folsäure,
[0:06] aber auch die Proteinversorgung ein unterschätztes, aber riesiges Thema.
[0:11] Und gesunde Ernährung bedeutet hier nicht nur gesund essen, sondern ist die
[0:16] echte Gesundheitsversorge von der ersten Periode an bis hin zu den Wechseljahren
[0:22] und natürlich weit darüber hinaus.
[0:26] Dr. Anne Fleck, Gesundheit und Ernährung. Hallo und willkommen zu einer neuen
[0:31] Folge, heute mit dem Schwerpunkt Ernährung, vor allem bei Mädchen und Frauen.
[0:36] Weil Ernährung nicht für alle gleich ist, sondern stark von Hormonen,
[0:40] Blutverlust, Knochenstoffwechsel, aber auch von gesellschaftlichen Faktoren abhängt.
[0:44] Reden wir drüber. Reden wir drüber und wir, das bin ich Dr. Anne Fleck,
[0:48] genannt Doc Fleck, Internistin und Ärztin für Präventiv- und Ernährungsmedizin.
[0:54] Und Kirsten Frintrop, Redakteurin und Co-Host dieses Podcasts.
[0:58] Warum haben Frauen und Mädchen in Sachen Ernährung andere Bedürfnisse als junge und erwachsene Männer?
[1:04] Ich würde sogar so sagen, Kirsten, jeder Mensch hat ein individuelles Bedürfnis.
[1:12] Und das muss eigentlich auch in der modernen Medizin mehr und mehr Bedeutung
[1:17] erlangen. Aber gerade junge Mädchen und Frauen, die mir auch hier in der Arbeit
[1:21] so am Herzen liegen, durchlaufen, einfach nochmal eine andere Entwicklung als
[1:25] die männlichen Kollegas.
[1:27] Und natürlich passiert auch bei den Jungs eine ganze Menge, wenn sie geschlechtsreif werden.
[1:31] Aber bei uns Frauen haben wir einen starken hormonellen Umbau ein Leben lang.
[1:37] Und da haben Mädchen in der Pubertät nochmal andere Bedürfnisse als die erwachsene
[1:42] Frau mit einem stark ausgeprägten Zyklus, mit der Zeit in der Schwangerschaft,
[1:48] in der Stillzeit nach der Geburt und in den Wechseljahren.
[1:52] Und wir müssen einfach verstehen, der weibliche Körper ist, weil er ja quasi.
[1:58] Die Brutstätte, der Kosmos ist, wo ein neues Leben entsteht,
[2:02] ein hormonelles Präzisionsuhrenwerk.
[2:05] Und wir haben diese monatlichen Zyklen, den Blutverlust, die hormonelle Umstellung
[2:12] und die ist unglaublich abhängig von der Versorgung von Mikronährstoffen.
[2:16] Und deswegen haben junge Frauen einen deutlich höheren Bedarf an Eisen.
[2:21] Und gleichzeitig ab dem 30. Lebensjahr nimmt ja die Knochenlichter ab.
[2:25] Das heißt, da spielen auch Calcium, Vitamin D, Magnesium eine riesige Rolle.
[2:31] Bei den Jungs und den Männern haben wir das Thema Muskelmassenaufbau und auch
[2:38] nochmal das Thema eines anderen Grundumsatz.
[2:41] Aber bei den Frauen ist es einfach so komplex aufgestellt. Und da wird die Ernährung
[2:46] so spannend, weil sie eben nicht nur unsere Lebensenergie liefert,
[2:49] sondern eben auch die Bausteine für die gesunde Entwicklung.
[2:54] Und deswegen sagt man ja auch in der Adoleszenz, das medizinische Fachwort für
[2:59] das Heranwachsen, ist die Ernährung so, so wichtig, weil sie langfristige Effekte hat.
[3:07] Ja und ich habe auch eh das Gefühl, dass vor allem Frauen und Mädchen sich mehr
[3:13] mit dem Thema Ernährung auch beschäftigen und intensiver und auch mehr zur Vorsorgeuntersuchung gehen.
[3:19] Nimmst du das so in deinem Praxisalltag auch wahr?
[3:22] Ja, das stimmt. Gesundheit ist immer noch ein großes weibliches Thema.
[3:28] Aber auch gerade bei jungen Menschen erlebe ich eigentlich zunehmend,
[3:31] dass alle sich für das Thema Gesundheit interessieren. Und übrigens,
[3:35] Kirsten, was wir ja gesundheitspolitisch gerade wahrnehmen, und da will ich
[3:39] gar nicht unsere wertvolle Zeit hier verplempern.
[3:42] Aber das bewegt mich sehr, sehr, sehr. Ich sehe, dass das Gesundheitssystem,
[3:47] immer mehr ein Krankheitsverwaltungssystem wird. Und auch diese neuen Ansätze
[3:51] sehe ich mit sehr kritischem Blick.
[3:54] Und deswegen die Tipps, die wir hier seit Jahren immer wieder auch im Podcast
[4:00] kommunizieren, in meinen Publikationen oder auch ich lade alle ein,
[4:04] auch zum DocFleck Newsletter auf der Seite docfleck.de.
[4:08] Das wird elementar wichtig, weil man muss sich um die Gesundheit selbst kümmern.
[4:13] Das System wird es nicht in der Regel schaffen. Vielleicht in der Notfallversorgung
[4:19] noch, aber da musst du auch schauen, wo du inzwischen lebst.
[4:21] Das Krankenhaussterben ist ja auch ein Thema.
[4:24] Es wird wichtiger denn je sein, sich schon als Kind, als Jugendlicher mit dem
[4:29] Thema Gesundheit zu befassen.
[4:32] Jetzt merken wir ja vor allen Dingen auch gerade bei den jungen Frauen und auch
[4:35] bei den Mädchen auf Instagram und in den sozialen Medien ist das eh ein sehr
[4:39] großes Thema, dass sie sich immer mehr mit Ernährung beschäftigen und auch mit ihrem Körper.
[4:45] Und ganz schnell ist ja dann auch mal so das Thema, dass aus diesem gesundheitsorientierten
[4:50] Kalorien- und Fettarm wird in
[4:53] der Ernährung. also so ein bisschen kontrollierendes Essverhalten steckt.
[4:57] Nimmst du das auch wahr, dass das so ein bisschen kritisch zu sehen ist?
[5:01] Ja, ja, da hat Corona einen riesen Schaden angerichtet. Also ich sage mit Corona
[5:07] meine ich diese Corona-Zeit.
[5:10] Seitdem haben wir, das sieht man vor allen Dingen auch in den psychotherapeutischen
[5:15] Praxen, einen riesen Zuwachs an auch essgestörten jungen Frauen und aber auch Männern.
[5:22] Also die Stichworte Magersucht, Bulimie ist sehr zunehmend, aber das sieht man
[5:27] manchmal nicht nur im Punkto
[5:31] der klassischen Magersucht, sondern es gibt ja auch die Anorexia Athletica, also dass junge Frauen,
[5:38] sehr kontrolliert essen oder aber auch junge Männer und das mit massiv extremen Sport dann machen.
[5:45] Das ist ein sehr, sehr, sehr trauriger Trend und man überwindet das am besten,
[5:51] wenn man das Problem von beiden Seiten aufbohrt, also ernährungsinterventionell,
[5:57] aber auch psychotherapeutisch.
[5:59] Ein sehr wichtiges Thema auf jeden Fall.
[6:03] Wir hatten es jetzt eben schon angesprochen, Mädchen und Frauen machen ja ihr
[6:06] Leben lang eigentlich so eine hormonelle Entwicklung durch.
[6:09] Aber trotzdem werden die weiblichen Lebensphasen in der Ernährung,
[6:14] finde ich, zu wenig mitgedacht. Und deswegen würde ich gerne mit dir darüber
[6:17] sprechen. Starten wir doch mit der Phase, die für junge Mädchen,
[6:20] junge Frauen so krass entscheidend ist.
[6:22] Die Pubertät und dann auch der Start des Zyklus.
[6:26] Absolut, das ist ja ein riesiges Entwicklungsfundament. Der Energiebedarf steigt
[6:31] eben in der Pubertät massiv an, weil die Jugendlichen, das kennt man ja auch
[6:36] aus den familiären Erlebnissen,
[6:41] gerade mein ältester Neve, der ist jetzt so geschossen, dass ich denke,
[6:44] man kann mit der Lupe da Millimeter zugucken am Tag.
[6:49] Und dann haben die Hunger, ne? Unglaublich.
[6:51] Unfassbar. Ich habe jetzt auch gestaunt, dass ein Fünfjähriger ein riesengroßes
[6:56] Schnitzel verdrückt von einem Erwachsenen und sagt, ich habe noch Hunger. Das ist Wahnsinn.
[7:01] Und die Mädchen erreichen die Wachstumsspitzen meist so zwischen 10 und 13 Jahren.
[7:07] Die Jungs eher zwischen 12 und 15 Jahren. Und das macht auch unterschiedliche
[7:12] Nährstoffbedürfnisse aus.
[7:14] Das heißt, so ein aktiver 15-jähriger junger Mensch, der kann locker bis zu
[7:19] 4000 Kilokalorien pro Tag benötigen. Und hier braucht man ganz viel.
[7:24] Gute qualitative Proteine für den Muskelaufbau, Vitamin D, Calcium,
[7:29] Magnesium für starke Knochen und Eisen und Zink, aber auch die B-Vitamine für
[7:37] die ausreichende Blutbildung, für das Immunsystem.
[7:41] Und B-Vitamine sind ja in so viele Abläufe integriert, ebenfalls Vitamin C.
[7:47] Und wenn man wirklich mal schaut, auch im Labor, ich denke jetzt auch an Selen
[7:52] zum Beispiel oder auch Jod, so viele Jugendliche sind hier kritisch unterversorgt.
[7:59] Und wenn dann ein junger Mensch einfach auch nicht eine Liebe hat zu Obst und
[8:03] Gemüse, es reicht nicht aus, einen Apfel pro Tag zu verzehren,
[8:08] dann finde ich, muss man sich nicht wundern.
[8:10] Wir haben auch bei jungen Kindern zunehmend das Problem von Müdigkeit,
[8:15] von Erschöpfung, von metabolischen Störungen.
[8:17] Und das ist auch eine Frage der Mikronährstoffversorgung, die da in der aktuellen
[8:23] Behandlungspraxis in der medizinischen Versorgung noch lange nicht so umgesetzt
[8:28] wird, wie ich mir das wünschen würde.
[8:30] Und bei den Mädchen haben wir genau das Thema, mit dem Einsetzen der Periode
[8:34] wird das Eisen so, so wichtig, weil einfach die Eisenspeicher belastet werden.
[8:40] Und wenn dann die Ernährung gerade in dieser Phase zu monoton ist, dann hat das Folgen.
[8:45] Wie ich eben sagte, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Leistungsabfall,
[8:51] auch das Risiko für Eisenmangelanämie, auch mit Haarverlust,
[8:56] trockener Haut, brüchigen Nägel.
[8:59] Das sollte man wirklich ernst nehmen.
[9:03] Dann schauen wir uns das Eisen doch noch mal ein bisschen genauer an,
[9:05] was die jungen Mädchen da in dem Moment essen können, um das darüber abzudecken.
[9:11] Und noch mal der Hinweis, dass wir zum Thema Eisen auch eine eigene Folge gemacht
[9:15] haben. Da sind dann natürlich auch die Männer inkludiert.
[9:17] Die Veröffentlichung war Mitte Mai 2026, also hört da gerne noch mal rein.
[9:22] Unbedingt. Also Eisen ist grundlegend wichtig, übrigens auch für die Schilddrüsenfunktion.
[9:27] Wenn Frauen, aber auch Männer zum Beispiel eine Hashimoto-Erkrankung haben,
[9:32] dann gucke ich immer, wie sieht denn das Eisen aus?
[9:35] Und Eisen wird ja manchmal geraubt, nicht nur durch die Monatsblutung,
[9:39] Eisen wird auch geraubt durch chronische Erzündungsprozesse,
[9:42] bei Patienten, Patientinnen mit chronischen Infekten wie Borrelien oder anderen,
[9:48] Mikroben, die Eisen wegfuttern.
[9:50] Also Eisenmangel ist nicht nur ein Thema für die Monatsblutung.
[9:55] Aber zu deiner Frage, wo steckt Eisen drin? Natürlich auch im tierischen Produkt,
[10:01] in Fleisch, aber auch in grünem Blattgemüse, in Nüssen.
[10:05] Und was wir wissen müssen, Vitamin C ist wichtig, um das Eisen gut aufzunehmen.
[10:10] Deswegen, ich würde auch nie blind einfach jetzt Eisentabletten schlucken,
[10:14] ohne den Wert zu wissen. Vorher also immer den Ferritinwert,
[10:17] den Eisenspeicherwert im Blut bestimmen lassen. nicht das Eisen,
[10:22] ein Eisenspeicher. Großer Unterschied, ja.
[10:24] Ja, aber ich staune, auch das wird oft gemacht.
[10:29] Und dann substituieren. Und wer sich pflanzlich ernährt, weil wir wissen einfach,
[10:34] Fleisch, vor allem rotes Fleisch, liefert gut verfügbares Hämeisen.
[10:39] Wer sich pflanzlich ernährt, muss natürlich mengenmäßig deutlich mehr essen
[10:43] und kann sich auch zum Beispiel mit Sesam, Kürbiskernen, Linsen aufpäppeln.
[10:49] Und da empfehle ich immer auch zum Essen eine Note mit Vitamin C,
[10:53] also einen Spritzer Zitronensaft, um die Aufnahme zu vervielfachen.
[10:57] Oder bei Menschen mit schwerem Eisenmangel, egal wie man jetzt die Ernährung
[11:02] gestaltet, empfehle ich auch Vitamin C, zum Beispiel in verästerter Form,
[11:08] eine hochwertige Nahrungsergänzung zum Essen zuzuführen.
[11:13] Und dann vielleicht auch noch mal vor oder nach dem Essen ein Vitamin C reiches
[11:18] Stück Obst zu essen. Zum Beispiel eine Kiwi. Einfach um alles,
[11:21] was an Eisen im Essen ist, das schön aufzunehmen.
[11:25] Und was man wissen muss, Kaffee und Schwarztee blockieren die Eisenaufnahme.
[11:29] Na toll. Da sollte man also, wenn man jetzt auch eine Eisentablette einnimmt,
[11:35] nicht gerade das mit Kaffee machen.
[11:37] Und ich persönlich habe auch immer einen Bedarf, das Eisen zeitweise zu substituieren
[11:43] und deswegen berücksichtige ich das schon mit meinem Vitamin C.
[11:48] Und nehme zur Hauptmahlzeit meine Vitamin C-Nahrungsergänzung.
[11:53] Und mache aber zeitgleich auch, dass ich mindestens schaue, dass ich so ein,
[11:58] zwei Kiwis am Tag, also auch ein bisschen mit Obst, das natürlich oder Gemüse
[12:02] versuche zu optimieren.
[12:04] Weil Ergänzung ist immer nur eine Ergänzung. Die Basis ist die Ernährung.
[12:08] Nahrungsergänzungsmittel heißt es ja zur Not auch. Genau, richtig.
[12:12] Das sollte man wissen. Und natürlich gilt hier immer auch strengst die Qualität.
[12:17] Weil oft liest man ja, wir sind Premium und Reihensubstanzen,
[12:21] aber wirklich transparent, absolute
[12:24] seriöse Hersteller haben auf ihren Internetseiten solche Siegel wie GMP.
[12:29] Das steht für Good Manufacturing Practice. Das heißt, jeder Produktionsschritt
[12:33] wird kontrolliert nach den international strengsten Standards und dass auch
[12:38] das drin ist, was auf der Packung steht.
[12:41] Das ist vielen gar nicht bewusst. Also es lohnt sich da nicht nur irgendwas,
[12:46] einzuwerfen, da bin ich gar kein Fan von, sondern wenn, dann muss es wirklich
[12:50] gute Qualität sein. Also das ist A und O, die Qualität.
[12:55] Kommen wir zum nächsten Thema, Folsäure. Das hören wir ja oft,
[12:58] wenn dann so der Kinderwunsch im Raum steht. Was ist an Folsäure dran?
[13:03] Ich würde auch nicht sagen nur Kinderwunsch, sondern generell.
[13:06] Und wir brauchen es ja auch, um nicht nur die Entwicklung von Gehirn und Rückenmark
[13:11] beim Kind zu stärken, sondern auch für unsere eigene neurologische Gesundheit.
[13:18] Übrigens ist Folsäure auch wichtig für den Homocysteinstoffwechsel,
[13:22] also für den Schutz unserer Blutgefäße.
[13:25] Und Folsäure ist deswegen so wichtig, weil es die Blutbildung stärkt und weil
[13:31] sich das Nervensystem eines Babys gerade in den ersten Schwangerschaftswochen entwickelt.
[13:37] Und meistens bevor die Frau überhaupt weiß, dass sie schwanger ist.
[13:42] Deswegen ist eine optimale Folsäureversorgung für jede Frau im gebärfähigen Alter Pflicht.
[13:47] Und man sollte für eine Frau im gebärfähigen Alter täglich 400 Mikrogramm ergänzen.
[13:54] Und bei Schwangeren sollte es höher liegen. Und jetzt kommt was ganz Wichtiges.
[13:58] Natürlich bin ich ein Fan, das über die Ernährung abzudecken mit grünem Blattgemüse,
[14:03] Spinat, Hülsenfrüchten.
[14:05] Man muss aber wissen, Folsäure ist sehr hitzeempfindlich.
[14:10] Also da sollte das Gemüse schon gedämpft sein.
[14:14] Und was ich ganz wichtig finde, aus ernährungsmedizinischer Sicht,
[14:19] sehe ich oft, dass Menschen auch hier fleißig auf Vitamine schlucken,
[14:24] aber der Körper damit nichts wirklich anfangen kann. Und das ist die Erklärung jetzt.
[14:30] Bioaktive B-Vitamine und insbesondere bioaktive Folsäure, das ist ja auch ein
[14:36] B-Vitamin, machen hier einen riesigen Unterschied.
[14:40] Weil nur wenn das B-Vitamin, zum Beispiel die Folsäure, bioaktiv ist,
[14:46] wird sie im Körper optimal genutzt.
[14:50] Und dann ist es bei der Folsäure extrem wichtig, weil die synthetische Folsäure
[14:56] muss erst im Körper in die aktive Form, in das Methylfolat umgewandelt werden.
[15:02] Und jede zweite Frau und auch sehr viele Männer haben unbemerkt oft einen genetischen Defekt.
[15:10] Und das kann man auch in der Praxis messen. Das mache ich jetzt nicht routinemäßig
[15:14] bei allen Menschen, aber das ist sehr, sehr weit verbreitet.
[15:18] Und bei diesen Menschen läuft die Umwandlung von einer künstlichen Folsäure
[15:22] in die aktive Form ganz extrem langsam oder kaum ab.
[15:26] Und wenn diese Menschen dann ein Nahrungsergänzungsprodukt schlucken,
[15:31] wo nur Folsäure drin ist, aber nicht die bioaktive, dann kann man sich ableiten. Bringt das nichts.
[15:38] Zirkuliert diese Folsäure quasi ungenutzt im Blut und die Zellen haben trotzdem einen Mangel.
[15:44] Und ich finde es wirklich, wirklich wichtig, jedes Kind mit einem Neuralrohrdefekt,
[15:50] also wo das zu wirklichen Fehlentwicklungen kommt.
[15:55] Ist eigentlich ein Kind, was eigentlich diesem Mechanismus wahrscheinlich zum Opfer gefallen ist.
[16:01] Deswegen, liebe junge Frauen und junge Männer, achtet auf die Folsäureversorgung
[16:07] und bei Nahrungsergänzungen auf ein B-Komplex, der bioaktiv ist in der Top-Qualität.
[16:15] Dann kommen wir zu Calcium und Vitamin D. Warum sind die so wichtig?
[16:20] Die sind extrem wichtig, weil die Knochendichte bis zum 30. Lebensjahr aufgebaut
[16:25] wird. Und das ist das Sparkonto fürs Alter. Sehr schön.
[16:30] Das heißt, wenn jetzt junge Mädchen oder auch Jungs durch extreme Diäten oder
[16:35] Nährstoffdefizite wegen einer monotonen einseitigen Ernährung das Konto nicht
[16:39] füllen, dann droht natürlich später auch die Osteoporosefalle.
[16:44] Und was auch wichtig ist, Vitamin D ist ja auch wichtig, nicht nur für Knochen,
[16:49] Es ist auch wichtig für das Immunsystem, für das Herz-Kreislauf-System.
[16:53] Kalzium ist zentral wichtig für Knochen, Zähne, Muskeln und Nervensystem.
[16:58] Und übrigens, wenn jemand Krämpfe hat, dann ist das nicht nur immer ein Zeichen
[17:03] von Magnesiummangel, sondern auch von Kalziummangel.
[17:07] Und deswegen ist mir auch ganz wichtig, in der Praxis bestimme ich inzwischen
[17:12] den Vitamin-D-Spiegel.
[17:14] Mit meistens immer dieses sogenannte 25-OH-Vitamin-D gemessen.
[17:20] Doch das greift auch zu kurz. Es ist jetzt so ein bisschen Nerdwissen,
[17:24] sorry, aber das ist ganz interessant.
[17:26] Denn wenn man die wahre biologische Aktivität im Körper verstehen will,
[17:30] ist die Bestimmung von freiem Vitamin D besser.
[17:35] Weil ein Großteil des Vitamin D in unserem Blut ist fest an ein Transportprotein gebunden.
[17:42] Und dieses gebundene Vitamin D ist biologisch inaktiv. Das zirkuliert quasi
[17:46] im Tiefschlaf, im Blutkreislauf, macht aber nichts wirklich.
[17:50] Nur das freie Vitamin D kann wirklich die Zellmembran effektiv durchdringen,
[17:56] an die Vitamin D-Rezeptoren im Zellkern andocken und dort dann auch seine genetischen
[18:01] und immunologischen Wunderwerke vollbringen.
[18:03] Und deswegen, und hier im Podcast von Doc Fleck lernt man ja Dinge,
[18:09] die man woanders nicht so leicht hört.
[18:11] Ja, der normale Laborwert, wie er jetzt Tag für Tag wieder abgenommen wird,
[18:17] zeigt uns nur, wie voll der Transporter ist, aber nicht, wie viel Wirkstoff
[18:23] tatsächlich an der Zelle ankommt.
[18:25] Und das kann zu massiven Fehlschlüssen führen. Und deswegen liegt mir das so
[18:29] am Herzen auch bei jungen Frauen, die jetzt schwanger werden wollen oder die
[18:34] schwanger sind oder auch die, die Antibabypille nehmen.
[18:38] Zum Beispiel unter dem Östrogeneinfluss, entweder durch Hormoneinnahme oder
[18:42] durch Schwangerschaft.
[18:44] Steigt dieses Transportprotein stark an. Das heißt, der Gesamtvitamin-D-Wert
[18:50] im Labor sieht täuschend hoch und super aus.
[18:53] Während das freie, biologisch aktive Vitamin-D trotzdem im tiefen Keller sein
[18:58] kann. Und die Zelle hungert, obwohl der Befund im Labor grünes Licht zeigt.
[19:04] Das heißt, ich gebe das dann beim Arzt an und sage, bitte auch das freie messen?
[19:08] Ja, nur das freie. Oder nur das freie, okay. Oder einen Quotienten,
[19:12] den kann man auch messen.
[19:13] Und bei chronischen Entzündungen, bei Lebererkrankungen, bei Fettleber oder
[19:18] bei Übergewicht kann das Transportprotein zu niedrig sein.
[19:22] Und dann sieht der Gesamtwert katastrophal niedrig aus, obwohl das freie Vitamin
[19:26] D völlig ausreichend sein kann.
[19:29] Und dann wäre eine unüberlegte Megadosis von Vitamin D hier gar nicht nötig.
[19:34] Also ich weiß, es ist jetzt ein bisschen komplex, aber deswegen hier...
[19:40] Medizin ist immer individuelle Maßarbeit. Karl Lagerfeld würde sagen,
[19:46] das muss auch Maßarbeit sein.
[19:48] Das heißt, wenn wir neben dem Gesamtvitamin D in Zukunft auch das freie Vitamin
[19:53] D bestimmen und das richte ich jetzt auch ausdrücklich an alle,
[19:56] die uns zuhören aus dem Weißkittelbereich, aus medizinischen Berufen,
[20:01] dann betreiben wir echte Präzisionsmedizin.
[20:04] Und das ist ganz wichtig für Menschen mit chronischen Immunerkrankungen,
[20:08] mit erhöhter Infektlabilität,
[20:10] mit bereits vorliegender Osteoporose oder anderen Stoffwechselstörungen und
[20:15] bei Nieren- und Lebererkrankungen, weil diese Organe Vitamin D aktivieren müssen.
[20:20] Also nochmal tief Luft holen. Der Standardwert, den die meisten von uns abgenommen
[20:27] bekommen haben, dieser 25-OH-Vitamin-D-Wert, ist ein solider Start, zweifelsfrei,
[20:34] um einen groben Mangel aufzudecken.
[20:37] Wenn wir aber trotz scheinbar guter Werte im Blut
[20:40] weiterhin komische Symptome haben wie Erschöpfung, man hat trotzdem immer wieder
[20:46] Infekte oder man schluckt die Pille oder man möchte schwanger werden,
[20:51] dann lohnt sich auch der präzise Blick.
[20:54] Deswegen würde ich hier gezielt in der Praxis des Vertrauens nachfragen und
[20:59] darum bitten, das freie Vitamin D auch zu bestimmen.
[21:04] Oft gerne in Kombination mit dem Vitamin D-bindenden Protein.
[21:07] Und das ist eben personalisierte Präzisionsmedizin, weil so sehe ich in der
[21:12] Praxis, was wirklich in der Zelle des Menschen ankommt und kann dann die Dosis
[21:18] der Tropfen oder Kapseln exakt einstellen.
[21:21] Übrigens gibt es keine Leitlinie weltweit, die Vitamin D zwingend in Kombination mit K2 empfiehlt.
[21:28] Das ist eher auch so ein Marketing-Gag. Es ist vielleicht noch mal Zeit,
[21:32] das für eine andere Folge zu reservieren.
[21:35] Aber das ist auch ein wichtiger Tipp. Man muss nicht zwingend K2 ergänzen.
[21:41] Okay. Wie sieht es gerade bei jungen Menschen aus mit Proteinen?
[21:46] Also ich habe das jetzt bei uns im Bekanntenkreis gesehen.
[21:49] Da sind die Jungs wie die Mädchen, wenn die viel Sport machen und ein bisschen
[21:52] Muskeln aufbauen wollen, dann sind Proteine ganz wichtig. Und da muss der komplette
[21:56] Ernährungsplan zu Hause umgestellt werden. Was sagst du dazu?
[22:00] Also klar, das ist wichtig als Baustein für Muskeln, Hormone,
[22:05] Enzyme für Immunsystem. Ohne Eiweiß schwinden die Muskeln, aber auch die enzymatische Arbeit.
[22:12] Außerdem hält Protein den Blutzuckerspiegel stabil, verhindert Heißhungerattacken,
[22:17] und wir brauchen Eiweiß.
[22:20] Also man geht ja bei Gesunden so aus 1,0 bis 1,2 Gramm Eiweiß pro Kilogramm
[22:25] Körpergewicht. Am besten aus einer soliden Mischung, die man persönlich mag und gut verträgt.
[22:31] Und das ist ganz, ganz wichtig. Ich würde aber immer davon abraten,
[22:36] die Proteinzufuhr auf minderwertige Eiweißshakes mit Süßstoffen.
[22:45] Aufzubauen. Außerdem haben auch manche pflanzliche Eiweißshakes auf der Basis
[22:52] von Erbsenproteinen nicht selten Schwermetallbelastungen.
[22:57] Also ich bin ja so ein...
[22:59] Ja, zugegebener Freak, was die Reinheit von Lebensmitteln und auch von Nahrungsergänzungen angeht.
[23:08] Und da weiß man, dass gerade, wenn man jetzt sehr, sehr, sehr regelmäßig einen
[23:13] Eiweißshake konsumiert, der nicht ausreichend unabhängig kontrolliert ist.
[23:17] Übrigens wissen wir, dass Ergänzungen oder auch sowas in Deutschland Lebensmittel
[23:23] sind, keine Ergänzungen. Das heißt, die sind nicht zwingend streng geprüft.
[23:27] Und da kann man und da erlebe ich auch oft Schwermetallbelastungen bei Menschen
[23:33] jeden Alters und gerade Junge,
[23:36] die viel Sport machen, haben dann manchmal lustigerweise eine sympathisch,
[23:42] aber doch sehr fragwürdige Einnahme von Proteinquellen.
[23:46] Also da sehe ich manchmal wirklich verrückte Eiweißshakes und es ist eigentlich
[23:50] abstrus, wenn man sieht, auf welche,
[23:54] Ratgeber dann manche Leute da in Anführungsstrichen auch reinfallen.
[23:58] Aber muss es nicht draufstehen auf der Packung, dass dann irgendwelche Schwellmetalle
[24:03] da drin sind? Nein, nein.
[24:05] Die Frage ist ja sogar, ob das Unternehmen auf eigene Kosten sogar unabhängige Laborprüfungen macht.
[24:15] Die meisten machen ja das nicht auf eigene Kosten, weil das ja natürlich Geld
[24:21] kostet, wenn du extra nochmal deinen Lieferanten selber nochmal auf eigene Kosten kontrollierst.
[24:29] Und daran erkennt man eigentlich auch transparent die Qualität.
[24:33] Also deswegen, ich finde mal die sympathischste Zufuhr von Eiweiß ist Überlebensmittel.
[24:41] Und ich habe auch nichts dagegen, wenn Leute auch mal einen hochwertigen Eiweißshake nutzen.
[24:46] Der sollte ohne Süßstoffe sein, wirklich ohne Süßstoffe und dann natürlich auch
[24:51] wirklich strengstens kontrolliert.
[24:53] Und dann zählen wir nochmal auf. Also wir haben Fisch, Fleisch,
[24:56] Hähnchen vor allen Dingen.
[24:57] Wir haben aber auch Hülsenfrüchte, Nüsse. Ja und natürlich pflanzliche Eiweiße
[25:02] haben natürlich noch den Vorteil, sie liefern Ballaststoffe.
[25:06] Ich bin ein ganz großer Fan von Pilzen. Früher gar nicht so,
[25:09] da fand ich das eher so wie so Kaugummi im Mund.
[25:12] Aber jetzt muss ich sagen, bin ich ein ganz großer Fan von Pilzen.
[25:16] Übrigens auch von Heilpilzen, vielleicht auch nochmal ein anderes Thema.
[25:20] Da muss man ja pedantisch auf reine Qualität achten.
[25:25] Und natürlich auch ein Bio-Ei oder wer Milchprodukte verträgt,
[25:29] ein Bio-Quark oder ein Skier, Hülsenfrüchte, wer sie mag und verträgt.
[25:35] Und natürlich jede Art von grünem Blattgemüse. Also man muss nur wissen,
[25:38] um die ähnliche Menge Aminosäuren aufzunehmen, wie zum Beispiel eine aprikosengröße Hühnchen.
[25:45] Das habe ich übrigens, ich glaube, im Buch Rheinland das Fett beschrieben.
[25:49] Ein ganz wichtiges Buch auch für alle mit Kinderwunsch oder auch für junge Menschen.
[25:55] Da ist ein ganz spannendes Kapitel dazu.
[25:58] Dann muss man schon so einen großen Brokkoli und am besten noch einen halben Blumenkohl essen.
[26:03] Also man muss mengenmäßig dann schon ein bisschen Gas geben.
[26:06] Und man kann ja dann aber auch zum Beispiel über sein Essen noch eine Portion
[26:10] Nüsse oder Hanfsamen oder was anderes an Kernen streuen. So erhöht man die Eiweißzufuhr.
[26:17] Zeitgleich mit Ballaststoffen. Jetzt spielt ja auch das Thema Hormone bei uns
[26:22] Frauen eine riesengroße Rolle. Dazu gibt es auch eine eigene Folge,
[26:26] die wir im August 2026 veröffentlicht haben.
[26:30] Deswegen hier nur kurz. Anne, wann und wie kann uns Frauen beim Thema Hormone
[26:34] die Ernährung helfen und unterstützen?
[26:37] Ganz enorm merken Frauen ja im Zyklus, die Ernährung wirkt extrem auf die Stimmung,
[26:44] auf die Sättigung, auf das Energielevel.
[26:46] Und das heißt jetzt nicht, dass es hier die Zauber-Diät gibt für die Tage an den Tagen.
[26:52] Aber wichtig ist eine stabile Mahlzeitenroutine, eine ausreichende Eiweiß-Ballaststoffversorgung
[26:59] und hochwertige gute Fette.
[27:01] Vor allen Dingen frisch gepresste Algenöle, zum Beispiel mit Omega-Safe-Patent,
[27:05] dass sie wirklich nicht schädlich oxidiert sind in der Herstellung.
[27:08] Das macht den Alltag deutlich angenehmer und was ich interessanterweise sehe, auch Regelschmerzen.
[27:16] Werden unter der Einnahme von hochwertigen Fettsäuren und Magnesium deutlich, deutlich gelindert.
[27:22] Und wir sehen ja auch beim polycystischen Ovar-Syndrom, übrigens ein Phänomen,
[27:27] was ja auch mit Insulinresistenz einhergeht, so einen extremen Zusammenhang
[27:33] zwischen der Ernährung und dem gesamten Blutzuckerstoffwechsel.
[27:37] Und deswegen mein Appell, bitte, bitte die Ernährung hier besonders ins Boot nehmen.
[27:45] Anne, du berätst in deiner Praxis ja auch Leistungssportlerinnen.
[27:48] Wie anders sind denn da deine Tipps im Vergleich zu Männern,
[27:51] wenn es um Leistungsfähigkeit geht?
[27:54] Ja, also die Beratung mit allen Menschen im Leistungssport finde ich ja ganz,
[27:58] ganz besonders spannend.
[27:59] Übrigens ist da ja auch aus der Erfahrung in der Praxis eine nicht erkannte
[28:05] Glutenunverträglichkeit, ein Riesenpunkto mit der Verletzungshäufigkeit.
[28:11] Deswegen auch hier lade ich nochmal alle ein, bei docfleck.de zu schauen.
[28:15] Da habe ich das Thema Gluten riesig aufbereitet, weil auch Symptome wie Müdigkeit,
[28:23] fehlende Belastbarkeit, Brain Fog, Schmerzen, Verletzungshäufigkeit damit einhergeht.
[28:30] Und wir wissen inzwischen, dass sehr viele im Leistungssport auch auf Gluten
[28:35] verzichten, nicht ohne Grund.
[28:37] Und ich bin auch stolz, in unserer Praxis betreuen wir auch Weltmeisterinnen,
[28:43] oder Menschen, die sogar bei Olympia richtig gut mitschwimmen.
[28:50] Und das ist ein riesiger Unterschied. Man muss halt hier sagen,
[28:55] historisch war es oft so, dass man erstmal so pauschal Trainings- und Ernährungspläne einfach so,
[29:02] für alle hat gelten lassen und das darf man bei Frauen gar nicht.
[29:06] Denn das wäre sogar unter Umständen gefährlich, weil dieser hormonelle Rhythmus
[29:11] dieser entscheidende Unterschied ist.
[29:13] Und während Männer hormonell gesehen dann ein bisschen vorteilhaft unterwegs
[29:19] sind, weil sie da nicht diese Zyklus-Schwankungen haben, verändert sich eben
[29:23] der weibliche Körper im Zyklus dramatisch.
[29:26] Gerade in der ersten Zyklushälfte, wenn das Östrogen dominiert,
[29:30] empfehle ich einfach darauf zu achten.
[29:34] Da wissen wir einfach, da läuft der Kohlenhydratstoffwechsel auf Hochtou und
[29:37] die Muskeln werden leichter aufgebaut. Die Regenationsfähigkeit ist top.
[29:41] Also wenn man jetzt zum Beispiel in einem Finale steht als Tennisspielerin oder
[29:46] in den Wettkampf geht und ist da gerade in der ersten Zyklushälfte,
[29:49] hat man schon ein bisschen dann Vorteil. In der zweiten Zyklushälfte nach dem
[29:53] Eisprung verschiebt sich das Bild.
[29:56] Durch das Progesteron. Und der Körper neigt dann eher dazu, Fett als Energiequelle zu nutzen.
[30:03] Und dann werden auch manchmal die Sehnen und Bänder durch Hormone lockerer.
[30:08] Und die Verletzungsgefahr wäre auch erhöht.
[30:14] Deswegen ist mein Tipp für diese Leistungssportlerinnen ein zyklusbasiertes
[30:19] Training und eine zyklusbasierte Ernährung. Und das mache ich dann mit den Sportlerinnen individualisiert.
[30:26] Man kann es aber jetzt mal pauschal sagen, in der zweiten Zyklushälfte brauchen
[30:30] Frauen oft viel mehr Proteine und gesunde Fette und sollten dem Körper auch
[30:35] mehr Regenerationszeit zugestehen.
[30:38] Das finde ich ganz, ganz interessant. Ja, Wahnsinn, Anne. Ich merke gerade schon,
[30:42] dazu müssen wir eigentlich auch nochmal eine extra Folge machen, oder? Ja.
[30:46] Du darfst ja wahrscheinlich nicht so viel verraten, aber es sind ja deine Patientinnen.
[30:51] Aber trotzdem, das ist ein wahnsinnig tolles Thema und sicherlich haben wir
[30:54] auch viele sportliche ZuhörerInnen.
[30:58] Ja, auch. Es ist ja egal, ob Männer und Frauen, es macht mir einen Heidenspaß.
[31:02] Das ist ja auch kein Geheimnis, dass sogar weltweit sehr bekannte Sportler,
[31:10] nachdem sie herausgefunden haben, was ihnen ernährungsmäßig gut tut.
[31:15] Dann auf einmal zur Höchstform auflaufen.
[31:17] Und das gehört inzwischen in die Strategie auch von guten Trainerstäben.
[31:25] Also hier Deutschlandfußballbund und Co. Was ich sehr bewundernswert,
[31:30] finde, ist zum Beispiel, wie auch der Zeref, der Tennisspieler,
[31:35] uns zeigt, dass er trotz seines angeborenen genetischen Handicaps mit einem Diabetes Typ 1,
[31:42] uns zeigt, wie man so eine Leistung abruft. Und das freut mich einfach.
[31:47] Und das ist einfach auch nicht nur die Frage, was esse ich, sondern auch das
[31:52] Timing des Essens spielt in der Leistungsfähigkeit eine Riesenrolle.
[31:56] Und das macht mir zugegeben Riesenspaß, nicht nur in der Einzelbetreuung,
[32:01] sondern auch hier oder da den Tipp für ganze Mannschaften.
[32:05] Und übrigens gehört zu einer soliden Betreuung im Leistungssport nicht nur für
[32:09] mich der Blick in die Ernährung, sondern auch die Resilienz und das mentale Coaching.
[32:14] Und da hat man dann auch noch mal zusätzlich andere Leute stark im Boot.
[32:19] Aber das ist auch so eine Stärke von mir, die Menschen da auch liebevoll ein bisschen abzuholen.
[32:25] Einmal habe ich gesagt, bevor ich mit ihnen jetzt über Karotten oder gute Fette
[32:29] rede, müssen wir uns erst mal über andere Dinge unterhalten.
[32:35] Und das ist toll, wenn man dann sieht, dass Leute auch zum Beispiel,
[32:39] Ich meine, wenn noch eins, aber das müssen wir wirklich mal in der Folge machen.
[32:42] Du kannst ja sogar die Mitochondrien durchmessen.
[32:45] Du kannst ja auch bis in die Enzyme der Mitochondrien gehen.
[32:49] Und da könnte man sogar ableiten, ob jemand wirklich gut beraten ist,
[32:53] eine Leistungssportlerkarriere zu machen, ja oder nein.
[32:56] Weil wenn jemand genetisch dort ein Problem hat, wird er immer andere Regenerationszeiten
[33:02] haben als jemand, der das Problem nicht hat.
[33:05] Und soweit gucke ich da mit der Lupe. Ja, wieder sehr viel gelernt heute, Anne. Vielen Dank.
[33:11] In der nächsten Folge kümmern wir uns dann wieder um eure Fragen.
[33:14] Es gibt nämlich eine neue Sprechstunde. Also schreibt uns gerne an podcast.dogfleck.com.
[33:20] Abonniert uns gerne auf RTL Plus und wo auch immer ihr uns hört.
[33:23] Und dann sagen wir bis nächsten Mittwoch. Bis nächsten Mittwoch und macht was draus.

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