# LONGEVITY 05: Wann Stress antreibt - und wann er uns altern lässt

An episode of [Dr. Anne Fleck - Gesundheit und Ernährung](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1548655626), 29 Sep 2026, 22 min.

Audio: https://ais.audiorella.com/podcasts/1740-dr-anne-fleck-gesundheit-und-ernahrung/254996-new-episode.mp3?v=2&awCollectionId=julephosting_6952232841964&awEpisodeId=254996

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## Transcript

[0:15] Der fördert langfristig ihre Probleme.
[0:20] Dr. Anne Fleck, Gesundheit und Ernährung. Es ist wieder Longevity-Zeit hier
[0:26] bei Doc Fleck. Heute geht es
[0:27] um das, was wir alle kennen und was wir eigentlich auch gar nicht mögen.
[0:31] Stress. Wie beeinflusst er unsere Langlebigkeit? Wie können wir ihn regulieren?
[0:36] Und was kann der gute Stress? Den gibt es nämlich auch. Das sind die Themen, reden wir drüber.
[0:42] Und wie das bin ich, Dr. Anne Fleck, genannt Doc Fleck, Internistin und Ärztin
[0:47] für Präventiv- und Ernährungsmedizin.
[0:50] Und Kirsten Frintrop, Redakteurin und Co-Host dieses Podcasts.
[0:53] Anne, fangen wir doch gleich mal an mit dem guten Stress. Was kann der und wie wirkt der im Körper?
[0:59] Also guter Stress kann so viel positive Power haben. Deswegen liegt mir so viel
[1:05] daran, dass wir das Thema Stress differenziert diskutieren. Also er ist nie
[1:10] definitiv nicht immer nur böse oder schlecht.
[1:13] Und die Frage, die sich hier stellt, ist es ein Stress, der dich wachsen lässt,
[1:17] der dich herausfordert oder ein Stress, der uns beschädigt.
[1:21] Nochmal zu den Basics zurück. Stress ist ja eine normale Reaktion des Körpers
[1:26] auf eine Herausforderung und erstmal nur das Signal.
[1:30] Da ist was wichtig, hier muss reagiert werden, er kann uns fokussierter machen,
[1:36] er setzt Energie frei und hilft auch in der Regel, ein Problem besser zu lösen.
[1:40] Und das ist die tolle Seite von Stress.
[1:43] Und früher, als es den Säbelzahntiger kam, der dann knock-knock an die Tür geklopft
[1:48] hat, da war Stress was Positives, etwas biologisch Sinnvolles,
[1:52] weil es uns einfach zur Flucht animiert hat.
[1:55] Und heute kennen wir das natürlich auch zum Beispiel beim Turnier oder beim
[2:00] sportlichen Wettkampf. Ich kenne das auch, wenn ich einen Speaker-Auftritt habe,
[2:05] oder eine Buchlesung. Das neue Buch ist ja jetzt da, Healthy.
[2:09] Kann man vorbestellen. Es war eine Heidenarbeit. Also immer, wenn wir so eine...
[2:14] Wichtige Situation haben, wo wir da total fokussiert sein müssen.
[2:19] Und das Fachwort für den positiven Stress ist übrigens Eu-Stress aus dem Altgriechischen von Eu-Gut.
[2:27] Im Negativen ausgedrückt ist der Stress Dis-Stress.
[2:33] Also D-I-S-Stress. Und das muss man wirklich differenzieren.
[2:39] Man darf Stress nicht nur erstmal nur schlecht reden.
[2:42] Was passiert denn in unserem Körper, wenn wir Stress haben?
[2:46] Also wenn wir jetzt einer Bedrohung ausgesetzt sind, da ist ein großer zähnefletschender Pitbull,
[2:54] dann löst das an der Gehirnbasis im sogenannten Hypothalamus einen Alarm aus
[3:00] und Stresshormone werden ausgeschüttet, um,
[3:03] uns energetisch klar zu machen, scharf zu stellen und um die Leistungsfähigkeit
[3:08] kurzfristig anzukurbeln.
[3:10] Und bei einer akuten Reaktion im Stress erkennt das Gehirn auch eine potenzielle Gefahr.
[3:16] Und löst dann die Stressreaktion aus. Und die Nebennieren werden aktiviert über das Nervensystem.
[3:23] Und so gelangen die Stresshormone, auch Adrenalin in die Blutbahn.
[3:28] Und das sieht dann so aus.
[3:30] Die Herzfrequenz wird erhöht, der Blutdruck wird erhöht, damit mehr Sauerstoff
[3:35] in den Muskel kommt, damit wir wegrennen können.
[3:38] Auch damit wir mehr wegrennen können, wird Glucose freigesetzt und Fett als
[3:42] schnelle Energiequelle.
[3:44] Wir sind aufmerksamer, wir können schneller reagieren und der Körper muss jetzt
[3:49] nicht auf Toilette gehen.
[3:51] Deswegen werden auch solche Körperfunktionen wie Verdauung oder Blasenaktivität.
[3:56] Runtergedimmt und auch der Schmerz wird abgedämpft.
[4:00] Also akute Schmerzen werden weniger stark wahrgenommen. Das kennen auch manche
[4:04] Leute aus einer Unfallsituation, die sagen, das war so ein Schock,
[4:08] so eine Adrenalin-Freisetzung. Die merken erstmal gar nicht,
[4:12] dass man vielleicht einen Schmerz hat.
[4:14] Auch das Immunsystem wird aktiviert, weil der Körper bereitet sich schon auf
[4:18] eine mögliche Verletzung vor.
[4:20] Das ist also unglaublich spannend, was in einer akuten Stresssituation erstmal abläuft.
[4:27] Also ich komme ja aus dem Staunen gar nicht wieder raus, weil unser Körper ja
[4:31] schon so eine kleine Wundergeschichte ist, wie das alles so ineinander greift und was da so passiert.
[4:36] Also das zu verstehen ist wahnsinnig spannend, aber das, finde ich,
[4:41] klärt auch, warum dann zu viel Stress auf Dauer eben total problematisch ist für den Körper.
[4:47] Absolut, absolut.
[4:50] Und genau dann, wenn der Stress einfach kein Ende findet, also der Körper einfach
[4:54] nicht mehr runterfahren kann und das schädigt nicht nur potenziell die körperliche,
[4:59] sondern auch die mentale Gesundheit und Gesundheit.
[5:01] Das verursacht auch Gefühle von Angst, von Wut, Trauer, Sorge,
[5:07] Frust, aber auch Appetit verändert sich.
[5:11] Die Energie ist schlechter und das ist so interessant, was das alles mit uns
[5:16] macht. Das ist von Schwierigkeiten, sich zu fokussieren, Schwierigkeiten,
[5:20] Entscheidungen zu treffen.
[5:22] Man bekommt eher Albträume, Schlafprobleme, körperliche Symptome wie Kopfschmerzen,
[5:29] Muskelverspannungen, Reizmagen, Reizdarm, aber auch entzündliche Symptome können
[5:35] auftreten, Hautausschläge,
[5:38] und alles, was schon da ist an Gesundheitsproblemen, aber auch von körperlichen
[5:43] wie psychischen Leiden wird verstärkt.
[5:46] Also manche neigen dann auch dazu, im Stress mehr Drogen zu konsumieren im Sinne
[5:51] von Alkohol oder mehr zu rauchen, mehr zu essen.
[5:55] Das Gewicht kann zunehmen und im Stress sind wir einfach auch viel,
[5:59] viel gefährdeter für die Volkskrankheiten und ihre, sag ich mal,
[6:05] brutalen Faustschläge, also Herzinfarkt und Schlaganfall.
[6:10] Jetzt sind die Reaktionen in einem Stressfall super unterschiedlich.
[6:15] Der eine reagiert so, der andere reagiert so, der eine bleibt total entspannt,
[6:19] der andere fängt an zu rauchen oder raucht mehr, wie du es gerade schon gesagt
[6:23] hast, oder fängt an Fastfood zu essen, weil man einfach gar keine Zeit mehr
[6:26] hat, sich irgendwas Vernünftiges zu kochen.
[6:28] Warum sind die Reaktionen auf Stress im Alltag so unterschiedlich?
[6:33] Das wird von ganz verschiedenen Faktoren beeinflusst und ist sehr spannend.
[6:37] Zum einen sind wir auch in unserem genetischen Korsett, aber nicht nur.
[6:42] Die Gene, die die Stressreaktion steuern, halten die meisten Menschen auf einem
[6:47] relativ stabilen emotionalen Level. Aktive oder weniger aktive Stressreaktionen
[6:53] können sich aus den kleinsten Unterschieden in den Genen doch ergeben.
[6:57] Und wichtig ist dann doch wiederum die Epigenetik, also die Lebenserfahrungen.
[7:02] Das Päckchen, was wir alle mit uns rumtragen.
[7:06] Das heißt, wer stark auf Stress reagiert, hat manchmal im Worst Case traumatische Ereignisse erlebt.
[7:13] Wir wissen ja inzwischen aus der
[7:15] Epigenetik, dass sogar epigenetisch die Traumata vererbt werden können.
[7:20] Und wenn jetzt jemand zum Beispiel dann als Kind vernachlässigt wurde,
[7:24] ist er besonders gefährdet, höhere Stresslevel zu erleben.
[7:28] Das gilt aber auch für Menschen, die einen Terroranschlag überlebt haben oder
[7:34] auch Traumatisierungen im Beruf erleben, wie zum Beispiel,
[7:38] Menschen, die bei der Polizei oder Feuerwehr arbeiten oder auch generell jeder
[7:42] Mensch, der Opfer von körperlicher oder psychischer Gewalt geworden ist.
[7:48] Das sind wirklich Dinge, die noch viel zu sehr tabuisiert werden.
[7:53] Einer meiner lieben Patienten hat
[7:55] zum Beispiel im Nachbargebäude den fürchterlichen Terroranschlag des 11.
[8:02] September überlebt, hat das mit angesehen,
[8:08] und war eigentlich ein ganz stresstoleranter Manager und erst Jahre später ist
[8:16] ihm durch unsere Zusammenarbeit, der kommt immer zur Vorsorge, regelmäßig.
[8:21] Bewusst geworden, dass das sein Immunsystem so unterdrückt hat.
[8:27] Er hatte dann auch eine Autoimmunkrankheit ausgeputet. Und man hat immer gedacht,
[8:31] er hat einen steifen Hals. Dann habe ich gemeint, das ist doch kein steifer
[8:34] Hals. Er hatte eine entzündlich-rheumatische Erkrankung, die jahrelang übersehen wurde.
[8:39] Und er sagte, das war sein Trauma.
[8:43] Also ich finde ja sowieso, dass dieser 11. September auch für mich, das war eines der,
[8:51] einschlagendsten Momente meines Lebens. Ich hatte da in der Herzklinik Dienst,
[8:58] und konnte das gar nicht glauben. Ich war da am Reanimieren und am Rumrennen
[9:02] und habe nur gemerkt, irgendwie die Welt verändert sich gerade.
[9:06] Ich glaube, jeder weiß, wo er am 11. September gewesen ist, Weil das so ein
[9:10] einschneidendes Erlebnis für alle auf der ganzen Welt gewesen ist. Ja.
[9:15] Chronischer Stress.
[9:19] Dann kommen wir mal zurück zu unseren chronischen Stressfaktoren.
[9:21] Wir kommen jetzt zurück, wie wir damit fertig werden.
[9:25] Genau. Also wir wissen, dass chronischer Stress den ganzen Körper belastet und
[9:30] dass chronischer Stress Gesundheitsrisiken mit sich bringt.
[9:34] Das ist also nicht förderlich für unsere Longevity. Das ist ja so unser Ansatz heute.
[9:39] Also lange und vor allen Dingen lange gesund zu leben. Wie können wir gegensteuern?
[9:45] Stress ist ja einer der Alterungsmacher. Das heißt, diese alltägliche Situation,
[9:52] die Dauererreichbarkeit durchs Handy. Jetzt bin ich ja im Podcaststudio und
[9:56] da ist mal das ausgeknipst.
[9:59] Aber der Schlafmangel, die Konflikte, auch finanzielle Sorgen.
[10:04] Eine interessante Studie zeigt, dass Menschen mit dem höheren chronischen Stresslevel
[10:11] auch beschleunigte Alterungsmarker aufzeigen.
[10:14] Und die emotionale Regulation und Selbstkontrolle sich dabei aber positiv auswirken.
[10:21] Das heißt, je psychologisch widerstandsfähiger wir sind, umso höher ist auch
[10:26] die Wahrscheinlichkeit, dass wir lange gesünder leben.
[10:30] Und das ist eigentlich eine sehr, sehr wichtige Aussage.
[10:34] Das heißt, unsere psychische Widerstandskraft, unsere Resilienz und wie wir
[10:41] sie stärken, bremst das Altern aus.
[10:45] Diesem Thema habe ich übrigens auch im Buch Helzi ganz, ganz viel Raum gegeben. Dein neues Buch, ja.
[10:53] Ja, und dazu gehört zum Beispiel die Priorisierung des Schlafs,
[10:58] dass wir die nächtliche Zellraparatur stärken, dass wir eine Schlafhygiene etablieren,
[11:03] dass wir das blaue Licht am späten Abend bremsen,
[11:07] dass wir auch ein kühleres Schlafzimmer versuchen zu produzieren oder hochwertiges
[11:12] Magnesium zum Schlaffördern zu uns nehmen.
[11:18] Weil das hilft, um den essentiellen Tiefschlaf zu fördern.
[11:23] Dass wir Bewegung als Stressventil nutzen und Atemübungen als Therapeutikum
[11:31] für den Vagusnerv, den Selbstheilungsnerv.
[11:34] Das sind alles Dinge.
[11:36] Die uns helfen, genauso wie dieser Schutz vor der Reizüberflutung,
[11:41] dass wir auch mal so ein bisschen ein paar Stunden am Tag auch mal so einen
[11:44] Nachrichtenstopp haben oder einen Handystopp haben.
[11:47] Also ich nutze zum Beispiel meine Information sehr, sehr zeitlich begrenzt.
[11:55] Ich lese auch noch klassische Zeitungen, was ich sehr schön finde.
[11:59] Das ist so dieses gute alte Ritual.
[12:02] Aber jetzt so vor 24 Uhr oder so fange ich nicht nochmal an,
[12:07] die Schlagzeilen des Tages durchzuwühlen.
[12:09] Und ich habe genug mit meinen neun oder zehn E-Mail-Adressen.
[12:13] Aber deswegen, man muss auch mal ein bisschen eine handyfreie Zeit einrichten
[12:20] und was ich für mich wichtig finde am Esstisch und im Schlafzimmer.
[12:26] Ist handyfreie Zone. Ja, absolut.
[12:30] Das ist eine gute Sache.
[12:32] Jetzt kommen wir zu deinem absoluten Lieblingsthema und zu deinem Spezialgebiet.
[12:36] Wie können wir denn über unsere Ernährung gegensteuern oder beisteuern?
[12:40] Wie können wir Stress darüber vielleicht sogar besser in Schach halten?
[12:43] Gibt es irgendwelche Lebensmittel, die da besonders gut wirken?
[12:46] Ja, ganz, ganz, ganz wichtig. Also erstens mal das Gute rein,
[12:50] das Schlechte raus. Gerade in Stressphasen nicht so viel ungesundes futtern.
[12:54] Dazu neigt man ja dann, was schnell geht.
[12:58] Richtig. Und dann nimmt man das, was gerade greifbar ist und die sogenannten
[13:02] Stressesser futtern oft mehr, greifen dann zu Süßigkeiten oder fettreichen Snacks ab.
[13:08] Oft kriegt man dann ja auch noch vielleicht die ein oder andere Problematik.
[13:13] Oder auf einmal hat jemand eine Sehnscheidenentzündung, die er vorher nie hatte,
[13:18] obwohl er genauso viel tippt wie sonst.
[13:21] Die ausgewogene Ernährung mit hohem pflanzlichen Anteil, mit einer guten Versorgung,
[13:28] mit Omega-3-Fettsäuren,
[13:30] mit Magnesium und B-Vitaminen hilft nachweislich Stress zu puffern und das Nervensystem zu unterstützen.
[13:36] Hier sind vor allen Dingen die B-Vitamine und die Omega-3 und Magnesium wichtig, weil,
[13:42] die B-Vitamine, also vor allen Dingen B1, B6, B12 und B9, die Folsäure,
[13:48] die sind wirklich elementar bedeutend für unsere Nerven und die unterstützen
[13:54] nämlich die Bildung von Neurotransmittern wie Serotonin, dem Wohlfühlhormon
[14:00] und Dopamin, was unsere Stimmung und den Antrieb reguliert.
[14:03] Und wir können das natürlich unterstützen, zum Beispiel hochwertige tierische
[14:08] Quellen für B12, wie zum Beispiel ein schönes Bio-Ei oder auch ein Mattjes.
[14:14] Oder Haferflocken, Vollkorngetreide, grünes, grünes Blattgemüse und Hülsenfrüchte.
[14:21] Und Magnesium ist einfach königlich wichtig, unsere innere Ruhe zu stärken und
[14:28] entspannt natürlich auch die Muskeln, reguliert das Nervensystem.
[14:32] Und Magnesium können wir über magnesiumreiches Mineralwasser zu uns nehmen.
[14:36] Also da sollte man auf dem Etikett prüfen.
[14:39] Das hat einen höheren Anteil von 100 Milligramm Magnesium pro Liter.
[14:44] Aber auch Kerne wie Cashewkerne, Mandelkerne, Kürbiskerne, Haferflocken,
[14:49] Kichererbsen sind tolle Magnesiumlieferanten und ich trinke ja wirklich täglich.
[14:55] Einen schadstofffreien Bio-Kakao,
[15:00] auch noch mit dem einen oder anderen Vitalstoff ein bisschen angereichert,
[15:04] weil natürliches Kakaopulver hat eine unglaubliche.
[15:12] Ist ja eines der magnesiumreichsten Nährstoffe.
[15:15] Und in dem Fall ist da noch ein bisschen zugesetztes Glycin.
[15:18] Das ist ja wichtig, um die Entgiftung zu fördern.
[15:22] Und ich mag dieses Ritual mit dem Kakao. Entweder trinke ich ihn ganz schwarz,
[15:28] also schwarz in Anführungsstrichen, oder mache mir ein bisschen Milchersatz
[15:32] dran oder mal eine Cashewmilch.
[15:34] Das schmeckt wunderbar, weil ich einfach einen ganz hohen Magnesiumbedarf habe.
[15:39] Und dann brauche ich auch weniger Nahrungsergänzungen, um auf einen guten Level
[15:45] zu kommen. Ich esse aber auch viele Kärnchen am Tag.
[15:48] Und so klappt das ganz gut. Und Magnesium ergänze ich dann mit einem Siebensalzmagnesium,
[15:55] um alle sieben Salze abzubilden.
[15:58] Und abends auch noch mal ein Bisglycinat. Und was man wissen muss,
[16:02] es gibt ja auch minderwertige Magnesiumsorten wie Magnesiumoxid oder Magnesiumtrionat.
[16:10] Die sind so gut wie nicht bioverfügbar. Da wird man auch nicht auf einen nennenswerten,
[16:15] guten Level kommen in der Regel.
[16:18] Und natürlich so Sachen wie Alkohol, gesüßte Softdrinks und eh stark süße Sachen meiden.
[16:24] Das ist ja auch ganz wichtig. Richtig. Und was auch ganz interessant ist,
[16:28] ist aber auch Vitamin C, A und E.
[16:31] Denn diese drei sind ein starkes Trio, die das Immunsystem stärken und auch
[16:35] als Radikalfänger wirken, um stressbedingte Zellschäden abzuwärmen.
[16:42] Das ist auch ganz wichtig. Menschen mit einer Problematik von Gluten,
[16:46] denen ist oft gar nicht bewusst, dass sie diese fettlöslichen Vitamine,
[16:50] dazu zählt jetzt nicht Vitamin C, aber Vitamin A, Vitamin E, Vitamin D, Vitamin K,
[16:57] die nehmen die ganz oft nicht solide auf.
[17:00] Und wir finden solche Vitamine natürlich zum Beispiel in Zitrusfrüchten,
[17:05] in Kreuzblütergemüse wie Brokkoli oder Grünkohl, in Karotten,
[17:10] Beta-Carotin-Vorstufe Vitamin A,
[17:13] oder Weizenkeimöl, dass das natürlich reichste Vitamin E-Produkt ist,
[17:18] oft zugesetzt in hochwertigen Algenölen.
[17:21] Aber auch Sonnenblumenkerne nutze ich auch gern gemeinsam mit einem Algenöl
[17:26] mit Weizenkeimöl Zusatz, um mich mit Vitamin E zu versorgen.
[17:29] Aber nochmal, ich ersehe sehr oft in laborschemischen Messungen in der Praxis,
[17:35] dass Menschen eine Mangelversorgung an den fettlöslichen Vitaminen haben.
[17:40] Da ist es nicht selten ein Problem mit Gluten. Also es muss nicht nur die klassische Zöliakie sein.
[17:47] Und da ist es ganz interessant, unter Umständen muss man da sogar an Injektionen
[17:53] denken. Also das ist jetzt wieder quasi personalisierte Präzisionsmedizin Deluxe.
[18:00] Aber das wird zu lange ignoriert. Und wenn man dann Jahrzehnte einen Vitamin-A-Mangel
[18:05] hat oder einen Vitamin-E-Mangel hat, dann hat man auch schlechte Augen beispielsweise.
[18:11] Kommen wir nochmal zurück zur Stressbewältigung, weil wir ja über unsere Langlebigkeit sprechen.
[18:17] Die praktischen Tipps, die natürlich in einer Stresssituation auch umsetzbar
[18:20] sein müssen. Das soll uns ja nicht zusätzlich stressen.
[18:23] Aber was sagst du dann? Kleine regelmäßige Mahlzeiten, dann haben wir da die
[18:27] Blutzuckerschwankungen, die nicht ganz so krass sind.
[18:31] Vielleicht sogar zum Essen eine entspannte Atmosphäre schaffen,
[18:33] ist auch nicht verkehrt.
[18:35] Was sagst du zu so Nervennahrung wie Studentenfutter, Müsli-Riegel, sowas?
[18:40] Erstmal ist es auch wichtig, denke ich, bewusst zu essen. Bewusstes Essen und
[18:44] Kauen. Also nicht nebenbei am Laptop essen oder Smartphone.
[18:49] Wie du so schön sagst, eine entspannte Atmosphäre ist wichtig.
[18:51] Mal so ein bisschen tief durchatmen vorm Essen. Rausgehen, ja. Rausgehen.
[18:56] Früher auch zu Hause.
[18:58] Allein, wenn man mal dankbar ist fürs Essen oder manche machen ein Gebet vorm
[19:02] Essen, dass man einfach weiß, das ist hier keine Selbstverständlichkeit,
[19:05] dass ich was zu essen habe.
[19:09] Das kann auch was Sinnvolles sein, mal ein bisschen Nervennahrung wie Studentenfutter,
[19:14] und Obst würde ich aber auch mit ein bisschen Körnern kombinieren,
[19:18] aber eine ausgewogene Ernährung ersetzt allein nie die Stressbewältigung.
[19:23] Man sollte das immer auch im Zusammenspiel mit mehr Bewegung,
[19:27] guter Schlafhygiene und Entspannung kombinieren.
[19:30] Aber wenn wir gezielt die Lebensmittel auswählen und uns besser mit Nährstoffen
[19:37] versorgen, dann kann der Körper nachweislich Stress besser verarbeiten und vor
[19:41] allen Dingen Regenerieren besser.
[19:44] Wir sind leistungsfähiger und wir altern besser.
[19:47] Und klar ist, dass auch Dinge jetzt wie Rauchen, Alkohol oder andere schlimme
[19:52] Sachen generell nicht empfehlenswert sind im Stress. Das wissen wir ja auch
[19:57] eigentlich. Das ist ja allgemein bekannt. Ja, es ist immer so leicht gesagt, aber...
[20:02] Okay, dann nehme ich jetzt als Fazit aus unserer Folge mit.
[20:05] Langlebigkeit heißt nicht, dass wir Stress komplett aus unserem Leben entfernen.
[20:11] Das kriegen wir, glaube ich, gar nicht hin. Aber es heißt, ein Leben zu bauen
[20:14] oder uns ein Leben zu bauen, in dem Stress dosiert vorkommt,
[20:18] sinnvoll und gut reguliert ist. Das würdest du doch unterschreiben,
[20:21] oder? Absolut, mit Textmarker.
[20:25] Okay, dann ist das jetzt unser Longevity-Hebel und wir haben es eben schon gesagt,
[20:28] wir wissen auch, das ist leichter gesagt als getan.
[20:32] Danke, Anne. Sehr, sehr gerne. Und noch ein Tipp bei Stress.
[20:36] Ich habe ja auch unglaublich stressige Zeiten oder auch die letzten Jahre mit
[20:42] der parallelen Buchschreiberei. Also alle herzlich eingeladen.
[20:46] Bestellt das Buch, hält sie am besten heute vor.
[20:51] Es ist wirklich eine spannende Reise durch den Körper. Und wir reisen gemeinsam
[20:56] zu den geheimen Helden der Gesundheit und entdecken die Stellen des Körpers,
[21:00] wo sich Gesundheit Tag für Tag entscheidet.
[21:03] Und was mir wirklich unglaublich hilft, ist, Dinge nicht zu bewerten und mich
[21:09] nicht zu vergleichen. Denn ich habe schon oft gesagt, aber ich mache es gerne
[21:13] wieder, des Glückes Tod ist der Vergleich.
[21:17] Schöner Abschluss. Danke, Anne. Ja, sehr, sehr gerne.
[21:21] Macht was draus. Ja, wir machen einen Ausblick auf nächste Woche.
[21:24] Da kümmern wir uns nämlich um das Thema Kollagen.
[21:27] Das ist ja doch so eine Sache, die sich sehr hartnäckig in der Welt der Nahrungsergänzungsmittel
[21:32] hält. Und wir nehmen es genauer für euch unter die Lupe. Kollagen,
[21:36] was kann es? Und brauchen wir das wirklich?
[21:39] Abonniert uns gerne auf RTL Plus und wo auch immer ihr uns hört.
[21:42] Bis nächsten Mittwoch. Bis nächsten Mittwoch und besorgt euch healthy das Buch.
[21:47] Ja, machen wir. Unbedingt, ja.

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