# Mückenstiche, Mundgeruch und CBD-Tropfen bei Schlafproblemen – eure Fragen

An episode of [Dr. Anne Fleck - Gesundheit und Ernährung](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1548655626), 19 May 2026, 30 min.

Audio: https://ais.audiorella.com/podcasts/1740-dr-anne-fleck-gesundheit-und-ernahrung/244738-new-episode.mp3?v=2&awCollectionId=julephosting_6952232841964&awEpisodeId=244738

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## Transcript

[0:00] Heute geht es um Mückenstiche, Mundgeruch und Akne nach der Einnahme von B12-Vitaminen.
[0:08] Herzlich willkommen zur DocFleck-Sprechstunde. Genau, die DocFleck-Sprechstunde
[0:12] ist geöffnet. Legen wir los.
[0:15] Dr. Anne Fleck, Gesundheit und Ernährung.
[0:18] Und wir, das bin ich, Dr. Anne Fleck, genannt DocFleck, Fachärztin für Innere
[0:23] Medizin, Rheumatologie und Ärztin für Präventiv- und Ernährungsmedizin.
[0:28] Und Kirsten Frintrop, Redakteurin und Co-Host dieses Podcasts. Willkommen zurück.
[0:32] Und auch hier nochmal kurz der Hinweis, dass wir die E-Mails hier in dieser
[0:37] Sprechstunde etwas einkürzen, damit möglichst viele drankommen können.
[0:41] Anne, liegen eure E-Mails aber natürlich immer in voller Länge vor.
[0:44] Und dann würde ich sagen, bitten wir auch unsere erste Patientin herein.
[0:48] Das ist Maja aus dem Rheinland.
[0:50] Liebe Dr. Anne Fleck, Sie erwähnten mal, dass ein Cortisol-Ungleichgewicht vorliegen
[0:56] kann, wenn man immer wieder stark anschwellende Mückenstiche hat.
[0:59] Das ließ mich aufhorchen, denn ich bin seit meinen Zwanzigern allergisch.
[1:04] Es gab schon einige Urlaube, bei denen ich aufgrund der Schwellungen und Schmerzen
[1:07] zum Arzt musste und dann meist ein Antibiotikum bekam. Mit Fenistiltropfen und
[1:12] dem Hitzestick kann ich mittlerweile oft Schlimmeres verhindern.
[1:15] Trotzdem achte ich bei der Wahl des Urlaubsortes nun immer auf potenzielle Mückengebiete
[1:20] und das schränkt mich schon ein.
[1:22] Ich bin 44 und seit zwei bis drei Jahren in der Perimenopause mit Progesteroneinnahme
[1:28] und mein Cortisolspiegel lag vor einem Jahr im Normbereich.
[1:32] Könnten Sie den Zusammenhang von Cortisol und der Reaktion im Körper auf Mückenstiche
[1:37] etwas weiter erläutern?
[1:39] Vielleicht ergeben sich für mich neue Zusammenhänge und Therapien oder Nährstoffmangel,
[1:43] die ich bislang noch nicht beachtet habe.
[1:45] Erstmal vielen Dank an die liebe Maja für diese spannende Frage und den Zusammenhang.
[1:51] Eins möchte ich mal noch von hinten nach vorne aufzäumen.
[1:55] Was man wissen muss, Mückenstiche sind ja Teil einer Histaminausschüttung.
[2:02] Die Reaktion ist ja histaminbedingt. Und die Einnahme von Hormonersatztherapie
[2:08] wie Progesteron ist ein starker Histamindreiber.
[2:12] Das heißt, das muss man wissen. Ich hatte gerade gestern eine Patientin in der Praxis,
[2:18] die eine hohe Progesteroneinnahme zur Nacht verordnet bekommen hat und jetzt
[2:24] immer morgens aufgewacht ist und ihr ganzer Körper vibriert.
[2:27] Und sie konnte sich das nicht erklären.
[2:30] Und gerade nachts hat man mitunter auch mehr Histamin-Thematik.
[2:35] Das kann also unter Umständen, wenn man merkt, dass man histaminähnliche Probleme
[2:41] hat, jetzt nicht nur nach einem Mückenstich,
[2:43] zum Beispiel Migräne oder auch Reizdarmbeschwerden oder Müdigkeitsflash oder
[2:50] einen Blutdruckabfall.
[2:52] Das sollte man beobachten, weil ich glaube, das ist auch nochmal so ein Appell.
[2:57] Auch dass Hormontherapien immer sorgsam, individuell kontrolliert und abgestimmt
[3:02] sind und nicht inflationär.
[3:04] Also das nochmal so als Anmerkung, weil ich glaube, das ist ganz wichtig und
[3:08] noch viel zu wenig bedacht, auch in der Verordnungspraxis von den Hormontherapeutika.
[3:13] Jetzt nochmal, was sie beschreibt, ist ein klassisches Bild und zwar einer stark
[3:20] übersteigerten lokalen Reaktion auf diese Mückenspeichelproteine.
[3:25] Der Mückenstich selbst ist jetzt nicht eine Allergie im klassischen Sinne.
[3:30] Aber es kommt zu einer massiven Histaminfreisetzung aus den Mastzellen und dadurch
[3:35] zu einer Entzündungsreaktion.
[3:38] Das Histamin lässt die Gefäße durchlässig werden und das bedingt diese extreme
[3:43] Schwellung, die Hitze und den Schmerz.
[3:46] Und jetzt zu der Frage mit dem Cortisolzusammenhang. Cortisol ist unser wichtigstes
[3:52] Stress- und Entzündungsbremshormon.
[3:54] Und bei einem Ungleichgewicht, zum Beispiel trotz normalen Morgenwert,
[4:00] vor allen Dingen in der Perimenopause mit dem schwankenden Progesteron,
[4:04] kann diese dämpfende Wirkung des Cortisols auf das Immunsystem nachlassen.
[4:09] Und was passiert dann? Die Mastzellen reagieren dann einfach sehr überschießend
[4:14] auf einen harmlosen Reiz, wie so ein Mückenspeichel.
[4:16] Und kommt dann noch chronischer Stress dazu, schlechter Schlaf oder auch eben
[4:23] diese hormonellen Umstellen, dann kann sich dieser Effekt massiv verstärken.
[4:28] Und auch wenn jetzt ein einzelner Morgenkortisolwert bei einer Messung im Normbereich liegt.
[4:34] In dem Fall wäre ein Speicheltagesprofil aus meiner Erfahrung etwas ausflussreicher.
[4:42] Und was sind jetzt so neue Ansätze für unsere liebe Hörerin?
[4:47] Ich vermute, sie hat ein Histaminproblem.
[4:50] Das würde ich jetzt gar nicht so hochhängen, aber das sehe ich auch oft in der
[4:53] Praxis und gerade bei Frauen in der Perimenopause sehr oft.
[4:58] Sie sollte auch darauf achten, dass sie Nährstoffe, die wichtig sind für die
[5:03] Mastzellstabilisierung, auf dem Radar hat.
[5:06] Das bedeutet eine gute Vitamin-C-Versorgung, also auch hochdosierte Vitamin-C-Versorgung,
[5:11] 500 Milligramm, 1000 Milligramm, 1,5 Gramm bei höheren Dosen auch bitte ärztlich ab.
[5:19] Zum Beispiel gepuffertes Vitamin C oder veräßertes Vitamin C,
[5:25] weil die bioverfügbarer sind.
[5:26] Und auch Quercetin, eine Substanz,
[5:30] die mastzellstabilisierend wirkt und immunologisch interessant ist.
[5:34] Zum Beispiel in Dosen von 500 Milligramm bis 1,5 Gramm.
[5:40] Und wie gesagt zum Progesteron, das kann es ja auch mal für sich selbst hinterfragen.
[5:46] Und alle, die das auch betrifft, gerne auch individuell.
[5:50] Es wirkt oft stabilisierend, aber bei manchen und gar nicht so wenigen verstärktes Histaminprobleme.
[5:57] Und ich würde ihr empfehlen, vor Reisen auch prophylaktisch neben den Maßnahmen,
[6:03] die sie schon macht, das jetzt zu bedenken und auch ein Antihistaminikum der
[6:08] neueren Generation einzupacken.
[6:10] Sowas wie Citericin oder Loratadin. Und ich würde mit Quercetin starten.
[6:17] Sie kann natürlich auch, wenn sie jetzt noch das i-Tüpfelchen wissen will,
[6:22] über eine histaminarme Ernährung und Stressmodulation mit Sicherheit die Symptome noch verbessern.
[6:31] Dankeschön. Dann sagen wir, die nächste bitte. Ja, genau.
[6:35] Hörerin Isabel. Liebe Frau Dr. Fleck, Ihre Rezepte aus dem Buch Energy sind
[6:41] für mich und meine Gesundheit aktuell ein absoluter Game Changer.
[6:44] Das ist ja erstmal schön.
[6:45] Ich bin wirklich begeistert von der Sättigung trotz der relativ kleinen Menge
[6:49] und dem Zugewinn an Wachheit.
[6:51] Ich esse aber kein Fleisch und wollte wissen, ob Sie mir eine Fleischlos-Alternative
[6:56] für die Dinner-Rezepte geben könnten.
[6:59] Durch was könnte ich denn das Hähnchenbrustfilet und das Lamm ersetzen?
[7:03] Das ist eine schöne Frage, ja.
[7:05] Ja, so, so bezaubernd und ganz, ganz lieben Dank für die Wertschätzung.
[7:10] Energy war ja auch ein Buch, was mich Jahre Arbeit gekostet hat und wo ich mich
[7:15] so freue, dass es immer noch so viele Menschen bewegt und auch so vielen Menschen
[7:20] geholfen hat. Und da sind auch spannende Rezepte drin.
[7:23] Übrigens versuche ich ja in meinem Ansatz auch die Rezepte so zu formulieren,
[7:28] dass sie jeder auch nach seinen Vorlieben und Verträglichkeiten switchen kann.
[7:32] Wer sich für sowas interessiert, den lade ich auch ein, bei dogfleck.de mal
[7:36] zu schauen oder sich ein Newsletter anzumelden.
[7:39] Da gibt es wirklich so spannende, tolle Rezepte und Impulse mit diesen Switch-Möglichkeiten.
[7:46] Dass man auch nicht denkt, oh, das ist jetzt super, aber wie kriege ich denn das jetzt hin?
[7:50] Und was ich ihr jetzt empfehlen würde, weil ja die Dogfleck-Methode steht ja
[7:56] auch für kleiner Hebel, große Wirkung, einfach und mit Genuss.
[8:00] Zum Beispiel für die Alternative von Geflügel ist zum Beispiel eine tolle fleischlose
[8:07] Alternative fermentierter Tofu oder Tempeh oder Kichererbsen-Linsenpuffer.
[8:14] Seitan ist allerdings ein Weizeneiweiß, hat eine fleischähnliche Textur.
[8:20] Oder man kann auch mit Quark oder Hüttenkäse Hanfsamen, cremige Konsistenzen erreichen.
[8:28] Oder bei Lamm,
[8:30] bin ich immer ein Fan auch von Pilzen. Also Pilze, Fleisch des Waldes,
[8:35] ist so ein tolles Lebensmittel.
[8:38] Auberginen und wer es noch nicht probiert hat, auch Jackfruit.
[8:43] Ist gut gewürzt und angebraten, kriegt man inzwischen in den Drogerien,
[8:48] ist weit verbreitet, ist ein toller Fleischersatz.
[8:51] Und auch so eine Mischung aus roten Linsen und auch Nüssen und Kern.
[8:56] Also ich finde immer, ein Rezept sollte einen gewissen Pepp haben.
[9:00] Das sollte Spaß machen und deswegen, wenn man auch jetzt egal,
[9:05] ob man eine fleischfreie oder mit Fleischvariante für sich wählt, die Gewürze,
[9:12] die Kräuter und eine gute Kombination mit einem hochwertigen Fett,
[9:16] darauf ist ja in meinen Rezepten auch immer Wert gelegt.
[9:20] Deswegen gibt es auch in meinen Rezepten jetzt nicht eine klassische Variante
[9:24] mit gebratenem Rapsöl, weil man einfach weiß, wenn ein Öl Omega-3-Fettsäuren
[9:30] hat, sollte man es nie, nie, nie erhitzen.
[9:33] Auf solche Details lege ich in der Rezeptentwicklung wahnsinnig viel Wert und
[9:39] insofern hoffe ich, dass sie mit diesen Tipps noch, noch viel weiter segeln
[9:44] kann Und bitte Sie auch, dass Sie und alle, die uns zuhören,
[9:47] auch das Buch Energy und Energy in 5 Minuten gerne weiterempfehlen,
[9:51] weil es so, so viel Wissen transportiert.
[9:54] Unsere nächste Hörerin hat das Buch auch gelesen. Lydia ist dran.
[9:58] Hallo Doc Fleck, ich lebe nach der Energy-Methode und ich bin total begeistert.
[10:03] Trotzdem ist ein Vitamin-B12-Mangel bei mir aufgetreten, vielleicht auch,
[10:07] weil ich die Antibabypille nehme.
[10:09] Mein B12-Wert war nur 146. Symptome habe ich keine, außer Gereiztheit.
[10:15] Leider habe ich durch die B12-Supplemente Akne bekommen. Das betrifft wohl viele,
[10:20] die B12 nehmen. Ich musste nach 13 Tagen abbrechen.
[10:23] Wie kann ich B12 erhöhen, ohne dass die Akne ausbricht?
[10:27] Und sollte ich dreimal pro Tag eine kleine Portion Fleisch essen?
[10:31] Oder gibt es einen besseren Weg?
[10:33] Also diese Frage habe ich so geliebt und zwar das Spannende ist,
[10:38] dass ich quasi jetzt unmittelbar im privaten Umfeld folgendes gestern Abend
[10:43] bei einer lieben Freundin erlebt habe,
[10:46] die ein neues Vitamin B12 Präparat ausprobiert hat und plums hatte sie einen
[10:53] Tag später einen Pickel und sie sagt, ich habe seit 25 Jahren keinen Pickel.
[10:58] Und sie wollte meinen Rat, weil sie hat mich gesehen und es sah so lustig aus.
[11:02] Und dann habe ich gesagt, also Punkt eins, das B-Vitamin scheint ein gutes B-Vitamin zu sein.
[11:09] Da scheint das drin zu sein, was auf der Packung draufsteht.
[11:12] Das ist ja auch nicht immer garantiert, weil das sind ja Lebensmittel,
[11:15] da sind Schwankungen sogar zulässig.
[11:17] Das ist ja das Schlimme.
[11:20] Und das Klassische ist, warum man bei Vitamin B12-Substitutionen Akne bekommen
[11:27] kann, ist, wenn man einen Biotinmangel hat.
[11:30] Und der Biotin-Mangel wird viel, viel, viel zu selten angesprochen.
[11:35] Er wird viel zu sehr ignoriert.
[11:38] Dabei ist Biotin, ist übrigens ein Vitamin B7, ein ganz wichtiges B-Vitamin
[11:44] für die Funktion nicht nur von Haut und Schleimhaut, sondern auch für die Funktion der Mitochondrien.
[11:50] Ich finde es geradezu, ja.
[11:55] Untertrieben gesagt, schlimm, wenn auch Biotin auch manchmal so,
[11:59] ja, es wird so maßlos unterschätzt und jetzt wird es ganz, ganz spannend,
[12:04] weil wenn wir den Podcast gestern aufgezeichnet hätten, hätte ich nicht diese Geschichte.
[12:08] Ich habe dann gesagt, du hast einen Biotin-Mangel und habe ihr aus meinem Regal
[12:15] einfach eine hochdosierte Biotin-Präparat gegeben.
[12:18] Und heute früh ist sie aufgewacht und der Pickel war so gut wie kaum noch sichtbar.
[12:23] Also ich muss jetzt sagen, das ist jetzt Patientin 1, wo ich sowas gemacht habe.
[12:29] Ich persönlich nehme fast jeden Tag ein gutes B-Komplex-Präparat,
[12:34] wo ein bisschen Biotin ist.
[12:36] Ich nehme aber so doch auch wegen meiner Nägel, die sonst gern splittrig werden,
[12:42] auch Biotin ein paar Mal die Woche höher dosiert, auch wegen meiner Mitochontin und Nagelgesundheit.
[12:48] Ich finde das bemerkenswert.
[12:49] Also ich werde berichten und das ist aber die Ursache.
[12:53] Das heißt, wenn sie jetzt anfängt, ihren Biotinwert auszugleichen,
[13:01] sollte die Akne besser werden.
[13:03] Natürlich muss man auch gucken, ob sie noch andere Faktoren hat,
[13:06] die die Akne begünstigen können.
[13:09] Zum Beispiel eine Unverträglichkeit von Milcherweiß, aber es scheint ja nicht so zu sein.
[13:16] Und die Antibabypille ist ja leider ein Nährstoffräuber, nicht nur für die B-Vitamine.
[13:22] Und was könnte ich Ihnen noch empfehlen als Ausweg ohne Akne-Risiko?
[13:29] Ja, natürlich kann man überlegen, auch über die Ernährung mehr B-Vitamine zuzuführen,
[13:35] über tierische Produkte.
[13:37] Auch ein Ei ist ein Weg und ab und zu Fleisch, wenn sie mag.
[13:41] Aber man kann auch schauen, dass sie die Menge des Vitamin B12 im Blick hat.
[13:50] Es gibt ja verschiedene Dosierungen, also dass Sie eher niedriger dosiertes
[13:55] Präparat nehmen zu bis 250 Mikrogramm Methylcobalamin zum Beispiel pro Tag und
[14:02] nicht 1000 Mikrogramm auf einmal.
[14:05] Und ich würde immer auch empfehlen, es gibt auch aktivierte B-Vitamin-Komplexe,
[14:11] wo aktiviertes B6 drin ist, aktivierte Folsäure.
[14:15] Also das ist ja auch ein Unterschied, wo nur B6 draufsteht und Folsäure.
[14:20] Das sind eigentlich Nahrungsergänzungen, die nicht optimal im Körper dann ankommen.
[14:25] Und so würde ich mich dem Ganzen nähern. Das heißt, sie muss jetzt nicht zwingend
[14:31] Obelix werden. Ja, das ist jetzt auch nicht die allerbeste Formel.
[14:36] Sie sollte natürlich vielseitig essen und auch gerne ab und zu mal ein Stück
[14:40] Fleisch, wenn sie mag, von einem guten, glücklichen Tierchen.
[14:45] Aber besser ist wirklich der Weg, eine kontrollierte, niedrig dosierte Substitution
[14:51] und auch regelmäßig kontrollieren lassen.
[14:54] Nicht nur den B12-Wert, sondern in dem Fall den Holotranscobalamin-Wert,
[15:01] die Methylmalonsäure und das Homozystein.
[15:06] Das sind die Sachen, die ich kontrolliere, weil das B12 da nicht allein aussagekräftig
[15:12] ist und ich bin mir ziemlich sicher,
[15:15] dass Ihre Akne mit diesen Tipps und vor allen Dingen auch dem Tipp,
[15:19] Biotin zeitgleich zuzuführen, ausbleibt oder deutlich geringer wird und ich
[15:25] wäre mal gespannt, was uns Lydia dann mal schreibt. Alles Gute!
[15:30] Als nächstes ist Sandra dran, die unseren Podcast übrigens auch schon sehr oft
[15:35] weiterempfohlen hat. Vielen Dank dafür.
[15:37] Sie hat ein richtig unangenehmes Problem, denn sie leidet seit Jahren unter Mundgeruch.
[15:43] Dazu hat sie eine hohe Infektanfälligkeit, Herpes und eine Neurodermitis am Mund.
[15:48] Sie ist in den letzten Monaten sehr oft erschöpft gewesen, schnell müde und unkonzentriert.
[15:53] Die Hausärztin hat festgestellt, dass Sandras Leukozytenwerte in den letzten
[15:57] Monaten immer unterm Normwert waren. auch die Neutrophile.
[16:02] Sandra schreibt, ich vermute, dass ich ein gestörtes Darmmikrobiom habe und
[16:06] das für meine Beschwerden verantwortlich sein könnte.
[16:09] Das ist psychisch sehr belastend für mich. Ich habe nämlich viel mit Menschen
[16:13] zu tun und es ist mir wirklich sehr unangenehm, wenn ich die Reaktionen auf
[16:17] meinen Mundgeruch erlebe.
[16:18] Ich habe zahnärztlich alles ausschließen lassen.
[16:21] Ich reinige meinen Mund sogar mit Zungenreiniger, denn ich habe einen weißen Belag auf der Zunge.
[16:27] Seit ca. 8 Monaten trinke ich kein Alkohol mehr und versuche,
[16:30] Zucker zu vermeiden. Für November steht dann eine Magenspiegelung an.
[16:34] In meiner Hilflosigkeit bin ich zur Heilpraktikerin, die ein umfangreiches Blutbild gemacht hat.
[16:39] Sie vermutet das Mastzellenaktivierungssyndrom.
[16:42] Seit der Therapie mit einem pflanzlichen Mittel mit Mürre, Kaffee und Kamille
[16:47] und anschließender Darmaufbaukur ist mein Mundgeruch nur noch ganz selten.
[16:51] Zum Beispiel nach Kaffee. Die Blutwerte ergaben einen Mangel an Selen und Vitamin
[16:56] D, Eisen, Zink und Vitamin B12.
[16:59] Die Substitution habe ich bereits
[17:01] begonnen. Aber der zweite Befund wirft viel mehr Fragen bei mir auf.
[17:05] Habe ich eine Histaminerkrankung, eine Mastozytiose oder das Mastzellenaktivierungssyndrom?
[17:11] Was kann ich unternehmen? Und nochmal zum Mundgeruch.
[17:15] Kann eine Darmpilzerkrankung Mundgeruch verursachen? Kann er nach der Kur wieder
[17:20] auftreten? Ich überlege, als nächstes eine Darmsanierung anzugehen. Was halten Sie davon?
[17:26] Herzliche Grüße, Sandra. Ja, erst mal, das ist eine sehr komplexe Geschichte.
[17:32] Und trotzdem möchte ich alle einladen, jetzt da mitzudenken,
[17:37] mitzuhören, weil das einfach ein Beispiel ist, wie doch sehr,
[17:41] sehr viel zusammenhängt.
[17:43] Also erstens mal ein Mundgeruch hat mit einer klassischen Mastzellaktivierung,
[17:48] Mastocytose per se nichts zu tun.
[17:50] Die Mastelaktivierung bedeutet, dass sich Zellen des Immunsystems einfach zu
[17:57] forsch aktiv zeigen, Histamin ausstoßen, durch welche Irritation auch immer, durch Stress,
[18:05] durch ein Herpesvirus, durch ein Candida-Virus.
[18:08] Durch einen Fischbandwurm vom Sushi und so weiter.
[18:12] Ich meine, das ist ja auch keine Rarität, dass man sich gerade bei Rohkost oder
[18:17] schlecht durchgebratenen Sachen oder auch bei Salat sind auch viele bakteriell-parasitäre
[18:23] Belastungen, Toxoplasmen und so weiter möglich.
[18:26] Das wird nur immer so gerne ausgeblendet.
[18:29] Ich möchte Sandra, unserer Hörerin, erstmal Mut machen, dass sie jetzt nicht
[18:33] in die Verzweiflung geht.
[18:35] Aber was ich ganz, ganz stark vermute, ist, dass sie eine Darm-Immunachsen-Störung hat.
[18:43] Natürlich können da auch, weil Darm- und Immunsystem ja quasi eine Mannschaft bilden,
[18:49] können da auch die Mastzellen mit involviert sein und deswegen wäre das auch
[18:54] eine ideale Begründung für ihre Nährstoffdefizite.
[18:59] Dann hat sie ja geschrieben, sie hat niedrige Neutrophile und niedrige Leukozyten.
[19:04] Was bedeutet das? Das sind...
[19:06] Weiße Blutkörperchen plus ihr Symptom Infektlabilität deutet darauf hin,
[19:13] dass sie eine vermutlich geschwächte Immunität hat.
[19:17] Und das haben wir sehr oft bei chronischen Entzündungen zum Beispiel im Darm
[19:22] oder wie bei ihr ja auch bei einer vermutet hohen Viruslast.
[19:26] Zum Beispiel manche Menschen haben hohen Epstein-Bart-Titer.
[19:31] Manche Menschen haben hohen Herbest-Titer, viele haben noch zig andere Titer hoch.
[19:38] Und auch der weiße Zungenbelag und der Mundgeruch sprechen für eine Dysbiose,
[19:44] bei der ganz oft natürlich Candida,
[19:47] Pilze, aber auch andere Pilze und Bakterien beteiligt sein können.
[19:50] Und jetzt kommt meine These zu ihrem Mundgeruch.
[19:55] Gerade diese Pilze, Bakterien, vielleicht auch Parasiten.
[19:58] Ich meine, an Erdbeeren, die schlecht gewaschen sind, wie viele Menschen haben auch Ascariasis.
[20:04] Das kann man ja im Blutserum auch mal testen. Auch solche Infektionen produzieren
[20:11] oft flüchtige Schwefelverbindungen. Und das ist dann eine Ursache für Mundgeruch.
[20:18] Da wird sie dann auch nichts in der Magenspiegelung sehen und der Zahnarzt wird sich verrückt suchen.
[20:24] Ich glaube, es ist eher ein Problem, was mit dem Immunsystem zu tun hat, im Darm zu verorten ist.
[20:31] Die Mastzellaktivierung ist quasi das Bauernopfer, aber nicht die Ursache.
[20:35] Die Ursache ist auch diese nicht konsistent gute Immunabwehr.
[20:40] Und deswegen, wenn dann Stress ist und sie so und so vielleicht auch mal viel
[20:44] Zucker isst, bricht das System nicht so oder bricht etwas mehr zusammen.
[20:50] Und dann kommt es zu den Überwucherungen.
[20:53] Was ich mir auch noch überlegt habe als begeisterter Medizindetektiv,
[20:59] ist die Besserung nach einer Einnahme von Präparaten, die den Darm stärken.
[21:04] Also zum Beispiel Mürre, Kramille, sehr stark anti-entzündlich,
[21:08] sind für mich ein klares Indiz, dass der Darm hier der Schlüssel ist,
[21:14] auch der Schlüssel, um ihr zu helfen.
[21:16] Also ich wäre geneigt, ihr zu empfehlen, natürlich die Diagnostik zu machen
[21:21] auf eine Mastzellaktivierung.
[21:23] Da nimmt man ja Blutwerte ab und Urinwerte ab.
[21:27] Also 24 Stunden Urin ist da eine gängige Analyse. Ich würde weiter an dem Darm arbeiten.
[21:33] Man kann eine gezielte kleine Stuhluntersuchung machen.
[21:38] Vor allem würde ich Pilze versuchen zu testen, Entzündungsmarker aus dem Darm
[21:42] zu testen wie Calprodiktin. und ich würde mehr in Richtung Infektionen denken.
[21:50] Darmparasiten und so weiter.
[21:52] Und da muss man wirklich wissen, ganz viele Dinge lassen sich nicht über den
[21:56] Stuhl abklären, sondern müssen im Blut getestet werden.
[21:59] Es gibt ja auch ganz häufige Erreger wie Plastocystis hominis,
[22:03] haben sehr, sehr viele Menschen im Darm.
[22:06] Ist meistens auch jetzt nicht das große weltbewegende Thema,
[22:10] muss man nicht immer therapieren.
[22:13] Aber das ist natürlich eine Bremse für Gesundheit.
[22:16] Und wenn sie lebenslang sehr viel Rohkost gegessen hat oder auch sehr viel Sushi
[22:20] und so weiter, das ist halt auch immer...
[22:24] Möglich eine parasitäre Quelle. Und dann würde ich natürlich schauen,
[22:29] dass sie die gewissen Nährstoffmängel konsequent substituiert.
[22:33] Und natürlich auch schaut, ob das geht. Weil wenn der Darm noch der Schwachpunkt
[22:37] ist, hat man es manchmal ein bisschen schwerer mit der Substitution.
[22:40] Und dann würde ich die Darmsanierung, wie ich sie ja sehr, sehr detailliert
[22:44] im Energy-Buch beschreibe, wirklich auf den Weg bringen.
[22:48] Schauen, dass ich meine Entgiftung fördere, den Leberaufbau stärke,
[22:53] weil je besser die Leber, umso besser der Darm.
[22:55] Wie repariere ich die Darmschleimhautbarriere?
[22:58] Ich denke, dann wird es ihr nach und nach besser gehen können.
[23:01] Und ich würde auch die Zungenreinigung zum Beispiel mit so einem Kupferreiniger
[23:05] weitermachen, weil das auch noch besser wirkt.
[23:09] Öl ziehen kann sie überlegen, aber nicht jetzt den Mund mit hier aggressiven
[23:14] Mundspülungen begurgeln.
[23:17] Und was ich auch noch als Tipp hätte, morgens nicht in den Tag starten,
[23:22] schon mit einem Schluck Wasser das runter trinken, weil nachts bilden sich ja
[23:26] viele Bakterien im Mund, sondern lauwarmes Wasser, einen Teelöffel,
[23:32] Kochsalz auflösen und dann mal so 10, 15 Sekunden den Rachen ausgurgeln,
[23:37] damit, wenn sie ihren ersten Schluck Wasser trinkt oder ihr erstes Kaffeegetränk
[23:41] trinkt, nicht den ganzen bakteriellen.
[23:45] Schmodder wieder in den Magen-Darm-Trakt spült, sondern dass da oben auch eine
[23:50] gewisse Reinigung erfolgt.
[23:52] Auch hilfreich kann es sein, sowas wie Oregano-Kapseln und Schwarzkümmelöl,
[23:57] Wermut-Tee, alles Dinge, die, ich sag mal, Darminfekte nicht so gerne mögen.
[24:04] Und Pilze wird man am besten los durch eine ganz streng zuckerfreie und vor
[24:09] allen Dingen auch süßstofffreie Ernährung mit viel Gemüse, Fisch,
[24:14] möglichst keine Brot, Getreidesachen, weil das lieben die auch.
[24:19] Also wenn dann sehr viel Vollkornbrot gegessen wird, wird man in den Hefepilz
[24:24] jetzt nicht unbedingt los.
[24:26] Ja, wahnsinnig. Viele Tipps, aber es ist auch ein wahnsinnig kompliziertes Thema.
[24:30] Und wir hoffen sehr, dass, Sandra, dass du das bald in den Griff bekommst.
[24:35] Das ist ja wirklich sehr unangenehm.
[24:38] Ja, kann mir das sehr gut vorstellen, aber ich glaube, da wird ein Schut draus.
[24:42] Viele wertvolle Tipps von dir, Anne. Danke.
[24:44] Gerne. Deine letzte Patientin für heute ist Marion.
[24:48] Ich würde gerne wissen, was Sie zu CBD-Tropfen sagen.
[24:52] Ich würde sie gerne mitten in der Nacht anwenden, da ich leider oft aufwache,
[24:56] nicht mehr einschlafen kann und morgens entsprechend müde bin.
[24:59] Würden diese Tropfen zum Wiedereinschlafen helfen? Manche sagen,
[25:03] sie machen Leberschäden.
[25:05] Kann ich sie bedenkenlos nehmen oder bin ich dann morgens richtig gaga?
[25:09] Falls ja, in welcher Dosierung und auch über einen längeren Zeitraum?
[25:13] Also erstens mal vielen Dank für die schöne Frage. Ich würde natürlich auch
[25:17] immer hinterfragen, warum wacht Marion nachts mehrmals auf?
[25:22] Muss sie zum Beispiel zur Toilette gehen?
[25:25] Gibt es irgendeine ursächliche Geschichte, die man noch nicht bedacht hat?
[25:30] Auch eine Geschichte, die man bedenken muss, sind beim nächtlichen Aufwachen
[25:35] unerkannte Blutzucker-Dysbalancen?
[25:38] Das kann einen auch aufwachen lassen, also ein gefährlicher Blutzuckerunterzuckerung.
[25:43] Das würde ich ja einfach mal noch zurufen, bevor man sagt, juhu,
[25:47] ich besorge mir jetzt was und schmeiß was ein oder so.
[25:51] Was auch ein Klassiker ist bei häufigen Aufwachen, ist die Perimenopause oder
[25:56] wenn man eine stressige Lebensphase hat.
[25:58] Und hier kann CBD in der Tat ein sanfter Helfer sein.
[26:04] Also CBD steht ja für Cannabidiol und das macht im Gegensatz zu THC,
[26:10] dem Tetrahydrocannabinol, eben nicht high.
[26:14] Das ist deswegen auch frei verkäuflich
[26:17] und es hat in seiner Hauptwirkung entspannende, entzündungshemmende,
[26:22] angstlösende und schlaffördernde Wirkung, während das THC ja wirklich berauschend
[26:27] ist und schmerzlindernd und appetitanregend.
[26:30] Also hier könnte man schon da sagen, dass eine CBD-Einnahme sanfter wirkt und
[26:41] ideal für eine alltägliche Unterstützung ist.
[26:43] Vor allen Dingen bei dem nächtlichen Aufwachen, wie es unsere Hörerin beschrieben hat.
[26:47] Und ich würde ihr das aber in dieser sanften Variante empfehlen.
[26:56] Also THC ist ja deutlich stärker und wird in Deutschland ausschließlich als
[27:00] medizinisches Cannabis auf Rezept verordnet und typische Indikationen sind da
[27:05] chronische Schmerzen oder Spastik bei Multiple Sklerose.
[27:09] Übelkeit bei Chemotherapie.
[27:12] Ich muss aber auch sagen, ich hatte mal eine junge Patientin,
[27:15] als ich noch als Ärztin damals in Berlin in einem Lehrkrankenhaus der Charité
[27:21] gearbeitet hatte und das war eine junge,
[27:24] ich glaube 17, 16 jährige junge Frau, Mädchen.
[27:30] Die regelmäßig gekifft hat und,
[27:34] die hatte wirklich eine durch THC ausgelöste Vaskulitis bekommen.
[27:40] Also eine Entzündung von Gefäßen.
[27:43] Aber das ist natürlich jetzt, und ich will einfach nur mal warnen,
[27:47] von diesem unreflektierten Rauschmittelgebrauch.
[27:51] Sie hat das ganz, ganz regelmäßig gemacht. Und da haben wir sogar auch das damals publiziert.
[27:59] Und das ist aber immer klar abzugrenzen zu diesem harmloseren und doch besser verträglichen CBD.
[28:10] Also deswegen bin ich auch immer dafür, dass man weiß, was man tut.
[28:17] Und gegen jetzt ein sanftes Cannabinoid, wie man das CBD nennt, spricht da nichts.
[28:23] Und sie ist da auch nicht in Gefahr, Nebenwirkungen als Risiko zu sehen.
[28:29] Die sind wirklich sehr, sehr, sehr gering. Und auch das Abhängigkeitspotenzial
[28:33] im Gegensatz zu THC ist sehr gering.
[28:37] Und ja, sie kann es ja probieren. Ich wäre auch dafür, dass man auch noch über
[28:41] Magnesium nachdenkt und natürlich auf die Ursache guckt.
[28:46] Gut, vielen Dank, Anne. Sehr gerne. In der nächsten Folge haben wir Frauengesundheit
[28:52] mit dem Fokus auf die Verhütung im Programm.
[28:55] Und das ist auch was für unsere männlichen Zuhörer versprochen.
[28:59] Bewertet uns gerne da, wo ihr uns hört, zum Beispiel auf RTL Plus.
[29:03] Und eure Fragen schickt ihr uns an podcast.docfleck.com. Bis nächsten Mittwoch. Bis nächsten Mittwoch.
[29:09] Empfiehlt uns weiter und macht was draus.

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