# Tech-Verkaufswelle bleibt. Erzeugerpreise sehr heiß.

An episode of [Wall Street mit Markus Koch - featured by Handelsblatt](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1522455553), 15 Oct 2026, 23 min.

Audio: https://ais.audiorella.com/podcasts/1807-wall-street-mit-markus-koch-featured-by-handelsblatt/256656-tech-verkaufswelle-bleibt.mp3?v=2&awCollectionId=julephosting_69ab0c43c2565&awEpisodeId=256656

Erhaltet einen exklusiven 15 % Rabatt auf Saily Datenpakete! Nutzt den Code WALLSTREET beim Checkout vor eurer Reise. Downloadet jetzt die Saily App oder geht zu https://saily.com/wallstreet Die Inflationssorgen verschärfen sich. Die US-Erzeugerpreise stiegen im September um 1,3 Prozent gegenüber dem Vormonat und 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, deutlich stärker als die erwarteten 0,6 beziehungsweise 5,5 Prozent. Ein großer Teil des Anstiegs kommt von den höheren Energiepreisen. Gleichzeitig setzt sich der Abverkauf bei KI- und Halbleiterwerten fort. Nasdaq-Futures verlieren rund 1,3 Prozent, obwohl die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen deutlich auf etwa 5,08 Prozent fällt. Im Zentrum stehen zunehmend Finanzierungsrisiken. Die Kreditrisikoprämien von CoreWeave, Oracle und SoftBank sind kräftig gestiegen, während Anthropic zwar ein Umsatzplus von rund 45 Prozent gegenüber dem Vorquartal auf 16,8 Milliarden US-Dollar meldet, das Wachstumstempo aber nachlässt. Taiwan Semiconductor Manufacturing liefert dagegen starke Zahlen und einen über den Erwartungen liegenden Ausblick, kann die Stimmung aber bislang nicht drehen. Die entscheidende Frage ist nicht mehr, ob die KI-Nachfrage stark ist, sondern ob der Kapitalmarkt bereit bleibt, den gewaltigen Ausbau weiter zu finanzieren. Ein Podcast - featured by Handelsblatt. ► Transparenz, faire Preisbildung und direkter Börsenhandel: tradegate.direct steht für Börsenhandel über die regulierte Exchange – hinter dem Angebot steht eine Vollbank mit langjähriger Erfahrung. Mehr unter https://bit.ly/WallStreetTradegatedirectOktober ► Jetzt beim Börsenspiel Trader mitmachen und Range Rover Evoque gewinnen: https://sg-zerti.de/wall-street-podcast ► Meine Trades. Direkter Austausch. 👉 https://markuskoch.de/link/podcast/shownotes * +++ Alle Rabattcodes und Infos zu unseren Werbepartnern findet ihr hier: https://linktr.ee/wallstreet_podcast +++ Impressum: https://www.markuskoch.de/impressum *Werbung

## Transcript

[0:05] Heute ist Donnerstag, der 15. Oktober. Herzlich willkommen zur Opening Bell,
[0:09] featuret bei Handelsblatt. Ja, der Dow Jones über 270 Punkte im Plus,
[0:14] der Nasdaq über 360 Punkte im Minus, kurz nach dem Opening der Wall Street.
[0:20] Wir halten uns eigentlich bei Standardwerten erstaunlich gut,
[0:24] wenn man bedenkt, dass die Erzeugerpreise
[0:26] im September auf breiter Front extrem heiß ausgefallen sind.
[0:30] Interessanterweise sinken die Renditen der langlaufenden Staatsanleihen.
[0:34] Trotzdem heute Morgen bei 5,06%. BlackRock hatte erst vor wenigen Tagen Staatsanleihen
[0:41] in den USA das erste Mal in fast sechs Jahren auf Übergewichten aufgestuft.
[0:47] Ansonsten sehen wir anhaltend Gegenwind beim AI-Trade. Bei Taiwan Semiconductor
[0:52] bemängelt man teils die Margen.
[0:54] Und bei Anthropic tolle Wachstumszahlen im dritten Quartal, 45% plus auf der Umsatzseite.
[1:01] Aber die Umsatzdynamik lässt nach. Außerdem haben wir weiterhin Bedenken,
[1:06] was das Finanzierungspotenzial im AI-Sektor betrifft, mit den Aktien von Coreweave
[1:11] und Nebius erneut unter Druck.
[1:16] So, Geis, ihr habt wahrscheinlich schon gedacht, der Koch, der kommt nicht mehr,
[1:19] der Koch, der schafft das nicht mehr. Aber ich bin in Frankfurt gelandet,
[1:23] bin runtergedüst nach München.
[1:26] Schau mir hier schon die ersten Büros an, jawohl. Und zwischen Büro anschauen
[1:31] für das neue Studio in München, dann auch gleich live.
[1:35] Und zwar an einem Tag, an dem sich wirklich die Nachrichten überschlagen.
[1:41] Gefühlt eigentlich erstaunlich in Anbetracht all der sehr starken unterschiedlichen
[1:48] Strömungen, wie stabil der Markt ist. Der Dow Jones ist 200 Punkte auf der Gewinnerseite.
[1:54] Die Renditen der 10-jährigen Staatsanleihen
[1:57] sinken seit Bekanntgabe der Verbraucherpreise wie ein Stein.
[2:01] Wir waren in der Spitze ja unmittelbar nach den Verbraucherpreisen bei 5,32%.
[2:07] Heute zum Opening der Wall Street nur noch 5,06% im zehnjährigen Bereich.
[2:16] Und das, obwohl die Erzeugerpreise für den September ausgesprochen heiß ausfallen.
[2:22] Wir hatten mit den größten Anstieg seit dem Jahr 2022.
[2:27] Die Gesamtrate lag bei 1,3%. Die Schätzungen 0,6%.
[2:34] Also die Gesamtrate ist mehr als doppelt so hoch ausgefallen wie erwartet.
[2:39] Im Vorjahresvergleich 6,3%, geschätzt wurden 5,4%.
[2:44] Die Kernrate, exklusive Nahrungsmittel, Energie auch wesentlich stärker als
[2:49] die Wall Street erwartet hatte.
[2:51] Man müsste ja meinen, dass eigentlich die Renditen der Staatsanleihen nach oben
[2:55] feuern müssten, aber die Renditen kühlen ab.
[2:58] Interessanterweise hat BlackRock gerade diese Woche das erste Mal seit sechs
[3:04] Jahren US-Staatsanleihen aufgestuft.
[3:09] Man betont, dass vor allen Dingen kurzlaufende US-Staatsanleihen attraktiv seien.
[3:16] Selbst wenn man längerlaufende Staatsanleihen nimmt.
[3:24] Wenn wir einen Renditeanstieg um rund 75 Basispunkte sehen würden,
[3:30] in den nächsten zwölf Monaten wären laut BlackRock damit trotzdem keine negative
[3:35] Gesamtrendite zu erwarten.
[3:38] Während also Bonds aufgestuft werden bei BlackRock, werden Aktien das erste
[3:44] Mal seit fast zwei Jahren auf nur noch neutral abgestuft.
[3:48] Man betont zu viele Unsicherheitsfaktoren, kurzfristig erwähnt in dem Zusammenhang
[3:53] unter anderem auch die Zwischenwahlen, die jetzt ja am 3.4.
[3:57] November stattfinden werden. Wir haben die Berichtssaison am Laufen,
[4:02] auch hier immer noch sehr viel Unsicherheit, vor allen Dingen was den AI-Trade betrifft.
[4:07] Aber bevor ich jetzt ans Eingemachte gehe, Erzeugerpreise heißer als erwartet.
[4:13] Wir haben zwei große Highlights im Tech-Sektor, die Anthropic-Zahlen,
[4:17] die gestern Abend erstmals gemeldet wurden, in Teilen gemeldet wurden.
[4:22] Und wir haben die Zahlen von Taiwan Semiconductor über Nacht,
[4:26] war der Kospi in Südkorea etwa 7% auf der Verliererseite.
[4:32] Bei Anthropic, ich gehe gleich nochmal ins Detail, geht es vor allen Dingen darum, dass wir,
[4:38] und darüber haben wir ja in den letzten Wochen schon öfter gesprochen,
[4:41] Wir sehen zwar hohes Wachstum, 45%
[4:45] Umsatzwachstum im Vergleich zum letzten Quartal, aber die Umsatzdynamik,
[4:50] hat in den letzten beiden vorhergehenden Quartalen insgesamt nachgelassen.
[4:56] Bei Taiwan Semiconductor, wenn man sich die Zahlen anschaut und vor allen Dingen
[5:00] auch die Aussichten, das Umsatzwachstum war ja schon bekannt.
[5:03] Dann sind die Zahlen überzeugend.
[5:05] Aber auch hier findet man das H in der Suppe.
[5:09] Die Margen seien im Bestfall okay ausgefallen und bei den Aussichten enttäuschen die Margen.
[5:17] Wobei der Begriff Enttäuschung für meinen Geschmack hier wirklich sehr überzogen
[5:22] ist. Wir reden von minimalen Verfehlungen von, was weiß ich,
[5:26] ein halbes Prozent, so Pi mal Daumen.
[5:28] Und trotzdem sehen wir bei dem AI-Trade weiter Abgabedruck. Wir hatten sehr
[5:34] viele Zahlen auch wieder aus dem Bankensektor, unter anderem die US Bank Corp,
[5:40] PNC Financial, die Bank of New York.
[5:43] Und wir sehen bei US Bank und bei PNC das gleiche Strickmuster wie bei der Bank
[5:49] of America und auch wie bei JPMorgan Chase und Wells Fargo.
[5:55] Wells Fargo hat die Umsatzziele um 400 Millionen verfehlt, JP Morgan hat die
[5:58] Umsatzziele um 400 Millionen verfehlt und bei der Bank of America.
[6:05] Dass der Ertrag pro Aktie über den Erwartungen lag, das liegt vor allen Dingen
[6:08] daran, dass wir weniger Rückstellungen hatten für potenzielle Kreditausfälle,
[6:13] abgesehen davon die 1,2 Milliarden Dollar Schadenszahlung,
[6:18] weil man gegen Geldwäschegesetze verstoßen hat. Aber das ist ein einmaliger Faktor.
[6:22] Aus Sicht der Wall Street ist vor allen Dingen ein Trend faszinierend.
[6:25] Viele der Banken, auch die US Bank Corp., auch PNC Financial,
[6:30] verfehlen die Umsatzziele,
[6:33] und schlagen die Ertragsziele teils deshalb, weil insgesamt weniger Rückstellungen
[6:38] stattgefunden haben für Kreditschieflagen.
[6:41] Die Banken tendieren heute trotzdem uneinheitlich. Wir sehen nicht mehr die
[6:46] große Abgabe, die wir unter anderem bei der Bank of America, J.P.
[6:49] Morgan und selbst bei einer Citigroup zu Beginn der Berichtssaison gesehen haben.
[6:54] Heute im Tagesverlauf oder vielmehr spät am Abend New Yorker Zeit wird sich
[7:00] Kevin Walsh zu Wort melden und das wird natürlich jetzt umso wichtiger sein.
[7:05] Kevin Walsh ist Teil einer Diskussionsrunde des Internationalen Währungsfonds in Thailand.
[7:12] Deshalb werden die Kommentare von ihm erst sehr, sehr spät kommen.
[7:17] Das wird nicht mehr während der Handelsstunden stattfinden, wird aber eben wichtig
[7:21] sein, weil die amerikanische Notenbank jetzt auch in die Schweigeperiode reingeht.
[7:25] In anderen Worten, bis zur nächsten Notenbankentscheidung am 28.
[7:30] Oktober werden sich demnach auch nicht mehr Notenbanker zu Wort melden.
[7:35] Quiet Period beginnt und damit letzten Möglichkeiten, die aktuelle Entwicklung
[7:41] an der Inflationsfront, darauf zu reagieren.
[7:45] Insgesamt halte ich persönlich eine Zinsanhebung am 28. Oktober für weiterhin
[7:53] eher unwahrscheinlich, weil wir am 3.4. November die Midterm Elections haben.
[7:58] Sechs Tage vorher eine Zinsanhebung eher unwahrscheinlich.
[8:03] Die Frage wird sein, wenn wir im Dezember noch eine Zinsanhebung bekommen,
[8:08] werden es 25 Basispunkte sein oder muss die amerikanische Notenbank 50 Basispunkte machen?
[8:15] Wenn wir uns die heutigen Wirtschaftsdaten mal anschauen, hat die amerikanische
[8:19] Notenbank wirklich ein Dilemma.
[8:22] Man bekämpft Inflation, der Rentenmarkt bekämpft ja Inflation auch,
[8:27] selbst wenn die Notenbank die Zinsen nicht anhebt,
[8:30] haben wir letztendlich gesehen ein strafferes Finanzumfeld und das droht die
[8:37] Konjunktur mit abzuwürgen.
[8:39] Nehmt euch mal die Einzelhandelsumsätze, die heute Morgen auch gemeldet wurden.
[8:43] Die Einzelhandelsumsätze, wenn man mal die Kernumsätze anschaut,
[8:47] dann sehen wir, dass der Konsum insgesamt auch leicht an Dynamik verliert.
[8:52] Also sehr schwierige Lage für Kevin Warsh.
[8:56] Ihr wisst, in meinem eigenen Portfolio, das ist ja bei MarkusKoch.de auch dargestellt,
[9:00] habe ich seit Wochen eine sehr, sehr hohe Gewichtung in US-Staatsanleihen.
[9:05] Einmal, weil ich das als eine Art Absicherung sehe in einem insgesamt schwächeren Aktienmarkt.
[9:12] Ich weiß, der S&P ist fast auf Rekordniveau, aber unterm Strich gesehen sind
[9:16] über die Hälfte der Aktien im Russell 3000 in einem Bärenmarkt,
[9:20] also im Durchschnitt betrachtet,
[9:23] ist das Risiko von Verlusten auf der Aktienseite größer gewesen,
[9:27] selbst dann, wenn man Verluste erlitten hat auf der Bond-Seite.
[9:31] Jetzt laufen die Renditen der Staatsanleihen zurück.
[9:34] 5,06 Prozent. Das TLT läuft jetzt hoch. Das UBT ist quasi das gehebelte TLT.
[9:42] Entschuldigung, ich bin hier nicht alleine im Büro. Es ist kein Lachanfall,
[9:48] es ist ein Hustenanfall. Das ist die gute Nachricht.
[9:51] Schlechtes Timing, aber so ist es.
[9:57] Aber wenn man on Tour ist, ob dann im Hintergrund das Geschirr klappert oder
[10:03] jemand Samba tanzt, das gehört dann mit dazu.
[10:06] Hauptsache ich bin hier quasi auf Sendung. So, also der Bond-Trade fängt an aufzugehen.
[10:15] Das federt jetzt im Prinzip mein Portfolio auch ganz gut ab.
[10:18] BlackRock sagt kaufen. Schaut euch mal den Fondsmanager-Survey der Bank of America
[10:23] an, der Oktober-Survey.
[10:25] Was sehen wir da drin? Es wurde die Frage gestellt, ab welchem Renditeniveau.
[10:32] Anleger von Aktien in Anleihen verschieben. Über 30 Prozent sagen ab 6 Prozent,
[10:39] aber ein auch schon sehr hoher Prozentsatz betont, dass das jetzt schon anfängt.
[10:46] Lass uns die Bond-Seite abhaken. Ich will ganz kurz auf die Zahlen von Anthropic
[10:50] nochmal im Detail eingehen.
[10:53] Wir haben also 45% Umsatzwachstum im dritten Quartal im Vergleich zum vorhergehenden
[10:59] Quartal auf 16,8 Milliarden Dollar.
[11:02] Klingt gut, spektakulär wäre das für die meisten Unternehmen,
[11:07] aber man muss bedenken, dass wir in den beiden vorhergehenden Quartalen wesentlich
[11:12] stärkeres Umsatzwachstum gesehen haben.
[11:15] Abgesehen davon wird die Transparenz der Daten auch bemängelt.
[11:19] Laut Bloomberg erzielt Anthropic inzwischen also positiven freien Cashflow und,
[11:27] mit Bruttomargen von 85 Prozent und einer operativen Marge von 11 Prozent.
[11:32] Das klingt natürlich auf den ersten Blick ausgesprochen gut,
[11:36] aber die Frage ist, welche Kosten sind denn bei der Berechnung jetzt ausgeklammert worden?
[11:41] Was ist Brutto? Was ist Netto? Wie wurden die wiederkehrenden Umsätze berechnet?
[11:46] Also immer noch sehr, sehr viele Fragezeichen. Einer der entscheidenden Faktoren
[11:51] ist und bleibt die Frage, ob Anthropic tatsächlich im November an die Börse gehen wird und ob dieses
[11:58] Traumziel von 2 Billionen Dollar Marktwert wirklich erreicht werden kann.
[12:04] Schaut man sich an, wie stark die Halbleiteraktien in den letzten sieben Tagen
[12:08] unter Druck geraten sind.
[12:12] Und wie viele Börsengänge mittlerweile verschoben wurden, dass die Aktien von
[12:15] Coreweave und Nebius erneut in Flammen aufgehen, insbesondere die Anleihen und
[12:21] die Kreditausfallversicherung, übrigens auch bei Oracle weiter anziehen.
[12:25] Das alles zusammenfassend ist ein Signal mehr, dass es schwieriger geworden
[12:31] ist, für AI-anlehnende Unternehmen nicht nur Börsengänge umzusetzen,
[12:36] sondern vor allen Dingen auch Finanzierungen aufzutreiben.
[12:40] Und das ist eigentlich für mich das eigentliche Signal einer Core-Weave,
[12:45] einer schwachen Core-Weave und den Turbulenzen an den Anleihemärkten,
[12:49] denn das ist im Big Picture betrachtet in erster Linie ein Indiz dafür.
[12:55] Dass Investoren Finanzierungen, die auf AI basieren, dass man skeptischer geworden ist.
[13:02] Wenn wir weniger Börsengänge bekommen im AI-Sektor und parallel dazu die Finanzierungsmöglichkeiten
[13:09] auch schwieriger werden, wächst die Gefahr, dass die Investitionen in Datacenter
[13:15] insgesamt auch abkühlen werden.
[13:18] Sofern also zu Anthropic. In dem Fall müssten übrigens die Aktien von Amazon,
[13:24] von Google, von Meta, von Microsoft eher profitieren, weil die auch andere Einnahmequellen haben.
[13:31] Microsoft wird heute auch wieder zum Kauf empfohlen, unter anderem bei der Citigroup
[13:37] mit einem Kursziel von 636 Dollar.
[13:41] Man betont, dass Microsoft unter den AI-Vendoren immer noch am besten positioniert sei.
[13:48] Die UBS hebt das Kursziel von Microsoft heute auch an auf 675 Dollar mit einer,
[13:55] Kaufempfehlung. Also bei Microsoft bleibt der Rückenwind da.
[14:00] So, jetzt kommen wir von Anthropic nochmal zu den Zahlen von Taiwan Semiconductor.
[14:06] Wenn man sich diese Zahlen, auch die Margen anschaut, davon können viele eigentlich
[14:10] nur träumen. 66,4 Prozent Bruttomarge.
[14:15] Also 66,5% wurden erwartet, um Gottes Willen 0,1% schwächer als erwartet.
[14:22] Die operativen Margen waren dafür über den Schätzungen und jetzt beim Ausblick für das vierte Quartal.
[14:27] Der Umsatz wird erneut erheblich über den Erwartungen liegen.
[14:30] 53,3 Milliarden, das sind 3,1 Milliarden Dollar mehr, als die Wall Street erwartet hatte.
[14:36] Ich habe darüber in den letzten Tagen schon öfter gesprochen.
[14:39] So viel Gegenwind und mittlerweile auch so viel Emotionalität im KAI-Trade.
[14:45] Ändert aber nichts daran. Die Micron-Zahlen waren super fest, die Aussichten auch.
[14:51] Bei Marvell bis 2031 sehr starke Aussichten.
[14:55] Bei Taiwan Semiconductor wieder angehobene Umsatzerwartungen.
[15:00] Bei ESML waren die Zahlen auch gut, aber diese Aktien stehen trotzdem unter Abgabedruck.
[15:07] Hat einen sehr starken psychologischen Grund sicherlich und auch die hohe Konzentration
[15:12] von Anlagekapital im KI-Trade selber, der den S&P in den letzten Wochen hochgehalten hat.
[15:19] So, jetzt nochmal ganz kurz zu den Banken. Wir haben die US-Bank Corp unverändert
[15:25] heute Morgen, PNC Financial und Schwab leicht im Minus.
[15:29] Die Bank of America mit ein bisschen Rückenwind nach dem starken Abverkauf in
[15:33] den letzten Handelstagen.
[15:35] Im Prinzip ist alles gesagt, eine Stabilisierung im Bankensektor ist natürlich
[15:39] sehr wichtig für den breiten Markt.
[15:41] Und wenn wir jetzt nochmal einen Schritt zurückgehen, wir sehen immer noch,
[15:46] wenn man sich alle Banken anschaut, Aussagen, die auf eine gute Bonität der
[15:52] Kunden deuten, die auf keine wachsenden Kreditausfälle deuten.
[15:56] Wie gesagt, die Kreditrückstellungen sind überwiegend niedriger ausgefallen als erwartet.
[16:01] Kernproblematik bei den Banken ist die Frage, ob wir die Banken nicht mehr so gut sind.
[16:04] Kann es auf diesem Gipfel der Herrlichkeiten, ein Boom im Investmentbanking, IPOs ohne Ende,
[16:13] Wertpapierhandelsvolumen bis zum Abwinken, wie viel besser kann es eigentlich noch werden?
[16:20] Also diese Frage, haben wir Peakwachstum erreicht, ist einer der Faktoren,
[16:25] die sicherlich die Banken mit runterziehen und belasten.
[16:29] Ganz kurz noch ein paar Sondersituationen. Der Vorstand von CoreWeave meldet
[16:33] sich zu Wort und zwar heißt es bei Reuters, dass er intern seinen Mitarbeitern
[16:41] ein Memorandum geschickt hat.
[16:43] Er bezeichnet das Marktverhalten sehr irrational und betont,
[16:47] dass der Auftragsbestand, der Backlog, ausgesprochen hoch sei.
[16:50] Am Rande bemerkt, wir reden hier von einem Unternehmen, das gestern einen Marktwert
[16:54] hatte von 36 Milliarden Dollar mit etwas mehr als 5 Milliarden Dollar Bar-Liquidität
[17:00] und 55 Milliarden Dollar Schulden.
[17:03] Also das ist schon mit einer heißen Nadel gestrickt.
[17:07] Das Letzte, was die brauchen, ist letztendlich eine Abkühlung in diesem Segment.
[17:12] So, ich will ganz kurz noch Mattel ansprechen, der Spielzeugkonzern.
[17:18] Ich habe in New York in den letzten ein, zwei Wochen gelegentlich schon darüber
[17:21] berichtet, dass eine potenzielle Übernahme von Mattel in den Sternen stehen könnte.
[17:27] Es gab immer wieder auch Medienberichte, unter anderem im Wall Street Journal,
[17:30] dass ich hier ein Deal anbahnen könnte. Und jetzt gibt es eine interessante Vertragsänderung.
[17:37] Und zwar der CEO Roger Lynch bekommt jetzt auch Incentives, wenn das Unternehmen
[17:47] verkauft werden sollte.
[17:50] Und zwar werden jetzt quasi die, wie sagt man, die Aktienincentives,
[17:56] die Bonuszahlung, die aktienbasierende Honorierung, ihr wisst,
[18:00] was ich meine, basiert jetzt ab dem 30.
[18:05] September auf dem Shareholder Return, also was die Aktie denn so macht.
[18:10] Alle Nachteile im Fall eines Verkaufs des Unternehmens sind per Vertragsänderungen
[18:16] jetzt ausgeräumt und das,
[18:18] füttert natürlich in diesen Gedanken rein, dass an den Medienberichten,
[18:23] hier könnte es eine Übernahme geben, durchaus etwas sein sollte.
[18:27] Zumindest gibt es jetzt für den amtierenden CEO keinen Grund mehr,
[18:30] einem solchen Deal persönlich im Weg zu stehen.
[18:34] Das Wall Street Journal hatte betont, dass Authentic bereit sei,
[18:39] über 20 Dollar zu zahlen pro Aktie für Mattel.
[18:44] Damit werden wahrscheinlich einige Aktionäre nicht gerade zufrieden sein.
[18:50] Aber wir haben jetzt auch die ersten Medienberichte, die von einer Spanne von
[18:55] 20 bis 25 Dollar pro Aktie reden.
[18:59] So, schauen wir ganz kurz zum Schluss nochmal auf die Analystenkommentare.
[19:04] Einige hatte ich schon angesprochen.
[19:06] Nehmen wir nochmal ESML hier als Beispiel im Tech-Sektor.
[19:10] Die Bank of America senkt das Kursziel, ich muss sagen, wirklich minimal.
[19:14] Wir kommen von 2.915 auf 2.858.
[19:20] Da fragt man sich auch, wie kommt er jetzt darauf?
[19:22] Auf 58, warum nicht?
[19:25] Aber lassen wir es. Auf jeden Fall bleibt er bei der Kaufempfehlung und sagt...
[19:29] Dass insgesamt das Bewertungsniveau in dem Sektor runterläuft und daher ist
[19:34] das Kursziel minimal gesenkt worden. Bei der Bank of America,
[19:38] die Aktie wie gesagt, die war auch sehr stark unter Druck nach den Zahlen.
[19:41] Das Broker aus Keith Briette Kaufempfehlung senkt aber das Kursziel auf 65 Dollar
[19:46] und sagt, es wird eine gewisse Zeit dauern, bis sich die Stimmung zu dem Wert wieder aufhält.
[19:52] Bei Morgan Stanley wird das Kursziel auch rasiert, auf nur 61 Dollar bleibt
[19:57] man auch bei Übergewichten. CrowdStrike, das ist ein Titel, über den wir jetzt,
[20:02] glaube ich, fast jeden einzelnen Tag seit mindestens zwei, drei Wochen sprechen.
[20:06] Die Citigroup hebt das Kursziel an auf 295 Dollar, bleibt bei der Kaufempfehlung.
[20:11] Bei Fortinet Wells Fargo hebt das Kursziel an auf 160 Dollar,
[20:16] bleibt aber ironischerweise bei einer Verkaufsempfehlung.
[20:20] Ihr wisst, das Thema Cyber Security ist in aller Munde aufgrund von AI.
[20:25] Die Citigroup hebt auch die Kursziele von Palo Alto an auf 440,
[20:29] von Okta auf 215, von Zscaler auf 260 Dollar. Die profitieren also alle.
[20:37] Kurz noch ein Wort zu Walmart und zu PayPal.
[20:41] PayPal hat heute eine ziemlich fette Abstufung.
[20:45] Und zwar, die Bank of America stuft die Aktie von Halten auf Verkaufen ab und
[20:50] betont, dass die Daten im Vorfeld der Ertragszahlen, das dritte Quartal,
[20:56] dürfte schwach ausfallen.
[21:00] Die PayPal sei eher eine Story für 2027 und Walmart wird heute aufgestuft bei
[21:07] der Deutschen Bank aufkaufen mit einem Kurs von 136 Dollar.
[21:12] Das Umfeld mit Blick auf 2027 habe sich verbessert.
[21:16] Wenn man sich die Top-Liste von Morgan Stanley mal anschaut,
[21:19] ist da übrigens auch Target und Walmart mit beinhaltet. Ja, es sind bewegte
[21:24] Tage, muss man sagen, wilde Tage und mit den Midterbs, die immer näher rücken,
[21:28] wird das sicherlich auch erst mal so bleiben.
[21:31] Einige von euch werde ich wahrscheinlich sehen jetzt am Wochenende,
[21:35] am Samstag, Sonntag bin ich bei den Bader Trading Days in München. Freue mich auf euch.
[21:39] Heute Abend keine Closing Bell, wie gesagt, morgen wieder ganz normal die Opening
[21:43] Bell. Ich wünsche euch einen guten Handelstag. Bis dann und ciao.
[21:47] Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch.
[21:57] Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen,
[22:01] dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen,
[22:06] und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente
[22:11] und somit keine Anlageberatung darstellen.
[22:15] Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen,
[22:19] inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen,
[22:23] ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen.
[22:28] Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen
[22:32] trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr.
[22:37] Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende,
[22:42] das ist immer noch dieser Mann hier,
[22:45] für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen
[22:49] aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben.
[22:53] Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.

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