# Heilige in und aus Österreich

An episode of [Erzähl mir von Wien](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1437140682), 16 Nov 2025, 35 min.

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Patrone, Martyrer und Selige und wo man sie in Wien findet 0:32 Willkommen zu Allerheiligen in Wien 1:16 Heilige und Selige 6:01 Der heilige Florian 13:22 Der heilige Koloman 16:52 Seligsprechungen und Frauen (weibliche Heilige 20:23 Heilige und Seelige in Wien 22:22 Die Allerseelenkapelle 28:16 Der Stephansdom und seine Geschichte

## Transcript

[0:02] Speaker1: Herzlich willkommen zu einer neuen episode von
[0:05] Speaker1: erzähl mir von wien unseren akustischen spaziergängen
[0:09] Speaker1: durch diese schöne stadt wie schon beim
[0:12] Speaker1: letzten mal sind wir heilig und selig diesmal
[0:16] Speaker1: in unserer letzten folge es war kein halloween special sondern ein allerheiligen
[0:21] Speaker1: fast special weil es ja jedes mal special wenn wir das machen haben wir über
[0:28] Speaker1: die Geschichte von Allerheiligen und Allerseelen gesprochen.
[0:33] Speaker1: Und nun, in dieser heutigen Folge geht es darum, zu schauen,
[0:39] Speaker1: wo Allerheiligen und Allerseeligen in Wien zu finden ist.
[0:43] Speaker1: Wobei man natürlich sagen muss, dass das halt in Wien schon sehr viele Söhne sahen.
[0:50] Speaker0: Meinersöh.
[0:51] Speaker1: Meinersöh. O du meinersöh. Genau, in diesem Sinne möchte ich nochmal ganz kurz
[0:56] Speaker1: alle Menschen grüßen, wie andere Menschen gedenken
[1:01] Speaker1: und allen Seelen, denen bei Allerseelen gedacht wird, nochmal einen Extraablass schicken.
[1:08] Speaker1: Also auf das ihr schneller dort seid, wo ihr sein wollt. Und ich sage Servus Fritzi.
[1:15] Speaker0: Servus Edith.
[1:17] Speaker1: Erzähl mir von Allerheiligen in Wien.
[1:21] Speaker0: Ja. Von Allerheiligen wird er ja jetzt erzählen in Wien. Mit all der Heiligen
[1:27] Speaker0: haben wir ja schon gesprochen.
[1:29] Speaker1: Genau, dann sage ich gerne.
[1:36] Speaker1: Okay, also, Fritzi, wir waren bei den Heiligen,
[1:41] Speaker0: Reden wir einmal über Heilige, die mit Österreich, oder Heilige und Selige,
[1:48] Speaker0: die mit Österreich was zu tun hatten. Das finde ich spitze.
[1:52] Speaker0: Ja, es sind immerhin so an die 100 Heilige und Selige.
[1:56] Speaker1: 100 österreichische Heilige?
[1:58] Speaker0: Naja, nicht Heilige. Heilige und Selige, die in einem Zusammenhang sind meistens
[2:04] Speaker0: alte Österreicher oder sehr oft.
[2:06] Speaker1: Also sowas wie der heilige Bruno
[2:13] Speaker1: Bruno Kreisky.
[2:15] Speaker0: Achso, der ist ja kein Heiliger.
[2:20] Speaker1: Der ist so gar nicht heilig, das gibt es gar nicht.
[2:23] Speaker0: Manche werden sagen, er ist der Gott sei bei uns.
[2:26] Speaker1: Ein jüdischer Sozialist.
[2:29] Speaker0: Ja, okay.
[2:32] Speaker1: What so ever, also richtige Heilige bitte, auch im offiziellen Kanon der Heiligen angesiedelte.
[2:39] Speaker0: Also der älteste von denen, von denen wir heute reden, ist der heilige Florian,
[2:47] Speaker0: den wir ja von sehr vielen Kirchen und so weiter kennen, wo er steht.
[2:54] Speaker0: Und was sind seine Attribute?
[2:56] Speaker1: Die Flammen und das Wasserschaffel.
[3:00] Speaker0: Ja, das Wasserschaffel. Und warum ist das so? Wie war das erzählen?
[3:06] Speaker1: Erzähl.
[3:07] Speaker0: Erzählt. Also das war an und für sich, der ist in Lörr geboren,
[3:12] Speaker0: im heutigen Oberösterreich und war aber in römischen Diensten,
[3:16] Speaker0: war ein römischer Beamter, der aber schon in Pension war,
[3:20] Speaker0: und der hat dem Christentum nicht abgeschworen.
[3:25] Speaker0: Also das heißt, er war dazu verdammt, als Märtyrer zu sterben und hätte verbrannt werden sollen.
[3:33] Speaker0: Und er hat zu den Soldaten gesagt, das macht mir überhaupt nichts,
[3:36] Speaker0: weil die Flammen, die den Himmel schlagen, an denen werde ich empor klettern
[3:41] Speaker0: und zu Christus empor steigen in den Himmel.
[3:47] Speaker0: Da waren die Soldaten sehr beeindruckt und haben sich nicht getraut,
[3:52] Speaker0: einen Scheiterhaufen anzuzünden.
[3:55] Speaker0: Da hat man gesagt, okay, dann machen wir das nächste Gegenteil und ertränken ihn.
[4:01] Speaker0: Und hat ihm einen Stein um den Hals gebunden und auf eine Ostbrücke gestellt.
[4:09] Speaker0: Und auch das haben sich die Soldaten nicht getraut, ihn hineinzumeißen.
[4:15] Speaker0: Und dann ist einer vorbeikommen und hat gesagt, gebt es endlich Herz auf.
[4:21] Speaker0: Und hat ihm einen Schleißer gegeben und er ist reingefallen und ertrunken.
[4:25] Speaker1: Das ist eine extrem österreichische Geschichte. Ich kann mir das super vorstellen,
[4:29] Speaker1: ein oberösterreichischer Beamter, der einen Brand löschen will,
[4:36] Speaker1: Und, genau, und dann halt rumdiskutiert und rumsteht und nichts geht weiter.
[4:41] Speaker1: Und dann kommt irgendwie genau so ein Typ, irgendwie so ein anderer,
[4:46] Speaker1: und dann gibt es ihm einen Stösser und dann läuft es blöd und dann ist er tot und ein Heiliger.
[4:53] Speaker1: Ich sehe es vor mir, quasi bildlich in Oberstreich.
[4:57] Speaker0: Begraben worden und über seinem Grab ist, was schätzt du, gebaut worden?
[5:03] Speaker1: Eine Kirche. Und lass mich mal raten, welche Stift St. Florian.
[5:08] Speaker0: Welche Stift St. Florian, ja. Also die Stift St. Florian.
[5:13] Speaker1: Ja, ich kenne ja den, ich meine, ich habe nicht gewusst, dass der heilige Florian,
[5:18] Speaker1: wo es doch so viele Floriani gibt, Jünger.
[5:22] Speaker0: Schutzpatron der Floriani, Jünger.
[5:25] Speaker1: Schutzpatron der Feuerwehren.
[5:26] Speaker0: Ja.
[5:27] Speaker1: Eigentlich, dass es so, dass es ein österreichischer Heiliger ist.
[5:32] Speaker0: Ja. Naja, aber das ist doch fast vor jeder Kirche.
[5:36] Speaker1: Eben, das ist mir nicht bewusst, dass es so ein weltweiter Erfolg wurde.
[5:42] Speaker0: Ich weiß noch nicht, ob du es in Paris wirst, da wirst du eher den Safiakrer sehen.
[5:47] Speaker0: Oder den... Der Safiakrer? Der Schutzbateron der Safiakr?
[5:54] Speaker0: Na gut, egal. Also von dem reden wir jetzt nicht. Okay, das war also der heilige Florian.
[6:02] Speaker0: Dann, sag mal, folgt dir noch einer ein, außer den Leopold der Dritten,
[6:05] Speaker0: der läuft außer Konkurrenz.
[6:07] Speaker1: Der Leopold der Dritte, über den wir schon, ja, das ist ja der Schutzheilige
[6:11] Speaker1: von Niederösterreich und Wien, oder?
[6:16] Speaker0: Der Landesheilige von Wien. Der Landespatron von Wien.
[6:20] Speaker1: Das ist ein anderer als der Patron von Wien.
[6:26] Speaker0: Stadtpatron gibt es einen Landespatron.
[6:28] Speaker1: Und wer ist der Stadtpatron?
[6:29] Speaker0: Das sage ich dann nachher.
[6:31] Speaker1: Aha, na gut. Also der Leopold ist außer Konkurrenz. Der ist natürlich berühmt.
[6:36] Speaker1: Dann gibt es natürlich den, sagen wir mal, burgenländischen Heiligen Hauptpatron.
[6:43] Speaker1: Das ist doch der Heilige Martin, oder? Mit den Gänsen. Deshalb essen die Burgenländer doch so viele Gänse.
[6:49] Speaker1: Jetzt um diese Jahreszeit, wenn diese Podcast-Folge erscheint.
[6:53] Speaker0: Ja, okay. Gut. Was ist mit dem?
[6:58] Speaker0: Aber ja, wird schon sein, der Land, das Patron von Pongland. Aber Heimlich Koloman.
[7:05] Speaker0: Du wirst das, ich glaube das.
[7:07] Speaker1: Und das ist auch voll, weil wir das letzte Mal geredet haben über diese kleinen
[7:10] Speaker1: Umzüge rund um diese Jahreszeit, Martinsfest, Laternenfest und so weiter.
[7:17] Speaker1: Da oben, da stehen die Sterne, da unten, da stehen wir.
[7:21] Speaker1: Vergiss mich nicht, Okay, also was ist mit dem Koloman?
[7:25] Speaker0: Der Koloman ist sehr lange Landespatron von Niederösterreich gewesen, der heilige Koloman.
[7:32] Speaker1: Vor dem Leopold.
[7:34] Speaker0: Von Leopold. Das war ein Bilger, der um 1000 oder um 1100,
[7:41] Speaker0: von ein Irre nach Irland, nach Europa, zum Zweck der Missionierung gekommen
[7:48] Speaker0: ist und den man bei Stocker aufgehalten hat und er hat die Sprache der Stocker Rauer verstanden.
[7:56] Speaker1: Okay.
[7:57] Speaker0: Seine Sprache nicht verstanden und die haben ihn darauf hingehängt.
[8:05] Speaker0: Und siehe da, sein Körper ist nicht verwest.
[8:08] Speaker0: Ein Jahr lang hat man bemerkt, dass noch Blut daraus fließt.
[8:14] Speaker1: Nein.
[8:15] Speaker0: Der damalige Babenberger, der Heinrich I., glaube ich, hat in die Residenz noch
[8:23] Speaker0: Melk, weil die haben damals noch nicht nur in den Melk resitiert, gebracht.
[8:30] Speaker0: Und es hat eine sehr starke Verehrung.
[8:34] Speaker0: und er hat also es sind dann verschiedene
[8:40] Speaker0: Wunder geschehen, irgendwie sein Skelett nach Ungarn gekommen,
[8:45] Speaker0: man weiß nicht genau wie der Kopf ist aber angeblich noch immer in Stuhl Weißenburg
[8:51] Speaker0: außer dem Unterkiefer der Unterkiefer ist nach Melk gekommen und in einer kostbaren
[8:58] Speaker0: Monstranz gefasst worden und der ist noch immer in der Schriftkirche von Wilk.
[9:02] Speaker1: Und jetzt erzähle ich dir noch ein Funfact, das nämlich sogar mit Salzburg zu tun hat.
[9:07] Speaker1: Der heilige Koloman wiss nämlich auch durch, also auf seiner Reise von Irland
[9:14] Speaker1: nach Stockerau in Salzburg vorbeikommen und ähm
[9:21] Speaker1: Und ist dort, hat auch dort, soweit ich mich erinnern kann, mitgewirkt,
[9:29] Speaker1: weil ja eigentlich der heilige Virgil, der einer der Landespatronen von Salzburg
[9:33] Speaker1: ist, neben dem heiligen Rupert, hat der, glaube ich,
[9:37] Speaker1: ich weiß jetzt nicht mehr genau was gemacht, aber jedenfalls gibt es eine Gemeinde,
[9:40] Speaker1: St. Koloman, in der Nähe von Salzburg.
[9:43] Speaker1: Und die geht auf diesen heiligen zurück, der da durchgereist ist, dieser Pilger.
[9:49] Speaker0: Wie der Elefant.
[9:51] Speaker1: Wie der Elefant.
[9:53] Speaker0: Ja, überall seine Spuren hinterlassen hat.
[9:57] Speaker1: Ja, es ist, der heilige Koloman ist nämlich außerdem der Schutzpatron der Reisenden
[10:01] Speaker1: der Pferde und des Viehs, möchte ich nur kurz anmerken.
[10:04] Speaker0: Naja, er ist ja ein Pilger, er wird ja auch in Pilger gewandt,
[10:07] Speaker0: er hat allerdings nicht die Pilgermuschel vom Jakob, aber er ist ja immer in
[10:11] Speaker0: Pilgerhut mit der Wasserflasche und so weiter dargestellt.
[10:15] Speaker1: Ja, also ich finde es nur erstaunlich, dass es extrem viel, ich kenne sehr viele
[10:19] Speaker1: Florianis, um darauf zurückzukommen, aber keinen Koloman persönlich. Du?
[10:25] Speaker0: Ja, genau, kenne ich auch nicht. Und...
[10:30] Speaker0: Natürlich Wunder, klarerweise, wo er im Grab war, Überschwemmung,
[10:35] Speaker0: das Wasser hat vor dem Grab Halt gemacht. Klar.
[10:39] Speaker0: So weiter. Der Holderbusch, da ist daneben ein Kloster gebaut worden und angeblich
[10:47] Speaker0: der Holderbusch, der sich an der Wand von diesem Kloster befindet,
[10:52] Speaker0: ist angeblich ein Nachfahre von dem Holderbusch,
[10:55] Speaker0: an dem er aufgehängt worden ist.
[10:59] Speaker0: ein paar Bluttröpfen sind auf einen Stein gefallen, der bei ihm gelegen ist.
[11:05] Speaker0: Und dieser Stein ist geborgen worden.
[11:08] Speaker0: Und wenn du schon in Stefan Kirchner mal warst.
[11:11] Speaker1: Mit ihr?
[11:12] Speaker0: Mit ihr. Und in den Andenkenladen gegangen, bis in Bischofstor,
[11:18] Speaker0: ist rechts ein Stein, der Kolomanistein.
[11:21] Speaker1: Mhm.
[11:22] Speaker0: Das ist dieser Stein, auf den angeblich Blut getropft ist.
[11:25] Speaker0: und den hat der Rudolf der Stifter, also der vierte, einmauern lassen dort und
[11:33] Speaker0: es bringt Glück, wenn man diesen Stein angreift und der ist wirklich im Laufe von 700 Jahren,
[11:41] Speaker0: also nicht ganz 700, 650 Jahre, ziemlich ausgehöhlt.
[11:47] Speaker0: Also der ist sehr, sehr interessant und wirklich uralt, ob jetzt das Blut drauf
[11:53] Speaker0: war oder nicht. Und allein das Alter ist ja sehr furchtgebietend.
[12:00] Speaker0: Und was aber der interessantesten Dinge an einem heiligen Koloman ist,
[12:04] Speaker0: dass der nie heilig gesprochen worden ist.
[12:09] Speaker1: Der heilige Koloman ist nicht heilig, das ist quasi ein heiligen Plagiat.
[12:15] Speaker0: Das ist kein Plagiat, weil der Papst, er hat ihn nicht konsekriert,
[12:20] Speaker0: also nicht offiziell heilig gesprochen,
[12:23] Speaker0: hat aber erlaubt, dass man ihn in Österreich und vielleicht auch im süddeutschen
[12:27] Speaker0: Raum als heiligen verehrt.
[12:31] Speaker1: Aha.
[12:33] Speaker0: Also er ist ein heiliger HC, sozusagen.
[12:36] Speaker1: Ein heiliger HC, Honoris Causa.
[12:41] Speaker1: Also das ist ein Sonderheil, ein österreichischer Sonderheiliger.
[12:45] Speaker1: Also ich finde, man sollte wieder mal mehr Kinder Koloman nennen. Einfach um...
[12:51] Speaker0: Koloman ist lieb. Also ich meine, ich kenne den Kolomosa.
[12:55] Speaker1: Maler? Ja.
[12:58] Speaker0: Also da gibt es schon... Aber ich meine, jetzt persönlich kenne ich keinen Koloman.
[13:02] Speaker0: Aber in Bayern wird es auch nicht hergeben, schätze ich mal.
[13:05] Speaker1: Ja, in Bayern gibt es ja auch Korbinianen.
[13:08] Speaker0: Ja, etliche.
[13:10] Speaker1: Ich auch.
[13:11] Speaker0: Wird Koloman, na gut, egal. Der ist eben abgelöst worden als niederösterreichischer
[13:19] Speaker0: Schutzpatron von Leopold. Leopold?
[13:23] Speaker1: Ja, also wer die Geschichte von Leopold jetzt hören will, der soll sich bitte
[13:28] Speaker1: anhören, die Folge, die wir über Klosterneuburg gemacht haben,
[13:33] Speaker1: weil David das zusammen mit dem Martin,
[13:37] Speaker0: Nicht mit dem heiligen.
[13:40] Speaker1: Aber mit dem umsheiligen Martin, kann man fast sagen.
[13:45] Speaker0: Ja gut.
[13:47] Speaker1: Mit dem umseligen, seligen ist er ja nichts, mit dem sehr wunderbaren Martin,
[13:55] Speaker1: Und genau, dann wird die Geschichte vom Leopold erzählt.
[14:00] Speaker0: Genau, jetzt sage ich nur Fasselrutschen, 15. November, Klosterneuburg.
[14:04] Speaker1: Was heißt das?
[14:06] Speaker0: Was das heißt?
[14:08] Speaker1: Ja.
[14:10] Speaker0: Ja, 15. November ist der Tag des heiligen Leopold, wo seine Schädelkalotte ausgestellt
[14:16] Speaker0: wird. Ausgesetzt wird, heißt das.
[14:19] Speaker0: Und in Klosterneuburg ist Fasselrutschen.
[14:22] Speaker1: Wie geht das?
[14:23] Speaker0: Na, man rutscht ein Fassel runter.
[14:26] Speaker1: Nicht den Buckel vom heiligen Leopold, sondern das Fassel. Also das müsste... Hm?
[14:33] Speaker0: Ja, das ist ein Kind.
[14:36] Speaker1: Kind. Na, sorry.
[14:39] Speaker0: Kinder haben schulfrei. Auch die Wienerbuckel. Die niederösterreichischen sowieso.
[14:46] Speaker1: Naja, leider ist halt heuer der 15. November ein Samstag.
[14:52] Speaker0: Feiertagsmäßig ein bisschen.
[14:54] Speaker1: Mau.
[14:56] Speaker0: Für. Für DM. Für DG ist gut.
[15:00] Speaker1: Für DM. Die was?
[15:03] Speaker0: DN. Für Dienstnehmer.
[15:06] Speaker1: Ja. Für Dienstgeber super.
[15:09] Speaker0: Für Dienstleber gut. Und ja.
[15:16] Speaker0: Und als Landespatron der Heilige Leopold und der Stadtpatron von Wien ist der
[15:22] Speaker0: Clemens Maria Hofbauer.
[15:25] Speaker0: Dieser Clemens Maria Hoh...
[15:27] Speaker1: Der wäre nochmal gewesen?
[15:28] Speaker0: Das war ein märischer Priester, Redemptorist, der sehr reformorientiert war,
[15:37] Speaker0: einen Kreis von Künstlern und so weiter um sich versammelt hat. Im 19.
[15:40] Speaker1: Jahrhundert war der, oder? Im 19.
[15:42] Speaker0: Jahrhundert, also geboren ist er 1751 und gestorben ist er 1820, der den Kaiser Franz II.
[15:50] Speaker0: I. dazu gebracht hat, dass er die Marianne Gestade den Redemptoristen übergibt.
[15:57] Speaker0: War halt auch kein Märtyrer, der war halt auch heiligmäßig und ist eben 1909
[16:06] Speaker0: heilig gesprochen worden und ist Stadtpatron von Wien.
[16:12] Speaker1: Naja, gibt es jetzt auch österreichische weibliche Heilige? Fallt ihr da wieder ein?
[16:18] Speaker0: Heilige fällt mir im Moment niemand ein. Mir fällt nur eine relativ rezente
[16:23] Speaker0: Heiligssprechung ein, 2003, von einem Tiroler Missionar,
[16:28] Speaker0: einem gewissen Josef Freinadermetz, der in China missioniert hat.
[16:35] Speaker0: Dort eigene Missionstätigkeit ausgeführt hat. Und der war so Mitte des 19. bis Anfang 20.
[16:45] Speaker0: Jahrhunderts. Und der ist 2003 heilig gesprochen worden. Das war,
[16:49] Speaker0: glaube ich, der letzte heiliggesprochene.
[16:52] Speaker1: Du, sag mal, und was ist eigentlich, weil wir ja anfangs gesprochen haben über
[16:57] Speaker1: den Kaiser Karl, ist die Zita eigentlich auch eine Heilige?
[17:02] Speaker0: Nein, der ist kein Heiliger. Also der Karl ist selig gesprochen worden.
[17:08] Speaker0: ich glaube für die Zita läuft der Seligsprechungsprozess ich bin mir nicht ganz
[17:12] Speaker0: sicher, aber ich glaube schon weil sie so stark in ihrem Glauben war,
[17:17] Speaker0: und so stark in ihrer Beharrung dass das Kaisertum ein Gottesgnadentum ist,
[17:25] Speaker0: das ist ja auch der Grund gewesen, warum sie den Karl,
[17:30] Speaker0: eben auf gar keinen Fall abdanken hat lassen,
[17:34] Speaker0: also das ist glaube ich im Laufen.
[17:37] Speaker0: Bin mir nicht ganz sicher, ob es funktioniert.
[17:41] Speaker0: Aber dann gibt es die Indikatorien.
[17:43] Speaker1: Die haben auch schon geredet, die Gründerin, glaube ich, der Charitas war das, oder?
[17:48] Speaker0: Sozialisch.
[17:49] Speaker1: Was heißt das?
[17:51] Speaker1: Was ist der Unterschied zwischen Caritas und Caritas Sozialis?
[17:56] Speaker0: Andere Vereine.
[17:58] Speaker1: Achso.
[17:59] Speaker0: Caritas Sozialis hat zum Beispiel sehr viele Hospize.
[18:04] Speaker1: Das ist nicht das Gleiche. Nein.
[18:07] Speaker0: Und sie war ja die erste gewisse soziale Nationalratsabgeordnete 1919.
[18:14] Speaker0: 19, aber dann hat 1920 dann, nachdem die Koalition in Brüche gegangen ist,
[18:23] Speaker0: nicht mehr kandidiert, aus dem einfachen Grund, weil sie sich von den Männern in ihrer Partei so,
[18:30] Speaker0: man kann fast sagen, gemobbt gefühlt hat.
[18:34] Speaker1: Wahrscheinlich auch gemobbt wurde,
[18:35] Speaker0: Aber und sie war ja ganz einfach, sie war ja vorher schon ein schwer kranker Jüdin,
[18:43] Speaker0: die in ihrer schweren Krankheit von Plosterschwestern gepflegt worden ist und
[18:49] Speaker0: daraufhin konvertiert ist zum Christentum.
[18:52] Speaker0: Also das war die Hildegard Burjahn, eine große Verehrerin von Igna Zeipel und
[18:57] Speaker0: von Engelbert Dolfus im Übrigen.
[19:01] Speaker0: Dann war der Franz Jägerstädter, ist selig gesprochen vor allem, der Kriegsdienst.
[19:07] Speaker1: Der im Zweiten Weltkrieg
[19:11] Speaker1: Antinationalsozialist, also Widerstandskämpfer war?
[19:14] Speaker0: Ja, nicht einmal so Widerstandskämpfer. Ja, auch natürlich war er Widerstandskämpfer.
[19:19] Speaker0: Aber er hat sich ganz einfach geweigert.
[19:21] Speaker0: Er war ein Pazifist, er hat sich geweigert, in den Krieg zu ziehen.
[19:24] Speaker0: Er war ein Wertdienstverweigerer.
[19:27] Speaker0: Und eine Frau, Franziskanerin, die Schwester Restituta Kafka.
[19:33] Speaker0: Ein Bild von ihr ist, wenn du reinkommst im Stephansdom, auf der linken Seite ist Nonnenhabit.
[19:45] Speaker0: Die war eine Operationsschwester, oder leitende Operationsschwester, kann man sagen.
[19:50] Speaker0: Und die hat sich erstens einmal geweigert, Aria bevorzugt zu behandeln,
[19:55] Speaker0: gegenüber anderen unter Anführungszeichen Rassen.
[20:00] Speaker0: und hat sie geweigert, Kreuze aus den Krankenzimmern entfernen zu lassen.
[20:05] Speaker0: Und die ist dann vernadert worden, mehr oder weniger, und ist hingerichtet worden.
[20:13] Speaker0: War auch, ist auch selig gesprochen worden.
[20:17] Speaker0: Also es gibt etliche nur, die sind halt die Namen, die man vielleicht auch kennt.
[20:23] Speaker0: Ja, das sind einige Beispiele von österreich-bezogenen Heilig- und Seelensprechungen.
[20:33] Speaker1: Und jetzt noch eine andere Frage. Gibt es eigentlich auch irgendwelche,
[20:38] Speaker1: also jetzt mal abgesehen von Friedhöfen, nochmal ein Hinweis zu unseren Friedhofstaffeln,
[20:43] Speaker1: wo irgendwie Allerheiligen und Allerseelen ein Thema ist?
[20:47] Speaker0: Ja, es gibt die Allerseelenkapelle, die eigentlich ein interessanter Fall ist.
[20:56] Speaker0: Die wird überall, wenn du eingibst ins Internet, Allerseelenkirche.
[21:01] Speaker0: Du kommst auf Allerseelenkapelle, Martinstraßen, 79, 100, unterschiedlich.
[21:07] Speaker0: Ich habe ihn nicht gekannt, bin hingefahren. Da stehen zwei Häuser aus den 90er Jahren. Keine Ahnung.
[21:17] Speaker0: Und wenn es dem aber nachgeht, gibt es auf der nächsten Parallelstraße von der
[21:22] Speaker0: Martinsstraße, die ist die Abtkabelgasse, eine Gesellschaft,
[21:26] Speaker0: Von den Sir-Auxiliatris der armen Seelen, heißen die.
[21:31] Speaker0: Und das ist so eine Hellkrieg, eine Ordensgemeinschaft, die an und für sich aus Frankreich kommt.
[21:36] Speaker0: Und die dort ihren Sitz haben. Und die haben ihre Kapelle in dem Hof zwischen
[21:41] Speaker0: diesen beiden Straßen gehabt.
[21:45] Speaker0: Und ich habe nur gelesen, dass es dort auch eine koptische Kapelle gibt.
[21:51] Speaker0: Ich habe angerufen und da hat meine Dame sehr traurig gesagt, oder Schwester,
[21:57] Speaker0: dass diese Kapelle, also diese Allerseelenkapelle, die in Allerseelen geweiht war,
[22:05] Speaker0: die Diözese gehört hat und die Diözese hat wie sehr viele Kirchenkapellen und
[22:12] Speaker0: so weiter weitergegeben, weil katholische,
[22:17] Speaker0: finden es nicht mehr mehr und hat es der koptische Orthodoxenkirche übergeben.
[22:23] Speaker0: Und das heißt jetzt, heißt die Heiligen Drei Jünglinge.
[22:28] Speaker0: Das ist eigentlich aus dem Internet nicht herauszulesen, aber ich habe das eben
[22:35] Speaker0: von einer dieser Schwestern persönlich erfahren.
[22:39] Speaker0: Und dann gibt es ja...
[22:41] Speaker1: Interessant. Die Heiligen Drei Jünglinge, von denen habe ich auch noch nie gehört.
[22:45] Speaker0: Ja, ich weiß nicht, ob die mit denen zusammenhängen, von Nikolaus,
[22:49] Speaker0: aber das kann ich jetzt nicht sagen.
[22:51] Speaker0: Dann gibt es die Allerheiligenkirche, die man aber schon kennt,
[22:54] Speaker0: in Zwischenbrücken, in der Vorgörtenstraße.
[22:58] Speaker0: Zumindest kennt man den Allerheiligenplatz.
[23:04] Speaker1: Und da ist ja quasi die Endstation von irgendeinem Bus.
[23:10] Speaker0: Allerheiligenplätze. Das ist unter der Engertstraßen, die Vorgartenstraßen.
[23:16] Speaker0: Also schon in der Nähe von der S-Bahn, würde ich sagen. Was immer das ist.
[23:25] Speaker1: Nein, ich sage dir, das ist dort, wo die U6 ist, irgendwie so. Allerheiligenplatz.
[23:31] Speaker0: Nein, U6 ist,
[23:36] Speaker0: möglich. Aber es ist auf jeden Fall die S-Bahn-Station dort.
[23:40] Speaker0: Und in der Nähe von Milleniumsdauer.
[23:43] Speaker1: Ja, das sage ich doch.
[23:45] Speaker0: Na gut, meinst du mit U6 Milleniumsdauer meinst?
[23:50] Speaker1: Naja, ja, stimmt. Das stimmt, das war jetzt ein bisschen...
[23:54] Speaker1: Aber nein, weil ich da manchmal aussteige und da ist man dieses Shields irgendwie.
[24:01] Speaker1: Ich habe mir gedacht, wo tue ich das hin?
[24:04] Speaker1: Jetzt, wie du es halt erzählt hast. Und das ist der einzige U6-Bezug, den ich momentan habe.
[24:10] Speaker1: Ich fahre fast nie mit der U6 momentan und deshalb ja.
[24:15] Speaker0: Diese Kirche, da war eine Kapelle vor der Donauregulierung, weil da sind die
[24:21] Speaker0: gewesen, die die Mauten betreut haben und so weiter und Donauschiffer und alles
[24:26] Speaker0: mögliche und da war es eine behelfsmäßige Kapelle,
[24:29] Speaker0: die dann verschwunden ist im Zuge der Regulierung und dann haben wir dort eine Kirche hingebaut.
[24:36] Speaker0: Eine sehr einfache oder schlichte Kirche, 1905 glaube ich, und die war in einem
[24:43] Speaker0: Teil von diesem Park am Allerheiligenplatz.
[24:47] Speaker0: Und dann hat man, diese Kirche ist im Zweiten Weltkrieg komplett zerstört worden
[24:54] Speaker0: und ist nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut worden.
[24:59] Speaker0: also nicht wieder aufgebaut worden, sondern eine neue, relativ schlichte Kirche
[25:03] Speaker0: ist gebaut worden. In der alten Kirchen war im Übrigen ein Hochhalterbild vom
[25:08] Speaker0: Joachim von Sandrat, die aus dem Schottenstift gekommen ist.
[25:12] Speaker1: Wer ist Joachim von Sandrat?
[25:14] Speaker0: War ein Parockmaler, so im 17. Jahrhundert.
[25:19] Speaker1: Okay.
[25:20] Speaker0: Und das Bild ist gerettet worden im zweiten Märk, wieder zurück in Schottenstift
[25:25] Speaker0: gekommen und die Kirche ist dort neu gebaut worden, hat der Kardinal Inetzer, hat sie 1950 geweiht,
[25:33] Speaker0: also schon zu meinen Lebzeiten.
[25:36] Speaker1: Der hat nicht nur dich, sondern auch die Kirche geweiht.
[25:39] Speaker0: Mich hat er ja gefirbt. Entschuldigung. Ja, vielleicht ist man durch die Firmung geweiht.
[25:45] Speaker1: Vielleicht bist du heilig, Fritzi. Die heilige Fritzi von Donaustadt.
[25:53] Speaker0: Ja, okay. Also an ich alles glaube, aber das glaube ich nicht.
[26:00] Speaker0: Und ja, die ist dort. Teilweise hat er keinen Schwarzer, den du vielleicht...
[26:05] Speaker1: Der Architekt natürlich, der berühmte Architekt.
[26:08] Speaker0: Genau.
[26:09] Speaker1: Der zum Beispiel den österreichischen Pavillon auf der Expo 1964 in New York designt hat.
[26:17] Speaker0: 58 in Brüssel, aber es macht nichts.
[26:19] Speaker1: Nein, nein, nein. New York. Weil nämlich im Archiv von der Städte,
[26:26] Speaker1: wo ich jetzt arbeite, ist nämlich das Modell.
[26:29] Speaker0: Aber das ist nicht verwirklicht worden.
[26:33] Speaker1: Doch.
[26:35] Speaker0: Interessant. Und was ist damit passiert?
[26:38] Speaker1: Es war halt in New York bei der Expo und ist halt dann wieder abtragen worden,
[26:42] Speaker1: wie alle Expo-Pavillons.
[26:43] Speaker1: Und das Modell steht jetzt noch im Keller einer österreichischen Institution.
[26:50] Speaker0: Aha. Auch der 50 in Brüssel hätte ja auch noch für sich vernichtet werden sollen in Brüssel.
[26:57] Speaker0: Und das ist jetzt das 21 Haus.
[27:01] Speaker0: Egal. So. Und dann gibt es noch ein Eine allerheiligen Kirche.
[27:07] Speaker0: Also eine Kirche mit den Patrozinien... Du hast übrigens recht.
[27:10] Speaker1: Das stimmt gar nicht. Das war mit dem Schwanzer. Ja, alles klar.
[27:13] Speaker1: Nein, du hast recht, ich nicht.
[27:16] Speaker1: Ein Pavilion ist ein Peichelpavillon. Der von New York. Entschuldigung, alles falsch.
[27:22] Speaker0: Problem, kein Problem. Es gibt noch eine Kirche mit einem Patrozinium allerheiligen.
[27:30] Speaker0: Bitte rate mal.
[27:34] Speaker1: Naja, also wenn du mich so fragst, ist das immer der Stephansdom.
[27:41] Speaker0: Das war zu einfach, meinst du?
[27:43] Speaker1: Nein, das ist so, wenn du mich sowas fragst und dir denkst, ich könnte es erraten,
[27:48] Speaker1: dann ist es immer der Stephansdom.
[27:50] Speaker0: Also der Stephansdom hat das Patrozenium zum Heiligen Stephan und allen Heiligen.
[27:56] Speaker1: Das ist aber cool, das weiß, glaube ich, niemand.
[27:58] Speaker0: Okay, das wissen wahrscheinlich viele Leute.
[28:02] Speaker0: Weil es ist ja so, dass der Rudolf IV., der Stifter, unbedingt wollte ein Bistum
[28:08] Speaker0: aus Wien machen und das haben aber die Passer auch nicht erlaubt.
[28:12] Speaker0: Und das war ja ein Gefährdster, der Rudolf.
[28:16] Speaker0: Und der ist am 1. November geboren.
[28:21] Speaker0: Und der hat seiner, in dem Raum, glaube ich, in dem er geboren wurde,
[28:26] Speaker0: müssten wir den Jürgen einmal fragen,
[28:29] Speaker0: aber ich glaube, es war in dem Raum, hat der ein Kollegiatstift gegründet,
[28:35] Speaker0: also eine Präziseinigung, und hat das genannt, also Allerheiligenkapelle,
[28:43] Speaker0: und hat das Ganze dann übertragen mit der Bewilligung des Papstes,
[28:51] Speaker0: In Stefanskirche.
[28:54] Speaker0: Und dadurch, und hat den Chor, den sein Vater ja bauen hat lassen,
[29:01] Speaker0: den albertinischen Chor, der hat dann gekriegt das Patrozinium zu allen, also aller Heiligen.
[29:10] Speaker1: Also das heißt, quasi der Chor war allen Heiligen gewidmet und die ganze Kirche dem Stefan?
[29:17] Speaker0: Genau, das Ganze hat sich aber dann so vermischt, dass das Ganze jetzt heißt,
[29:24] Speaker0: Patrozinium Heiliger Stefan und alle Heiligen.
[29:27] Speaker0: Also jetzt sagt man nicht mehr der Chor aus Allerheiligen, sondern das Ganze ist.
[29:33] Speaker1: Also eigentlich müsste es dann der Stefans Allerheiligen-Dob sein.
[29:38] Speaker1: Stefans Allerheiligen-Höte.
[29:40] Speaker0: Ja, ja, möglich. Weil der Rudolf hat ja dann den Probst zum Erzkanzler von Österreich
[29:48] Speaker0: und zum Rektor von der Universität gemacht. Also der hat sich da was überlegt.
[29:53] Speaker0: Der hat sich da was überlegt, entschuldigen, und hat faktisch...
[30:01] Speaker0: Fakten geschaffen. Die normative Kraft des Faktischen.
[30:05] Speaker0: So ist es und dann zum Schluss war es so.
[30:11] Speaker1: Naja, und ich glaube, diese Geschichte, die du da jetzt erzählt hast,
[30:15] Speaker1: ist ja auch eigentlich diese Vermischung zwischen der Erzdiözese und dem Haus Habsburg eigentlich.
[30:23] Speaker0: Ja, sicher.
[30:24] Speaker1: Ja.
[30:26] Speaker0: Er hat sie Pfalzerzherzog genannt hat und hat das Privilegium Majus gefälscht.
[30:34] Speaker0: Ich meine, blöderweise hat er das Privilegium Minus damit zerstört, aber was echt war.
[30:39] Speaker1: Aber eine klare Hybris eigentlich und ich meine, da sieht man,
[30:43] Speaker1: wenn man einfach so reingläscht, ich meine, Jahrhunderte später,
[30:50] Speaker0: Abgesehen davon, dass er vielleicht die Hybris, wenn man das jetzt philosophisch oder,
[30:57] Speaker0: bezahlt hat, dass er halt sehr jung gestorben ist.
[31:02] Speaker1: Aber vielleicht ist seiner Seele auch gedacht worden, an aller Seelen.
[31:07] Speaker0: Ganz sicher, ganz sicher.
[31:09] Speaker1: Ja. Seid ihr die Rudolfskirche auch?
[31:14] Speaker0: Heiligen Rudolf, wisst ihr jetzt nicht, aber ich meine, das sagt nichts.
[31:21] Speaker1: Naja, aber Orge-Geschichten.
[31:25] Speaker0: Orge? Orge-Geschichten?
[31:27] Speaker1: Und was mir gerade während wir gesprochen haben, auch gefallen ist,
[31:29] Speaker1: ist, dass eigentlich im November, also sagen wir mal in dieser Zeit zwischen
[31:34] Speaker1: jetzt, also November, Dezember, ziemlich viele Namenstage von Heiligen ziemlich groß gefeiert werden,
[31:39] Speaker0: Österreichweit jetzt.
[31:41] Speaker1: Also ich meine Martin, Martini Gansl, Nikolaus, Leopold.
[31:49] Speaker0: Eigentlich ein äußerster Unterschied zum Rudolf war, weil der Martin war ja,
[31:55] Speaker0: eigentlich der Erste, der Martin von Thur, war im Übrigen in Ungarn geboren.
[32:02] Speaker0: Und der,
[32:05] Speaker0: kamerthyrer war. Achso? Nein, der war kamerthyrer, der ist heilig gesprochen
[32:10] Speaker0: worden aufgrund seines Glaubensstahls.
[32:12] Speaker0: Er ist mit 81, was ja ein biblisches Alter war, eines natürlichen Todes gestorben.
[32:17] Speaker0: Und bekannt ist er durch zwei Sachen.
[32:20] Speaker1: Ja, indem er seinen Mantel geteilt hat.
[32:25] Speaker0: Wobei er dem ja gerade so gut seinen ganzen Mantel hätte geben können,
[32:28] Speaker0: meiner Ansicht nach, aber bitte. Das stimmt.
[32:31] Speaker1: Und Gänse haben ihn verraten, oder?
[32:36] Speaker0: Genau, aber warum? Weil er war so bescheiden und wollte, er hat gesagt,
[32:41] Speaker0: er ist nicht würdig, Bischof zu werden von Thur.
[32:44] Speaker0: Und hat sich damit im Gänse-Stall versteckt. Und die Ganseln haben aber laut
[32:50] Speaker0: geschnattert und haben ihn verraten.
[32:54] Speaker1: Und daraufhin werden jedes Jahr so viele Gänse gegessen.
[32:59] Speaker0: Und er ist Bischof geworden. Aber wie gesagt, kein Märtyrer.
[33:05] Speaker1: Hm. Interessant.
[33:07] Speaker0: Aber wie du sagst, Schutzpatron von Burgenberg. Nehme mal an, dass es stimmt.
[33:14] Speaker0: Ich weiß es nicht. Ah. Ich glaube es dir unbesehen.
[33:18] Speaker1: Ich finde, es sollten mehr Frauen Landespatroninnen werden und nicht nur sowas
[33:23] Speaker1: wie also so richtige die heilige Johanna der Schlachthöfe. Apropos Gänse.
[33:34] Speaker1: Na gut.
[33:35] Speaker0: Na gut, Edith. Wir haben jetzt hinter uns alle Heiligen, alle Seelen Martini,
[33:46] Speaker0: und vor uns liegt schon der Advent.
[33:51] Speaker1: Ich freue mich drauf. Ich mag Advent.
[33:54] Speaker0: Okay, gut. Advent, Advent, ein Lichtlein brennt.
[33:58] Speaker1: Ja, erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier. Und wenn das fünfte Lichtlein
[34:04] Speaker1: brennt, dann hast du Weihnachten verpennt.
[34:07] Speaker1: Und da kommt wieder der heilige Florian ins Spiel, der dann nämlich alles löscht,
[34:11] Speaker1: den Brand von Weihnachten.
[34:14] Speaker0: Welchen?
[34:16] Speaker1: Das ist ja jetzt der geneigten HörerInnenschaft.
[34:21] Speaker0: Überlassen, denen wir alles Gute wünschen bis dahin.
[34:25] Speaker1: Genau. Und ich sage Prost.
[34:28] Speaker0: Prost und Servus ist gut.
[34:30] Speaker1: Servus, Fritzi.
[34:32] Speaker0: Okay.

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