# 451 – Verbale Gewalt in der Geburtshilfe - Wie entsteht sie, und wie kannst du dich schützen? - mit Dr. Rieke Hermann

An episode of [Die Friedliche Geburt – Positive Geburtsvorbereitung mit Kristin Graf](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1317547883), 23 May 2026, 56 min.

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Heute habe ich wieder Gynäkologin und Mitgründerin der Mamacademy Dr. Rieke Hermann zu Gast und wir beleuchten die teils schwierige Situation von Gebärenden und Geburtshelfer*innen im Kreißsaal. Wie kann es zu Situationen kommen, in denen wenig traumasensible Sprache und sogar gewaltvoller Umgang mit Schwangeren passieren? Mit welcher Erwartungshaltung kann man sich bei der Geburt begegnen? Was können Gebärende, Hebammen und Gyns in der Kommunikation beachten? Welche Rolle spielen die Arbeitsbedingungen des medizinischen Personals? Ein spannendes Gespräch, wie ich finde, das Gebärende und Kreißsaal-Teams gleichermaßen in den Blick nimmt und beide Seiten im Sinne einer guten Geburtshilfe stärken möchte. Mehr zu Dr. Rieke Hermann: https://www.diemamacademy.de In dieser Podcastfolge habe ich die Top 5 der S3-Leitlinie zur vaginalen Geburt am Termin kompakt zusammengefasst https://die-friedliche-geburt.de/podcast/371-top-5-der-s3-leitlinie-zur-vaginalen-geburt-am-termin/ Erzähle gerne von deinen Erfahrungen und wie du deine Situation im Kreißsaal positiv beeinflussen konntest! Gute Erkenntnisse mit diesem Podcastinterview! Alles Liebe Deine Kristin KOSTENLOS starten mit Kristin: ⚡️ SCHNUPPERZUGANG: 14 Tage Zugang zum ersten Modul des Kurses und Test-Hypnose: https://2ly.link/228N7 📱 KOSTENLOSE APP mit Meditationen zum Testen: https://2ly.link/21Z5h TIEFER EINSTEIGEN mit der Friedlichen Geburt: 📔 BUCH: Alle Grundlagen der Methode zusammengefasst: https://die-friedliche-geburt.de/mein-angebot/buch 💻 ONLINE-KURS: Kristin begleitet dich Schritt für Schritt mit ihrer wissenschaftlich geprüften Methode: https://2ly.link/21kYZ Besuche mich auf: Instagram: https://www.instagram.com/die.friedliche.geburt/ Facebook: https://www.facebook.com/diefriedlichegeburt/ DISCLAIMER: Alle Inhalte und Informationen in dieser Podcastfolge dienen ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken und stellen keinerlei medizinische, psychologische oder gesundheitliche Beratung dar. Ich übernehme keine Gewähr dafür, dass die hier dargestellten Informationen frei von Fehlern oder Auslassungen sind. Ich biete keine medizinischen, gesundheitsbezogenen, ernährungstherapeutischen oder sonstigen Dienstleistungen zur Diagnose, Behandlung, Vorbeugung oder Heilung jeglicher Art von körperlichen, geistigen oder medizinischen Beschwerden an. Obwohl ich mich bemühe, genaue allgemeine Informationen bereitzustellen, sind die hier präsentierten Informationen kein Ersatz für irgendeine Art von professioneller Beratung, und Du solltest dich nicht ausschließlich auf diese Informationen verlassen. Lasse dich immer von Fachleuten im medizinischen und gesundheitlichen Bereich für deine speziellen Bedürfnisse und Umstände beraten, bevor Du medizinische oder gesundheitsbezogene Entscheidungen triffst. Bei Fragen zu Deiner Gesundheit wenden Dich bitte immer umgehend an eine zugelassene Ärztin oder Arzt, deine Hebamme oder einen anderen qualifizierten Gesundheitsdienstleister.

## Transcript

[0:06] Speaker 1: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Die friedliche Geburt, dein Podcast rund um Schwangerschaft, Geburt und entspanntes Mutterglück.
[0:14] Speaker 1: Mein Name ist Christine Graf ich bin Mama von drei Kindern und ich bereite Frauen und Paare positiv auf ihre Geburten vor.
[0:21] Speaker 1: In der heutigen Podcast-Folge habe ich die Gynäkologin Rike Herrmann bei mir zu Gast und wir sprechen über Realität im Kreißsaal.
[0:30] Speaker 1: Im Kreiß Saal ist es oft sehr liebevoll, du wirst
[0:34] Speaker 0: gut
[0:35] Speaker 1: behandelt wenn du schwanger bist oder dein Kind bekommst und manchmal gibt es auch herausfordernde Situationen warum Hebammen vielleicht lauter werden, unfreundlich werden oder auch Ärzte oder Ärztinnen.
[0:47] Speaker 1: Und Rike nimmt uns da so ein bisschen mit in die Kreißsäle in Deutschland sozusagen und erzählt darüber, was die Herausforderungen sind.
[0:57] Speaker 1: Damit du dich besser darauf einstellen kannst, denn egal in welche Situation du kommst wenn du in eine Klinik gehst für die Geburt es ist gut, wenn du weißt was einfach auf dich warten kann und wenn du gut bei dir bleiben kannst und darüber sprechen wir auch also wie du dich gut schützen kannst vor eventuell unangenehmen Situationen oder vielleicht auch unfreundlichen Worten, dass du es dir bitte nicht zu Herzen nimmst.
[1:23] Speaker 1: Nicht persönlich nimm's sondern wirklich gut bei dir selbst bleiben kannst!
[1:27] Speaker 1: Ich wünsche dir gute Erkenntnisse für dich bei dieser Folge denn das allerwichtigste denke ich ist Aufklärung je mehr Du weißt desto weniger besteht die Gefahr, dass Du unter irgendeiner Situation leidest, die bei der Geburt vielleicht passieren kann.
[1:45] Speaker 1: Lieberike, herzlich willkommen wieder in meinem Podcast die friedliche Geburt.
[1:48] Speaker 1: Wir haben ja schon mal gesprochen über Beckenboden bei einer geplanten Bauchgeburt oder überhaupt beinahe Bauchgeburt.
[1:55] Speaker 1: und wie ist es dann danach auch mit Rückbildung usw.
[1:58] Speaker 1: Und als wir so miteinander gesprochen haben, haben wir gemerkt uns reizt noch ein anderes Thema nämlich so ein bisschen Ja, den Menschen die nicht in der Klinik arbeiten das was ja die meisten Schwangerinnen dann doch sind.
[2:11] Speaker 1: Vielleicht so ein Einblick zu geben.
[2:13] Speaker 1: wie sieht es eigentlich aus an einem Klinikal-Tag auf einer gynäkologischen Station bzw sogar im Kreißsaal?
[2:22] Speaker 1: Vielleicht magst du dich nochmal kurz vorstellen und dann lass uns reinspringen in das Thema.
[2:29] Speaker 0: Ja, liebe Christine.
[2:30] Speaker 0: Hallo erst mal und vielen vielen Dank dass du mich noch einmal eingeladen hast in deinen wundervollen Podcast der mich ja auch in meinen Schwangerschaft begleitet hat Und ich war ja schon ganz dankbar das sich über mein Lieblingsthema Beckenboden sprechen darf und freue mich dass ich jetzt nochmal da sein darf denn genau das Thema was Du gerade angesprochen hast finde Ich auch extrem wichtig in der Begleitung meiner PatientInnen Kundinnen bei der Mama Academy.
[2:54] Speaker 0: Und ja, ich bin Frauenärztin und Beckenboden-Expertin habe eine eigene Praxis in Frankfurt am Main und hab zusammen mit Katharina vor fünf Jahren jetzt die Mama Academy gegründet.
[3:05] Speaker 0: das ist ein Online-Plattform wo wir Frauen während der Schwangerschaft und davor danach ganzheitlich begleiten und viel medizinisches Wissen teilen auch an unserem Podcast und dieses Thema.
[3:17] Speaker 0: Es haben Realität im Kreißsaal.
[3:19] Speaker 0: Das ist etwas, was uns auch sehr am Herzen liegt und mir als Frauenärztin, weil ich immer meinen Patientinnen sage, dass einfach diese Vorstellung, die man oft hat von dem Kreißsaal oder der Geburt, das man vielleicht an Bildern kennt aus Filmen oder Büchern, dass es nicht der Realität entspricht, sondern dass das Ganze sehr subjektiv ist.
[3:39] Speaker 0: An wen man eigentlich Gerät im Kreissaal?
[3:41] Speaker 0: Da freu' ich mich, dass wir uns heute ein bisschen austauschen können!
[3:45] Speaker 1: Ja ganz genau... auf Thema, wie es ist mit Gewalt im Kreißsaal.
[3:52] Speaker 1: Also ja, es gibt auch so ganz unterschiedliche Blickwinkel.
[3:55] Speaker 1: also das ist das was mir ganz häufig auffällt dass die Schwangeren oft sogar nicht hinter die Kulissen geguckt haben.
[4:05] Speaker 1: vorher was bedeutet eigentlich eine Arbeit in dem Kreiß Saal?
[4:08] Speaker 1: und vielleicht kannst du uns da ein bisschen mitnehmen wie das überhaupt zu solchen Situationen kommt, die dann vielleicht auch wirklich schwierig sein können für Gebärende.
[4:19] Speaker 1: Und ja, vielleicht auch dass alle eben eigentlich bemüht sind, also ... Dass wir alle möglichst gut machen.
[4:25] Speaker 1: Aber sagt du mal aus deiner Perspektive?
[4:28] Speaker 0: Ich glaub, das ist auf jeden Fall das oberste Ziel, dass Mutter und Kind gesund rausgehen.
[4:34] Speaker 0: Das darf man einfach nicht vergessen.
[4:35] Speaker 0: Diese Verantwortung, die jeder einzelne trägt, der im Kreis Saal arbeitet Und so ergink's mir eigentlich auch.
[4:42] Speaker 0: Man ist natürlich als junge Assistenzärztin oder Assistenzarzt immer sehr seinen Vorgesetzten unterstellt, dass diese Hierarchie die ist immer noch sehr stark im medizinischen System und auch den Hebammen also gerade als Junge-Assistenz-Ärzte hört man doch sehr stark auf das was die Hebammen sagen es vielleicht eingeschüchtert und hat auch noch super wenig Erfahrungen.
[5:03] Speaker 0: Das muss man ja sagen Im Studium ist man nie so etabliert.
[5:09] Speaker 0: im letzten Jahr, da im Kreis her schon vielleicht ein bisschen was sehen darf.
[5:12] Speaker 0: Man darf trotzdem nicht an die Frau ran.
[5:14] Speaker 0: Man ist da eigentlich, wenn man so ein bisschen ins Karte Wasser geschubst und muss dann von Tag eins auf einmal anfangen, Geburtsverletzungen zu nähen und die Verantwortung auf dem Papier zumindest zu tragen, weil man ist Arzt oder Ärztin und man ist in dem Moment verantwortlich.
[5:27] Speaker 0: Und diese Verantwortung, die man da trägt, ist natürlich schon sehr groß.
[5:31] Speaker 0: Da ist für einen selbst natürlich die Sicherheit das oberste Geburt.
[5:37] Speaker 0: Wenn dann vielleicht auch Frauen kommen, die einen Geburtsplan mitbringen und darauf sehr persistieren.
[5:42] Speaker 0: Und sagen ich möchte auf keinen Fall medizinische Interventionen oder eine PDA.
[5:46] Speaker 0: Ich möchte das nicht.
[5:47] Speaker 0: Das setzt ein natürlich in dem Moment schon mal erst mal ein bisschen Unterdruck.
[5:52] Speaker 0: Man weiß dann auch immer vielleicht nicht so gut wie man reagieren soll wenn es dann in eine brenzligere Situation kommt um beiden Seiten gerecht zu werden.
[6:01] Speaker 0: aber wie gesagt in der Klinik ist einfach ... dass die Verantwortung dann bei den Ärztinnen liegt.
[6:07] Speaker 0: In der Regel, wenn es keinen Hebamme geführter Kreis hat ist und wenn was schief geht, ist man im Zweifel diejenigen, die dafür Verantwortung übernehmen muss.
[6:16] Speaker 0: Und das ist natürlich schon ein großes Thema, glaube ich, was darauf hinausläuft, dass es dann oft auseinandergeht weil bestimmt in vielen Situationen unter der Geburt kann man noch zuwarten Man könnte dem Ganzen noch mehr Zeit geben.
[6:27] Speaker 0: aber man steht immer so ein bisschen dazwischen und sieht okay Die Herztöne sind vielleicht nicht gut Gibt es ganz unterschiedliche Persönlichkeiten?
[6:36] Speaker 0: Die einen, die das besser aushalten können.
[6:38] Speaker 0: Und die vielleicht ein bisschen mutiger auch schon in der Situation sind bei den Hebammen und die anderen, die sagen nee ich ziehe früher den Schlussstrich.
[6:48] Speaker 0: So war das auch beim Oberjagd.
[6:49] Speaker 0: Man wusste genau welche Oberärztin dann doch eher mal zum Kaiserschnitt tendiert, früher und welche nicht.
[6:55] Speaker 0: Es ist ja so dass im Kreißsaal gerade in den Nachtdiensten nicht nur ... geburtshilfliche Oberärztinnen aktiv sind.
[7:02] Speaker 0: Sondern bei uns war das auch der Fall, dass dann diejenigen, die eigentlich tagsüber den ganzen Tag auf der Chemoambulanz arbeiten am Wochenende doch mal im vierundzwanzigstunden Dienst auch den Kreißsaalwanum haben und da natürlich nicht so drin sind im Thema wie diejenigen die vierund zwanzig Stunden sonst immer auch in Kreißsaal aktiv sind?
[7:21] Speaker 1: Ja ich habe auch irgendwie mal gehört, dass es so eine Art Hierarchie gibt intern.
[7:25] Speaker 1: Also das irgendwie die GynäkologInnen, die im Kreißsaal arbeiten eher nicht so angesehen ist oder so und die, die halt operieren, die Krebstumoren entfernen, dass das eigentlich so die High-Clas ist sozusagen.
[7:41] Speaker 1: Das ist sowas gibt wie so eine innere Hierarchies, stimmt das?
[7:47] Speaker 0: Das stimmt schon, zum gewissen Grade auf jeden Fall.
[7:50] Speaker 0: Obwohl's dann im Kreisall immer wieder ein bisschen anders ist.
[7:53] Speaker 0: Weil die sich ja auch eher zurücknehmen und vielleicht gar nicht so Lust haben auf die Dienste im Kreisaal?
[7:58] Speaker 0: Genau!
[7:58] Speaker 0: Weil sie ja sicher unsicher sind ... Und da einfach nicht so sicher auch für einen anderen Weg entschieden haben.
[8:05] Speaker 0: Sie haben sich für den gynäkologischen Weg mehr oder weniger entschieden.
[8:08] Speaker 0: Weil ihnen der Kreishaal auch nicht so liegt, weil sie vielleicht auch nicht das große Interesse daran haben.
[8:12] Speaker 0: Weil Ihnen die Patientinnen nicht so liegen.
[8:15] Speaker 0: Und da ist es dann einfach so, dass wenn diejenigen aktiv sind in der Geburtshilfe.
[8:20] Speaker 0: Weil's den Dienstplan so hergibt, dass das eine andere Geburthilfe ist als wenn die geburzhilfliche Oberärztin dort aktiv ist, die sich mit Herz für dieses Fach entschieden hat?
[8:31] Speaker 1: Ja, absolut!
[8:33] Speaker 1: Absolut und ich hab auch so die Beobachtung gemacht.
[8:35] Speaker 1: Ich bin ja ab und zu in den Kliniken eingeladen, um dort zu sprechen und auch ein bisschen das so kennenzulernen.
[8:42] Speaker 1: Ich habe immer so den Eindruck, dass häufig die Chef ... Ärzte, die männlichen eigentlich nicht so ihren Blick auf den Kreißsaal haben.
[8:52] Speaker 1: Sondern oft eigentlich wirklich dann eben bei Operationen eher ihre Leidenschaft entwickeln und entfalten was natürlich auch vielleicht gut ist zu wissen.
[9:06] Speaker 1: wenn man vielleicht sagt ich wünsche mir dann eigentlich am liebsten dass der Chefarzt oder die Chefärztin kommt einfach zu wissen okay es könnte aber sein das diese Person vielleicht gar nicht so.
[9:17] Speaker 1: Ja, so richtig gut geschult ist.
[9:21] Speaker 1: Was den Kreis alle angeht und die Geburt.
[9:23] Speaker 0: So war das tatsächlich bei uns auch immer.
[9:25] Speaker 0: Das waren eher onkologische Chefs sozusagen.
[9:28] Speaker 0: Es gibt ein paar große Kliniken in Frankfurt, die das trennen.
[9:31] Speaker 0: Die haben einen Chef für Geburtshilfe und eine für Gönäkologie.
[9:34] Speaker 0: Da ist es vielleicht noch mal anders.
[9:36] Speaker 0: Dann ist es oft so, dass sie die Verantwortung gerne abgeben.
[9:39] Speaker 0: D.h.,
[9:39] Speaker 0: sich relativ raushalten aus dem Kreissaal.
[9:42] Speaker 0: Und dann dort eher die Führung von der leitenden ... Geburtshilflichen Oberärztin geführt wird oder auch von den Hebammen, also von der leitenden Hebamme dann.
[9:52] Speaker 0: Und ja das spielt sicherlich eine Rolle wie viel Interesse vom Chef auf dem Kreiser gelegt wird und wie das Ganze gepflegt wird usw.
[10:00] Speaker 0: Ich finde aber ein ganz wichtiger Aspekt ist wirklich so dieses menschliche... Also es ist nicht so dass jede Geburt von einer Hebamma gleich läuft sondern dass jeder ja auch, wie wir alle mal einen guten Tag haben und mal einen schlechten.
[10:14] Speaker 0: Wenn ich persönlichen Stressfaktor habe, bin ich vielleicht an dem Tag schlecht gelaunt.
[10:18] Speaker 0: Und wenn ich gestern umgeknickt mit meinem Sprunggelenk, dann bin ich in diesem Moment die nächsten Tage nicht in der Lage, meine Frau körperlich so zu unterstützen wie ich es sonst machen kann oder ich bin generell von meinem Gesundheitszustand nicht in dieser Lage, mit der Patientin gut in die tiefe Hocke zu gehen weil's meine eigene Körperstatur zum Beispiel gar nicht zulässt.
[10:40] Speaker 0: Deswegen halte ich vielleicht meine Patientin lieber in Rückenlage auf dem Bett, weil ich sie dort besser kontrollieren kann.
[10:45] Speaker 0: Also da bin ich schon auch durch die Erfahrung nicht gesammelt hab einfach von überzeugt dass das ein großer Faktor ist und ich auch immer schon oder wir auch wussten und es war klar so im Team, die Hebamme macht das so, die legt immer schon bei Anzente mit deine PDA... Seine Spezies sag ich mal, wo man genau wusste, was sind deren Vorlieben.
[11:04] Speaker 0: Und wie findet man vielleicht auch die Patientin vor?
[11:07] Speaker 0: Auch da gibt es die vorsichtigere Hebamme und die forschere Hebammen.
[11:10] Speaker 0: Die, wo Mann sagt, da hätte ich lieber mal vorher schon aufs CTG geguckt.
[11:14] Speaker 0: Und die, wo Man sagt ... Ja gut also das ... Da könnte man jetzt schon noch ein bisschen die Frau unterstützen.
[11:20] Speaker 0: Also da sehen wir noch keinen ... Hinweis darauf, dass wir jetzt die Geburt irgendwie beenden müssten schnell.
[11:26] Speaker 0: Und diesen Faktor den Frauen mitzugeben und zu sagen, dass es halt einfach wahnsinnig wichtig ist sich selbst ausreichend auf die Gebur vorzubereiten um genau diesen Faktor möglichst kleinzuhalten diesen subjektiven Faktors das einfach ich selbst zum Beispiel weiß welche Geburtsposition gibt es eigentlich vielleicht auch schon mal am Ende der Schwangerschaft zu probieren.
[11:48] Speaker 0: in welcher geburts position fühle Ich mich mit meinem Körper gerade wohl um nämlich genau in solchen Situationen auch sagen zu können, ich möchte jetzt aber gerne in die tiefe Hocke oder ich möchte mich jetzt gerne bewegen.
[12:00] Speaker 0: Ich weiß dass das gut ist für
[12:01] Speaker 0: mich.".
[12:05] Speaker 1: Aber eigentlich muss man das doch gar nicht sagen?
[12:08] Speaker 1: Oder eigentlich ist es doch so, dass man sich bewegen kann wie man möchte unter der Geburt.
[12:13] Speaker 1: also das ist zumindest das Ideal was ich vor Augen habe.
[12:18] Speaker 1: Ja, eben nach dem Instinkt auch bewegen kann.
[12:21] Speaker 1: Nach der Körperintuition.
[12:22] Speaker 1: und gerade wenn man sich vielleicht auch mit Hypnose vorbereitet hat ist man ja sehr gut angebunden an den eigenen Instinkten.
[12:28] Speaker 1: Und da denke ich mal so, das ist sozusagen die größte Weisheit, die wir haben.
[12:33] Speaker 1: Diese versteckte Weishalt, die halt in den Frauen selbst liegt weil der Körper genau weiß wie alles beschaffen ist, wie groß das Kind ist wieder als Kind liegt und was jetzt wirklich gut tut und hilft.
[12:45] Speaker 1: Ich weiß auch, dass es manchmal eben eingeschränkt ist durch zum Beispiel CTG schreiben und so weiter.
[12:50] Speaker 1: Wie siehst du das denn?
[12:52] Speaker 0: Also ich glaub, das ist schon eine Idealvorstellung von der Du sprichst.
[12:56] Speaker 0: Dass man ... Das was Du anbietest und die Teilnehmerinnen von Deinem Kursen.
[13:01] Speaker 0: Die haben einfach ein großes Interesse daran, genau das zu lernen und auch das zu fühlen um im Körper zu gehen.
[13:08] Speaker 0: aber es gibt ganz viele Frauen mit Sicherheit die größere Menge leider Verbindung zu ihrem eigenen Körper hat.
[13:15] Speaker 0: Die eben nicht in sich rein spürt, die sich komplett darauf verlässt das zu tun was ihr im Kassel gesagt wird.
[13:21] Speaker 0: Ein bisschen so nach dem Motto der das Kind kommt schon irgendwie raus und ... Das, was du anbietest ist einfach wahnsinnig wertvoll weil genau darum geht es nämlich unter der Geburt dass ich selber mit mir um meinem Körper gehe Und manchmal ist es ja, die Heber muss das gar nicht verbieten in dem Moment sondern es reicht ja wenn sie sagt ach leg dich doch mal hin.
[13:41] Speaker 0: Aber wenn die Frau nicht selber selbst bestimmt sagt, ich möchte da was anderes tun.
[13:47] Speaker 0: Da macht sie das vielleicht einfach.
[13:48] Speaker 0: Weil sie denkt, das ist jetzt das Richtige.
[13:50] Speaker 0: Die weiß es besser als ich.
[13:53] Speaker 0: Und mehr auf sich zu hören, ist das, was es braucht in der Geburtsvorbereitung und dann auch unter der Geburt eben selbstbestimmter durchgehen zu können.
[14:03] Speaker 0: Leider ist das halt nicht die Mehrheit, die das macht.
[14:07] Speaker 0: Natürlich hast du recht, dass man das Recht darauf hat und dass man das alles machen darf.
[14:12] Speaker 0: Aber wie gesagt, viele Frauen sind dann auch eingeschüchtert wenn vielleicht mal ein bisschen Kontra kommt.
[14:18] Speaker 0: Und mit dem CDG schreiben wir sicherlich einen Punkt und da gibt es Forscheriebamme oder Schüchternerehebammen oder Ängstliche.
[14:25] Speaker 0: meine Hebamme die auch eine gute Freundin von mir ist und die zum Glück auch eine Leitentunk in dem Kreissaal.
[14:31] Speaker 0: Die hat z.B.
[14:32] Speaker 0: mein CDG einfach abgemacht unter der Geburt Und ich dachte aber als Ärztin damals, mein erster Geburt oder vor meiner ersten Geburt.
[14:38] Speaker 0: Ich fand das immer ganz schlimm, wenn sie das CTG abgemacht hat.
[14:41] Speaker 0: Ich hab total gedacht ja und was ist, wenn jetzt was passiert?
[14:45] Speaker 0: Jetzt genau ausgerechnet den Dehnzeitpunkt, wo sie es CTG macht.
[14:48] Speaker 0: Und ich bin dann die Verantwortliche, die dann ... Wenn irgendwas schiefgeht, wo gesagt wird, warum war das CTB ab?
[14:55] Speaker 0: Weil das ist der Punkt.
[14:56] Speaker 0: Es wird nicht in solche Fälle besprochen werden darauf eingegangen.
[14:59] Speaker 0: Was hat die Patientin sich gewünscht?
[15:01] Speaker 0: Sondern es zählt das, was passiert ist in dem Moment.
[15:04] Speaker 0: Und es zelt okay und wir haben sehen hier zwei Stunden keine Überwachung.
[15:07] Speaker 0: In den Moment ist etwas schief gelaufen.
[15:08] Speaker 0: ja wer trägt dann die Verantwortung?
[15:11] Speaker 0: Ich glaube da ist es einfach ... Da wie wir hört ein gewisser Mut auch irgendwie dazu.
[15:16] Speaker 0: Die Patientin wird selbst wenn sie in dem moment sagt Ja ich will das CTG nicht Wenn am Ende was passiert Niemand weiß was die Frau dann sagt Sagt sie aber ihr habt doch die Verantwortung so ein bisschen.
[15:28] Speaker 0: Also das weiß man nicht, weil wenn Eltern doch was zustößt, reagieren sie dann doch vielleicht anders?
[15:32] Speaker 0: Weil Sie es in der Situation nicht besser gewusst haben oder sich anders gefühlt haben.
[15:37] Speaker 0: und als ich selber unter der Geburt war und meine Hebamme hat das CTG abgemacht, ich war noch in der Badewanne und danach hatte ich's auch nicht an... Ich hab mich total sicher gefühelt!
[15:46] Speaker 0: Und das war ein ganz schönes Erlebnis, weil ich nämlich mal auf der anderen Seite im Kaisal war und selber spüren konnte wie es sich wie man doch verbunden ist mit seinem Kind und dem Moment, ja, spürt das alles okay.
[15:56] Speaker 0: Ich hab gespürt, dass alles okay ist und konnte mich loslassen und war völlig fein damit, dass das CTG nicht dran war.
[16:03] Speaker 0: Aber ich kenne eben auch diese andere Situation?
[16:08] Speaker 1: Ja ... Ja, das verstehe ich total.
[16:09] Speaker 1: Ich stelle mir das super herausfordernd vor und ich denke immer... ...ich bin froh dass ich auf dieser Seite bin wo ich eben gar keine Verantwortung trage.
[16:17] Speaker 1: Also ich bewundere wirklich alle die im Kreißerl arbeiten wirklich also aus tiefstem Herzen weil ihr habt unglaublichen Druck und eine unglaubliche Verantwortung die da auf euren Schultern lastet.
[16:28] Speaker 1: Und wie will man das machen gerade wenn man gute Geburtshelfe machen möchte?
[16:32] Speaker 1: Man ist aber in diesen Systemen drin und man hat diese Verantwortung.
[16:38] Speaker 1: Und es gibt ja auch immer mal wieder Anzeigen oder so, dass irgendwas vor Gericht landet.
[16:43] Speaker 1: Weil irgendetwas war mit dem Kind... Also es gibt auch eine Null-Toleranz sozusagen heutzutage.
[16:49] Speaker 1: Früher war's ja auch normaler, sag ich mal, dass ein Kind auch mit einer Behinderung auf die Welt gekommen ist ... Also das, was Schlimmes passiert ist.
[16:59] Speaker 1: Diese Toleranz sozusagen gibt es heute gar nicht mehr weil das so selten geworden ist, weil die Geburtshilfe so gut geworden ist.
[17:05] Speaker 1: Das ist ja auch toll aber das macht euch natürlich einen unglaublichen Druck, dass das gar nichts schieflaufen darf, weil's da ... Weil es so selden ist, dass dann für alle einfach ein riesiger Schock ist wenn irgendwas eben nicht ganz rundläuft ne?
[17:21] Speaker 1: Ich frag mich ob die Es drei Leitlinie zur vaginalen Geburt am Termin die aktuell, dies aktuell gibt ob die euch nicht auch so ein bisschen eine Entspannung bringen kann weil da ja gesagt wird es sollte möglichst kein Dauer CTG geschrieben werden sondern lieber mal immer wieder mit einem Dokton gehört werden.
[17:44] Speaker 1: Portablen CTG Ersatz sozusagen, also um die Herztöne zu hören.
[17:48] Speaker 1: Bringt euch das nicht auch ein bisschen Entspannung in den Kreisel?
[17:51] Speaker 1: Wenn man weiß?
[17:52] Speaker 1: okay ich kann mich auf die S-III-Lightlinie dann berufen und es ist vollkommen okay mal zwei Stunden kein CTG zu schreiben.
[17:59] Speaker 1: Ein kleiner Hinweis, falls du Lust hast dich einmal von meiner Stimme bei einer Meditation begleiten zu lassen dann kannst du das kostenlos in meiner App ausprobieren.
[18:08] Speaker 1: Ohne Anmeldung und Spam einfach aus dem Store laden und loslegen.
[18:12] Speaker 1: Den Link findest du in den Show Notes oder suche einfach in deinem App Store nach die friedliche Geburt Und jetzt zurück zur Folge.
[18:20] Speaker 0: Ich bin ja jetzt aktuell nicht mehr im Kreishaal tätig, aber ich weiß, dass diese S-III Leitlinie leider immer noch nicht so angewandt wird wie es eigentlich sich erhofften wird.
[18:29] Speaker 0: Weil das einfach auch so tief verankert ist, sagen wir mal, wie das standardmäßig läuft und so läuft es.
[18:36] Speaker 0: Ich glaube, das ist immer schwer sowas neu zu integrieren.
[18:39] Speaker 0: gerade Es ist ja auch einfach immer dieser Disput zwischen Ärztinnen und Hebammen im Kreißhaal irgendwie da.
[18:47] Speaker 0: Weil wer trägt jetzt wirklich die Verantwortung?
[18:50] Speaker 0: Und es ist immer schwierig, wenn ... Da geht's ja in der Leitlinie schon darum wieder viel natürlicher zu der Geburt zurückzukehren und auch zum Beispiel dass die wirkliche Geburt ja eigentlich erst bei fünf, sechs Zentimeter Muttermutteröffnung anfängt.
[19:06] Speaker 0: Das ist für die Frauen aber auch kaum auszuhalten muss man auf der anderen Seite sagen.
[19:10] Speaker 0: also viele wollen ja auch schon Intervention haben wenn der muttermund vielleicht noch gar nicht offen ist oder ein Zentimeter offen ist und dann nochmal nach Hause geschickt zu werden zum Beispiel ist auch Nicht tolerabel für die meisten frauen.
[19:20] Speaker 0: die wollen einfach dann auch stationär bleiben und wollen das was getan wird.
[19:24] Speaker 0: Also ich glaube immer so ein bisschen zweischneidig auf jeden fall könnte dass Entspannung reinbringen.
[19:29] Speaker 0: Ich glaube, bei diesen Verurteilen und so, da spielt das dann am Ende gar keine Rolle.
[19:34] Speaker 0: Also ich glaub, dass es schon so ist, dass man ... Das ist ganz klar ja auch um die Fakten geht.
[19:38] Speaker 0: Und es geht finde ich auch ganz klar darum.
[19:40] Speaker 0: Ich bin ja dann auch diejenige oder die Ärztin, die damit leben muss, was passiert das?
[19:45] Speaker 0: Das ist ja auch noch mal ein Faktor.
[19:47] Speaker 0: Total!
[19:47] Speaker 0: Ob man jetzt verurteilt wird dafür nicht.
[19:50] Speaker 0: Dass man weiß, da geht's um einen Menschenleben oder zwei Menschenleben.
[19:56] Speaker 0: Ja.
[19:56] Speaker 0: Trotz alledem... glaube ich, dass das ganz viel besser laufen kann in vielen Situationen.
[20:01] Speaker 0: Und dass viel auch ... ja, in der Art und Weise im Umgang mit den Patienten liegt gar nicht mal unbedingt an diesen Fakten.
[20:10] Speaker 0: ist es CTG jetzt dran oder nicht?
[20:12] Speaker 0: Sondern wie spricht man mit den Patientinnen?
[20:14] Speaker 0: Das fällt mir halt extrem auf.
[20:16] Speaker 0: Da war ich sicherlich auch mit Täterin als ich ganz jung war.
[20:20] Speaker 0: Weil's einfach ... Ja, man hatte so übernommen.
[20:23] Speaker 0: Es war irgendwie so das Normal, drauf ist.
[20:26] Speaker 0: Und ich hatte das schon schockiert, manchmal, wenn ich im Nachtdienst da saß und es hat an der Kreisvertöge klingelt und die Reaktion von den Hebammen in dem Moment, die einfach super genervt waren.
[20:35] Speaker 0: Ich habe immer gesagt, warum seid ihr denn so genervt?
[20:38] Speaker 0: Dass es jetzt klingelte... Ist doch euer Job!
[20:41] Speaker 0: Es ist doch okay, dass ihr jetzt auch arbeitet und es ist doch auch ok, dass eine Frau zur Geburt kommt.
[20:45] Speaker 0: Mir immer vorgestellt Wahnsinn, dass für die Frau wahrscheinlich der schönste Tag in ihrem Leben oder der besonderste Tag.
[20:54] Speaker 0: Der besondere
[20:55] Speaker 1: Tag
[20:55] Speaker 0: im Leben, den bekommt ein Baby und du bist so genervt.
[20:58] Speaker 0: Das fand ich immer schon super schockierend, wenn das aufgetreten ist ... dass manche haben ja selber gar nicht die Erfahrung, also nicht alle Heben an meinem Kinder bekommen.
[21:07] Speaker 0: Und dann auch immer so dieses ... Die stellt sich wieder so an wie manchmal über die Patientinnen geredet wurde in dem Kreißsaal-Aufenthaltsraum.
[21:14] Speaker 0: Das hat mich schockiert, da hab ich wirklich gegessen.
[21:16] Speaker 0: Wie kann man so über Frauen reden?
[21:19] Speaker 0: Jetzt kriege ich sie noch mal mit.
[21:20] Speaker 0: auf der anderen Seite dadurch, dass ich meine Praxis habe, begleite ich die Frauen während der Schwangerschaft und natürlich nach der Geburt.
[21:29] Speaker 0: Und wenn die mir dann auch erzählen, wie mit dem geredet wurde unter der Geburt.
[21:34] Speaker 0: Wie machtlos man einfach und ausgeliefert man zum Teil ist gegenüber den Worten?
[21:39] Speaker 0: Dieser wörtlichen Gewalt würde ich mal sagen im Kreissaal, das ist schon krass!
[21:45] Speaker 1: Ja... Ich glaube auch, dass es das Schlimmste ist eigentlich.
[21:48] Speaker 1: Das was am häufigsten passiert.
[21:50] Speaker 1: Gewalt ohne der Gebur form von Worten.
[21:54] Speaker 1: Also was mir ganz gut gelingt ... Ich in vorbereitenen Hypnosen versuche, den Perspektivwechsel zu schaffen.
[22:03] Speaker 1: Dass die Frauen mehr und mehr das Gefühl haben, egal was die Hebammen sagen oder Ärztinnen oder Ärzte wenn es irgendwie harsch ist oder irgendwie kalt klingt oder unfreundlich dann hat das gar nichts mit mir zu tun sondern liegt an äußeren Umständen, die ja wirklich im Kreißal auch nicht gut sind.
[22:20] Speaker 1: Das muss man ja auch dazu sagen dass viele Sensible Heb am Schülerinnen sage ich mal auch.
[22:28] Speaker 1: Am Ende nicht in den Kreißerl gehen, also ich habe jetzt gehört dass die wenigsten danach im Kreißal arbeiten sondern die meisten dann eben Vorsorge nach Sorge machen aber nicht im Kreissal arbeiten was ja auch wirklich schockierend ist, also dass der Kreis halt zum Teil so hart ist.
[22:45] Speaker 1: Aber vielleicht kannst du da noch mehr darüber sagen weil du ja einen ganz anderen Einblick auch hast das eben viele dann auch gar nicht in den Beruf einsteigen und vielleicht dann auch eher die, die das halt abkönnen.
[22:57] Speaker 1: Also die auch irgendwo eine andere vielleicht auch eine Mauer haben oder so.
[23:04] Speaker 1: Abgesehen davon, ich kenne ganz tolle Hebamme, die auch im Kreis alle arbeiten.
[23:07] Speaker 1: Aber ich hab halt das Gefühl ... Das ist schon ein hartes Brett!
[23:11] Speaker 1: Also es is nicht easy so dort zu arbeiten.
[23:14] Speaker 0: Nee und wie du sagst, ist ja auch wieder, es gibt die und die Hebammen, die haben noch sicherlich nie laut am Kreiser.
[23:20] Speaker 0: Ja also das ist ja immer so eine Typ-Sache und so sind wir halt einfach alle anders ne?
[23:25] Speaker 0: Und eben alle anders unseren Beruf aus.
[23:27] Speaker 0: und ich glaube genau dass was du auch in deinen Meditationen versuchst zu erläutern, dass dieser Perspektivwechsel das ist von außen kommt.
[23:36] Speaker 0: Ich glaube schon, dass es Stressfaktoren sind die auf diese Person eintreffen und die hat nicht gelernt anders damit umzugehen.
[23:42] Speaker 0: D.h.,
[23:42] Speaker 0: sie sieht, dass CTG kriegt Panik und in ihrer Panik wird sie laut weil sie gestresst ist in dem Moment.
[23:48] Speaker 0: Weil warum wird sie laut?
[23:49] Speaker 0: Sie wird ja nur laut wenn sie eine Notwendigkeit dafür hat, dass das Kind zum Beispiel jetzt unbedingt kommen muss, weil sie das Gefühl hat sonst kommt's schlecht raus.
[23:57] Speaker 0: also schlecht in dem Sinne, dass er schlapp ist.
[23:59] Speaker 0: Und in dem Moment hat sie das Gefühl, okay, sie muss irgendwo hin wahrscheinlich mit ihrem Stress und wird laut und aggressiv im Ton gegenüber der Frau, dass sie doch besser mitarbeiten muss.
[24:08] Speaker 0: Weil vielleicht auch die Verantwortung in den Moment abzugeben sagen, du machst nicht richtig mit!
[24:12] Speaker 0: Das kommt jetzt deswegen nicht.
[24:14] Speaker 0: Mach doch mal damit hier was passiert oder Sie fühlt sich hilflos ausgeliefert und weiß, Sie kann eigentlich gerade gar nix machen.
[24:19] Speaker 0: Das CTG ist aber schlecht und die Frau sieht es so aus als müsste die Frau nur richtig pressen dass es sicherlich an diesen äußeren Umständen auf jeden Fall liegt.
[24:33] Speaker 0: Aber, ja ... Dass man in dem Moment einfach vergisst, dass da ein Mensch vor einem ist.
[24:39] Speaker 0: Ich find das so wierig.
[24:41] Speaker 0: Ich glaub, das ist auch das, was oft zu den Traumata führt nach der Geburt.
[24:45] Speaker 0: Weil ich mir so vorstelle, ich bin eine gestandene Frau, die mitten im Leben steht und schwanger ist.
[24:51] Speaker 0: Und dann in den Kreis, da kommt auf einmal bist du gefühlt jemandem der keinerlei Entscheidungsmacht mehr hat über sich und seinen Körper von jetzt auf gleich, der dem Hilfluss ausgeliefert ist.
[25:02] Speaker 0: Und das ist eine Einbahnstraße!
[25:04] Speaker 0: Ich kann ja in dem Moment auch nicht mal sagen so gut ihr seid jetzt irgendwie gemeint zu mir ich gehe Stopp!
[25:08] Speaker 0: So habe keine Lust mehr.
[25:10] Speaker 0: Ja so wird mit mir nicht umgegangen.
[25:11] Speaker 0: In dem moment bist du nicht in dieser Lage das zu sagen weil du auch weißt ich hab eigentlich gar keine andere Optionen.
[25:17] Speaker 0: Das heißt du bist so ausgeliefert.
[25:19] Speaker 0: Ich glaub, so etwas hat hoffentlich toll.
[25:22] Speaker 0: Niemand vorher schon mal in seinem Leben erleben müssen dieses Ausgeliefertsein und das ist natürlich kann schon traumatisch sein.
[25:29] Speaker 0: ich glaube dass in dem Moment der Partner oder die Partnerin extrem hilfreich sein kann oder derjenige der bei der Geburt mit dabei ist Dass man sich das einfach mal bewusst macht.
[25:38] Speaker 0: Ich glaube, es ist wichtig auch, sich die negativen Aspekte einmal anzuschauen was kann möglicherweise auf die Zukunft im Kreis sein und dann vielleicht mit der Person, die ein Begleitet ist zu besprechen dass man selber in dem Moment nicht mehr dazu eine Lage ist aber dass dann vielleicht der Partner oder die Partnerin oder wer auch immer einen begleitet den Moment sagen kann stoppst du nicht
[25:58] Speaker 1: Absolut, das finde ich richtig wichtig.
[26:01] Speaker 1: Tatsächlich dass ich irgendwie einen Menschen an meiner Seite hab dem ich vertrauen kann wer auch immer das ist also ob ich jetzt eine Beleghebarmmer habe das natürlich super toll der ich vertrauen kann oder es kommt mein Partner mit Partnerin Dula wer auch Immer Freundinnen oder so.
[26:15] Speaker 1: Das finde ich superwichtig.
[26:16] Speaker 1: und ich habe halt auch den Eindruck, dass eben wirklich dieser innere Perspektivwechsel, wenn ich den vorher schon mache.
[26:25] Speaker 1: Und halt im Idealfall eben auch im Unbewussten schon verankert durch Hypnosen zum Beispiel wo ich im unbewusstem mehr und mehr das Gefühl kriege okay egal was da passiert, egal wie unfreundlich da vielleicht möglicherweise jemand ist oder wie gestresst Oder auch wie freundlich oder so.
[26:41] Speaker 1: Das hat erst mal jetzt gar nichts mit mir zu tun, sondern mit deren Situationen die Umstände, die dort an dem Tag in diesem Kreissaal gerade sind.
[26:50] Speaker 1: also ich komme in eine total... Unklare Situation.
[26:54] Speaker 1: ich weiß nicht was zuvor passiert ist.
[26:56] Speaker 1: Ich weiß nicht wie lang die Schicht der Ärztin vielleicht schon war oder der Hebamme schon war und ich weiß, ob sie vielleicht schon eins auf den Deckel gekriegt hat oder genervt ist oder Liebeskummer hat.
[27:05] Speaker 1: Ich weiss es ja nicht.
[27:05] Speaker 1: Ja ich komme in eine Situation mit völlig fremden Menschen einer fremde Vorgeschichte Und je mehr ich mir das halt vorher bewusst mache gut in mich selber eintauchen, in den Geburtsprozess und mich selbst gut begleiten kann.
[27:23] Speaker 1: Dass so weniger besteht eben die Gefahr einer Traumatisierung, denn du hast es gerade auf einen Punkt gebracht, Trauma entsteht halt durch das Gefühl ausgeliefert zu sein in einer scheinbar oder auch real bedrohlichen Situation.
[27:37] Speaker 1: Und eine Geburt dadurch dass sie so existenziell sich anfühlt, kann sie sich schnell bedrohlig anfühlen.
[27:42] Speaker 1: also auch wenn es zum Beispiel bei mir war's ja nie bedrolig Drei ganz natürliche, evangelale Geburt.
[27:48] Speaker 1: Man sagt toll, alle super gelaufen aber ich hab mich trotzdem hilflos ausgeliefert gefühlt diesen Körperempfindungen die ich da hatte und dazu kann das dann verstärken kommen wenn ich da vielleicht auf jemanden treffe der eben nicht die richtigen Worte findet oder nicht den richtigen Tonanschläge sozusagen.
[28:06] Speaker 0: Total ja es kommt natürlich auch die Angst dazu.
[28:09] Speaker 0: man merkt ja dass was nicht stimmt immer selber krömmt.
[28:11] Speaker 0: wenn man jetzt Man kriegt auch Angst und denkt, was ist mit dem Kind?
[28:17] Speaker 0: Da ist etwas ganz Schlimm.
[28:19] Speaker 0: Das führt eher zu einem Geburtsstopp als zu einem Progress, dass es weitergeht.
[28:24] Speaker 0: D.h.,
[28:25] Speaker 0: da kommt noch mal diese Panik dazu, die man mitnimmt, wenn man diese Schwingung spürt im Kreißsal oder auch die Tonalität.
[28:33] Speaker 0: Und ich glaub ... das ist ein ganz toller Ansatz, den du da ... Ja, durch deine Meditation irgendwie hervorbringst.
[28:43] Speaker 0: Ich bin nicht der Auslöser dafür, sondern ... ja, ich bin nicht schuld, dass man da einfach ganz klar differenzieren kann.
[28:51] Speaker 0: Auf jeden Fall, dass das helfen kann und denke, dass auch durch dieses Versuchen zumindest, dass jemand Drittes mit dem Kreißsaal ist, den mal ein Spiegel vorhält um zu sagen, Leute!
[29:03] Speaker 0: Wie redet ihr mit meiner Frau?
[29:05] Speaker 0: Stopp, jetzt ist mal gut.
[29:06] Speaker 0: Hier ist ein Mensch!
[29:09] Speaker 0: Ich kann mir schon vorstellen oder weißt du es auch aus eigener Erfahrung, dass man das vergisst.
[29:12] Speaker 0: Dass in dem Moment einfach für einen ist das Wichtigste im Moment, dass dieses Kind gesund auf die Welt kommt und da ... Man hat zwar Empathie, die ist dann auch sofort wieder da.
[29:23] Speaker 0: In diesem Stresssituationen kann ich das extrem nachvollziehen, dass es dann passiert.
[29:28] Speaker 0: Ich glaube, das hab ich mir eigentlich immer gewünscht.
[29:30] Speaker 0: Bei mir ist es ja dann leider nicht mehr dazu gekommen, dass sich nach der Geburt zurück in den Kreis da kommen.
[29:34] Speaker 0: Aufgrund auch wieder einem Thema, wo man stundenlang drüber reden kann, dass Mütter einfach noch nicht so angesehen sind im Job wie Frauen, die keine Kinder haben?
[29:43] Speaker 0: Ja auf jeden Fall habe ich immer ganz lange meine Freundin's eben, die leitende Hebamme mit der darüber gesprochen gesagt hat, ich wünschte mir sehr, ich würde mal wissen von heute und meine Erfahrung von heute am Kreis soll arbeiten Du wirst die Geburtstilfe, die du gerne pflegen würdest.
[30:02] Speaker 0: Wirst du nicht durchsetzen können im Kreiser?
[30:04] Speaker 0: Das geht einfach nicht!
[30:05] Speaker 0: Dafür muss man ja auch sagen sind Ärztinnen viel zu weit weg.
[30:09] Speaker 0: Wir werden ja in den Regeln nur gerufen, wenn es unter die Geburt geht.
[30:12] Speaker 0: Das heißt wir sind bei der Eröffnungsphase nicht mit dabei oder wir werden gerufen wenn es akut ist.
[30:18] Speaker 0: Man kann als Ärztin gar nicht so viel Einfluss haben auf die Gebur.
[30:22] Speaker 0: Klar in der Akutsituation Ruhe bewahren und natürlich kann man da empathisch sein und sowas schon.
[30:27] Speaker 0: aber sie meint das was ich mir wünsche für die Frau Das wäre eigentlich so nicht umsetzbar.
[30:32] Speaker 0: Ich würde nur enttäuscht werden, wenn ich zurückgehen würde in
[30:34] Speaker 0: Kreisland.".
[30:34] Speaker 0: Es fand ich schon auch hart.
[30:36] Speaker 0: aber es sind einfach auch medizinische Strukturen die vorgegeben sind und wo doch dann jeder immer guckt und immer wird gefragt wie weit ist denn die Frau jetzt?
[30:46] Speaker 0: Wie ist der Geburtsfortschritt?
[30:48] Speaker 0: Also das weiß ich noch bei jeder Übergabe und wenn die Frau vier Stunden bei einem Zentimeter war, dann waren da schon alles superunruhig.
[30:55] Speaker 0: Obwohl man ja jetzt auch weiß von den Leitlinien her, dass Und dann hast du halt die ...
[31:01] Speaker 1: Total, das darf ganz lang dauern.
[31:05] Speaker 0: Ja und dann hast Du halt die Hebammen, die gesagt haben, naah, die ist schon bei zwei Zentimeter!
[31:09] Speaker 0: Die dann wussten schon okay ich spiel's Ganze ein bisschen damit die noch länger Zeit kriegt die Frau.
[31:13] Speaker 0: Also eigentlich so'n bisschen vorgetäuscht.
[31:16] Speaker 0: oder die, die dann selber auch unruhig geworden sind und wollten dass da jetzt mal was vorangeht?
[31:21] Speaker 1: Ja, ja.
[31:21] Speaker 1: Und
[31:21] Speaker 0: wo dann eingegriffen
[31:22] Speaker 1: wurde?
[31:22] Speaker 1: Genau und diese Eingriffe, die künstliche Eingrüffe sollten halt nur dann stattfinden wenn es auch wirklich notwendig ist also wenn's medizinisch notwendig isst weil das so ein feines Zusammenspieles hormonell unter eingreifen ist.
[31:34] Speaker 1: gut dass man das kann wenns notwendig iss aber nicht notwendig.
[31:38] Speaker 1: ess ist halt auch nicht so gut oft eine Intervention dann auf die andere folgt und eine Interventionskaskade dann auch irgendwie anrollen kann, was man eigentlich einfach sich nicht wünscht für die Geburt.
[31:51] Speaker 1: Also wie gerade wenn es sein muss also wenn irgendwas nicht okay ist, dann ist es super dass wir diese Hilfen haben aber da gut abzuwägen ich stelle mir das auch sehr herausfordernd vor und schwierig vor.
[32:02] Speaker 1: Da einfach immer die richtige Entscheidung zu treffen.
[32:05] Speaker 0: Ja total und es gibt halt die Frauen Diejenigen, die sich für deinen Kurs entscheiden und sich mental extrem darauf vorbereiten.
[32:12] Speaker 0: Das sind auch die, die damit schäftigen ... Wann geht denn die Geburt wirklich los?
[32:17] Speaker 0: Die vielleicht auch die Wehen super gut farmen können, die da schmerzfreier durchgehen.
[32:23] Speaker 0: Aber wenn du Frauen hast, die schon da sind der Mutter-Mutter ist noch komplett zu, steht es noch zweitzündig.
[32:28] Speaker 0: Du weißt, das dauert eigentlich bei der Erste.
[32:30] Speaker 0: Es kann jetzt auch auf vierzehn Stunden gehen.
[32:32] Speaker 0: Die klingen aber alle paar Stunden am Kreißsaal.
[32:35] Speaker 0: Die wollen, dass was passiert.
[32:36] Speaker 0: Da ist dann natürlich auch superschwierig!
[32:38] Speaker 0: Ja, weil die musst du irgendwie auffangen und begleiten.
[32:42] Speaker 0: Und da ... Wenn du den Zeit geben würdest, würde wahrscheinlich alles von alleine irgendwann losgehen.
[32:48] Speaker 0: Aber die haben halt ...
[32:52] Speaker 1: Da fehlt dann auch zum Teil Aufklärung, hab ich das Gefühl, ne?
[32:55] Speaker 1: Also ... Wie gehe ich in die Geburt rein?
[32:57] Speaker 1: Also weiß ich, dass so eine Latenzphase auch wirklich mal tagelang dauern kann.
[33:01] Speaker 1: Und gucke ich, das ich eben viel schlafe in dieser Zeit und mich gut entspanne.
[33:07] Speaker 1: Also diese Ungeduld ja ... Die kann halt auch daher kommen, dass dann so ne Form von Aufklärung im Vorfeld fehlt.
[33:14] Speaker 0: Ja, die Erfahrung machen wir ja auch mit unseren Kursen oder auch in der Praxis.
[33:19] Speaker 0: also Wissen ist einfach das Wichtigste überhaupt.
[33:22] Speaker 0: Also auch dieses medizinische Wissen und wir hatten ja auch in der Folge mal über den Kaiserschnitt gesprochen, auch das ist etwas womit man sich befassen sollte und ich weiß dass viele... also es meine Geburten die ich erlebt habe, meine ersten beiden geburten für viele Frauen auch hätten traumatisch sein können und dass ich meine Geburt so positiv verlebt hab.
[33:40] Speaker 0: Ich hatte ja zwei schwere Sauglockengeburten wirklich von sehr weit oben unter anderem mit Kristella mit Dammschnitt.
[33:49] Speaker 0: Ich hab trotzdem nach der Geburt, ich war so im Glück und hab gedacht, ich möchte das noch mal erleben.
[33:53] Speaker 0: Ich hab das positiv weggedeckt.
[33:54] Speaker 0: Und weiß aber auch, dass es daran lag, dass ich ganz genau wusste, was gerade passiert ist.
[33:59] Speaker 0: Und dass ich genau wusse ... Dann habe ich das CTG gehört, das hat mich beruhigt.
[34:04] Speaker 0: Wie gesagt, ich hatte das CTD nicht dran.
[34:06] Speaker 0: Ich wusste genau wie eine Sauglocke abläuft oder wie der Dammschnitt genäht wird.
[34:10] Speaker 0: Ich hatte schon das Gefühl, dass mich dieses medizinische Wissen auch davor bewahrt hat, dass sich das traumatisch erlebt haben.
[34:19] Speaker 0: oder auch wenn der Stress im Kreis war.
[34:20] Speaker 0: Ich habe den gar nicht so wahrgenommen, wo mein Mann bei der zweiten Geburt gesagt hat ... Er hatte gedacht, er war so unruhig dann am Ende.
[34:27] Speaker 0: Das war ganz schlimm für ihn, weil dann der Oberarzt reinkam und dann hat er gemerkt wie Heybama oberatmet einander ein bisschen im Konflikt sind dass er so spät erst gerufen wurde und das jetzt eigentlich super eilig ist und das hat ihn total mitgenommen und mich gar nicht ich hab das gar nicht mitgekriegt.
[34:44] Speaker 1: Ja, das ist total spannend.
[34:45] Speaker 1: Ich finde ja auch zum Beispiel Dammenschnitt... Das ist was mir vor der Geburt oder vor meinen Geburten mega Angst gemacht hat weil ich dachte um Gottes Willen!
[34:54] Speaker 1: Also und das ist glaube ich total natürlich und jede Frau würde denken nur um Gottes willen da reinschneiden.
[34:59] Speaker 1: also das muss ja höllisch weh tun Und eben die Aufklärung zu haben?
[35:04] Speaker 1: Nee normal als wenn der Dammschnitt richtig gesetzt wird dann merkt man den nicht dass es ja auch einfach eine Info die super wichtig ist ne
[35:14] Speaker 0: Total.
[35:16] Speaker 0: Ja, also Aufklärung auf allen Seiten ist auf jeden Fall super wichtig und ich finde eben dieses wie du schon gesagt hast einmal der Perspektivwechsel das man sich mal überlegt okay da sind auch Menschen auf der anderen Seite des Kreißsaals die auch ihr Bestes irgendwie geben weil man liest natürlich immer ganz ganz viel Kritik und alles wird so negativ geschrieben.
[35:37] Speaker 0: Irgendwie kann man aber auch wahnsinnig dankbar sein dafür, dass es das System so gibt wie wir's haben hier in Deutschland.
[35:42] Speaker 0: Und dass da Menschen sind die jeden Tag das wieder machen und jeden Tag dastehen diese Verantwortung tragen.
[35:47] Speaker 0: weil ich kenne auch ganz viele von meinen KollegInnen, die gesagt haben auf gar keinen Fall gehe ich in Kreisau.
[35:52] Speaker 0: Auf gar kein Fall mache ich das, weil ich will diese Verantwortung nicht tragen und das ist glaube ich auch ein... Warum viele in die Gynäkologie gehen?
[35:59] Speaker 0: Weil sie diese Verantwortung gar nicht tragen können für Mutter und Kind.
[36:02] Speaker 0: Und diesen Stress, man ist ja wirklich im Dauerstress auch wenn man da nach Dienst hat ... Man muss sich darauf verlassen dass die Assistenzärztinnen einen rufen das die Hebammen einrufen.
[36:11] Speaker 0: Man muss Entscheidungen in Sekunden treffen teilweise.
[36:16] Speaker 1: Das ist total wichtig, dass du das sagst.
[36:18] Speaker 1: Die äußeren Umstände sind halt nicht ideal eigentlich.
[36:23] Speaker 1: Das steht eben auch in der S-III-Lightlinie wäre es ja wichtig und auch für die Sicherheit von Mutter und Kind super wichtig, dass eine Eins zu Eins Betreuung geben würde unter der Geburt durch eine Hebamme.
[36:34] Speaker 1: Und das ist ja in fast keinem Kreissaal gang und gäbe.
[36:38] Speaker 1: Das heißt man muss sowieso mit einer nicht idealen Grundsituation irgendwie klarkommen und zurechtkommen.
[36:46] Speaker 1: Und hat dadurch quasi eine unsichere Grundsituation, die man versucht durch medizinische Hilfsmittel wie zum Beispiel CTG, Dauer-CTG
[36:54] Speaker 1: usw.,
[36:55] Speaker 1: diese Dinge irgendwie noch Sicherheit mit reinzubringen auch wenn man vier fünf Geburten vielleicht parallel betreuen muss.
[37:01] Speaker 1: Das ist unglaublich krass!
[37:04] Speaker 1: Mir geht es auch so wie dir das mir da oft der Respekt und die Achtung vor den Hebammen, den Ärztinnen und Ärzten fehlt.
[37:12] Speaker 1: Die das halt machen?
[37:14] Speaker 1: Also ich weiß es gibt immer mal wieder welche, die auch irgendwie wirklich ätzend sind.
[37:18] Speaker 1: also auch immer bei meinen Vorträgen.
[37:20] Speaker 1: Das ist total schwierig weil ich oft dann so ein Team hab von Leuten wo ich sag Boah die sind alle toll!
[37:25] Speaker 1: Die sind alle super.
[37:26] Speaker 1: aber Ich kann jetzt nicht uneingeschränkt dieses Krankenhaus empfehlen Weil dieser eine Oberarzt ist scheiße und diese eine Hebamme ist ätznd.
[37:33] Speaker 1: Und wenn man an die gerät Dann ist es halt wirklich blöd wenn man nicht so vorbereitet ist, dass man davon unabhängig ist wie man behandelt wird.
[37:43] Speaker 1: Und diese Beobachtung habe ich leider bisher eigentlich überall in jeder Klinik irgendwie gemacht.
[37:50] Speaker 1: also die meisten im Team super nett waren und super toll uns ein paar Ausreißer gab.
[37:57] Speaker 0: Ja das kann dich bestätigen.
[37:58] Speaker 0: Das ist total schade.
[37:59] Speaker 0: aber es Irgendwo auch.
[38:01] Speaker 0: das normale Menschenbild wahrscheinlich, wo es überall schwarze Schafe gibt.
[38:05] Speaker 0: Ist halt da auch so.
[38:07] Speaker 0: und ... Ja?
[38:10] Speaker 0: Man kann eben... sich einfach nur bestmöglich darauf vorbereiten und sich das Ganze einmal bewusst machen.
[38:15] Speaker 0: Ich glaube, es sich mal bewusstzumachen, dass es so ist.
[38:17] Speaker 0: Hilft dir auch schon, dass man nicht so dahingeht und sagt, es wird auf jeden Fall genauso wie ich's mir vorgestellt hab.
[38:23] Speaker 0: Und ich werd genau so empfangen, sonst kann auch anders kommen.
[38:25] Speaker 0: Und dann irgendwie Maßnahmen zu kennen oder Tools, wie du sie auch anbietest, zu sagen, okay weiß aber, wie ich damit umgehen kann?
[38:33] Speaker 0: Und ich habe mich vielleicht mit meiner Begleitperson schon mal darüber ausgetauscht, Ja, auch Situation.
[38:41] Speaker 0: Da muss gar nicht mal diese Gewalt da sein, aber zum Beispiel so ein Notkaiserschnitt.
[38:46] Speaker 0: Der ist Haarsch.
[38:47] Speaker 0: Die Frau wird in dem Moment von ihrem Bett rausgehieft schnell auf die Liege.
[38:52] Speaker 0: Im OP-Saal wird Desinfektionsmittel aus einem Eimer einfach rüber gekippt.
[38:57] Speaker 0: Das ist ... schnell!
[38:58] Speaker 0: Da kann man sich wahrscheinlich auch gar nicht richtig drauf vorbereiten.
[39:03] Speaker 0: Aber das auch noch mal so.
[39:05] Speaker 0: sich bewusst zu machen, dass solche Situationen, die müssen innerhalb von Sekunden eben Weiß mal, wenn man den Notkaiserschnittknopf drückt, dann muss innerhalb von zehn Minuten das Kind da sein.
[39:16] Speaker 0: Und das ist ... Das Anästhesie-Team muss kommen und die Anarkose haben.
[39:20] Speaker 0: Alle müssen sich umziehen, Stereo machen.
[39:22] Speaker 0: Ja?
[39:24] Speaker 1: Was das Hintergrund auch bedeutet für einen ... Man weiß... Wenn ich mir vorstehe, ich bin Gynäkologin, habe Nachtschicht, lege mich in mein Zimmer und schlafe.
[39:36] Speaker 1: Plötzlich kommt dieser ... Also plötzlich heißt es, okay raus.
[39:41] Speaker 1: Jetzt geht's irgendwie zum Notkaiserschnitt der so schnell passieren muss.
[39:45] Speaker 1: also auch damit überhaupt zur Ruhe zu kommen stelle ich mir schwierig vor weil das ja jederzeit sein kann und vielleicht auch noch mal für alle die gerade zuhören ist super selten.
[39:54] Speaker 1: Also meistens er sieht auch der sekundäre Kaiserschritt also den nicht geplante Kaisersnitt der kündigt sich an man weiß das schon.
[40:01] Speaker 1: das ist nicht dieses was du gerade beschrieben hast weil oft wird das nicht richtig verstanden dass sie denken, ich hatte ein Notkaiserschnitt.
[40:09] Speaker 1: Weil es zu einem nicht geplanten Kaiserschnitt gekommen ist.
[40:12] Speaker 1: Es ist aber nicht so, sondern diese Notkaiser-Schnitte sind sehr selten.
[40:16] Speaker 1: Das ist bei
[40:16] Speaker 0: mir auch ganz oft das ich nachfragen und frage warst dann wirklich mit Vollnarkose
[40:21] Speaker 0: etc.,
[40:21] Speaker 0: da war's gar nicht genau.
[40:22] Speaker 0: Die meisten sind ja wirklich dann auch geplant ungeplant, sodass man halt irgendwie sagt okay jetzt wir gehen mal langsam Richtung Kreißerl-OP Meistens ist es eine Zeit, in Spinaland zu sie zu legen.
[40:35] Speaker 0: Das ist beim Notkaiserschnitt nicht so.
[40:37] Speaker 0: Da kann's ja auch immer passieren und ich glaube ... Dass das Kaiserteam sich in die Haare kriegt.
[40:42] Speaker 0: In diesen Stresssituationen passiert mir oft, gerade wenn man junge Assistenzärztin ist oder hat ne Unterfahreneheberme dabei, dass die dann die Abläufe noch nicht richtig kennt.
[40:53] Speaker 0: Und das dann oft so sind die Leitenden in dem Moment richtig laut werden und einen so anschreien.
[40:58] Speaker 0: Man ist ja auch dieser Gewalt extrem ausgesetzt als Assistenzärztin als junge Hebamme.
[41:04] Speaker 0: Ja, man ist dieser gewalt ... Dieser wörtlichen Wald von dem oder dieser Hierarchie auch extrem ausgeliefert.
[41:09] Speaker 0: Also was ich schon angeschrien wurde, auch als ich ganz neu war und auch ... Was mir meine Freundinnen dann gesagt hat so dass die eine Hebamma halt das mit Absicht macht Die macht es um die neuen Assistenzerzen zu testen Und so, das ist schon heftig.
[41:23] Speaker 0: Also der Kreisarbeiter schlimmste eigentlich als junger Assistenzärzte weil man wirklich immer angeschrien wurde und man hatte total Angst, was falsch zu machen Und man wusste ja vieles noch nicht.
[41:35] Speaker 0: Wenn man da hinkommt und hat angenommen, man ist im Zimmer, wo der Knopf gedrückt wird ... Als erstes die Anästhesie anruft, dass man einen Zugang legt.
[41:44] Speaker 0: Das sind Dinge, die muss man lernen.
[41:46] Speaker 0: Dann wird es auch mal nicht laut im Kreis und unruhig, weil das Team untereinander sich nicht einig ist.
[41:50] Speaker 0: Das kann schlimm sein, das mitzukriegen?
[41:54] Speaker 0: Hat er bei dem Moment nichts mit ihr zu tun?
[41:57] Speaker 1: Mhm.
[41:59] Speaker 1: Ganz genau!
[42:00] Speaker 1: Ganz genau.
[42:00] Speaker 1: Und deswegen ist eben dieser innere Raum, über den ich ja so viel spreche auch immer im Podcast und so, so wichtig finde ich, dass man wirklich weiß okay Ich bin hier, mein Körper mit meinem Kind und wenn da im Außen Menschen mich begleiten und mir helfen oder was bewachen oder was sagen oder nicht sagen das ist alles da draußen und ich Bin hier ganz sicher in mir also in diesem.
[42:22] Speaker 1: ich habe da so dieses Bild In meinem Kurs von einem Wenn man sich so vorstellt, man wäre in einem ganz großen Schiff auf hoher See und das geht so richtig ab.
[42:36] Speaker 1: Das Schiff geht nach oben, nach unten über die Wellen und ist kreuz und quer und so.
[42:43] Speaker 1: Dass es einen Punkt gibt im Inneren wie ein Dreh- und Angelpunkt, worum sich das Schiff die ganze Zeit dreht in diesen Wellen was stabil und eigentlich ruhig bleibt und dass man sich zu diesem Punkt zurückzieht, wenn es wirklich hart auf hart kommt.
[42:59] Speaker 1: Also in Gedanken, dass man in diese innere Stille kommt und das kriege ich ganz viel als Feedback von schwierigen Geburten wo ich sage die wären eigentlich traumatisch gewesen so richtig krasse geburten für die Frauen sagen ne mir ging's gut Ich war total im Gespräch mit meinem Kind Es war total Frieden in mir obwohl es außen so abgegangen ist das Einzige, was man eben wirklich machen kann.
[43:28] Speaker 1: Also klar finde ich politisch kann etwas passieren.
[43:31] Speaker 1: also ich find die Geburtshilfe ist unterrepräsentiert, da wird sich nicht genug verein gesetzt.
[43:38] Speaker 1: Das ist super wichtig.
[43:39] Speaker 1: eigentlich auf die Straße zu gehen und laut zu werden und so sagen es unmöglich.
[43:43] Speaker 1: Es geht nicht müsste anders laufen.
[43:45] Speaker 1: aber das was wir im Moment an wenn ich jetzt akut gerade schwanger bin an Möglichkeiten habe ist nur mich selber zu halten.
[43:55] Speaker 1: Also das zu lernen, mich selber gutzuhalten und dann kann man auch eine schöne Geburt haben selbst wenn es dann zu einem ungeplanten Kaiserschnitt einer ungeplanten Bauchgeburt oder vaginal operativer Geburt kommt oder was auch immer weil ich in mir irgendwie safe und sicher bin.
[44:11] Speaker 0: Voll schön!
[44:12] Speaker 0: Auch diese Metaver die du da gefunden hast.
[44:14] Speaker 0: also ich stimme dir total zu.
[44:16] Speaker 0: Ich glaube auch dass wir selber für uns diese Verantwortung übernehmen dürfen und dass es auch möglich ist.
[44:23] Speaker 0: Wie gesagt, es gibt auch ganz viele tolle Hebamme da draußen und tolle Ärzte.
[44:27] Speaker 0: Und eine schöne Atmosphäre im Kreisel.
[44:31] Speaker 0: Wenn man weiß, kann auch anders sein zu wissen.
[44:33] Speaker 0: Wie kann ich dann in dem Moment damit umgehen?
[44:36] Speaker 0: Aber das ist einfach ... Auch hilft sich die Krankenhäuser mal anzugucken und zu fragen, wie ist denn die Betreuung?
[44:43] Speaker 0: Natürlich muss da was passieren.
[44:44] Speaker 0: Ich weiß bei meiner Freundin im Team, die können noch acht Themen einstellen, aber sie finden halt keine.
[44:51] Speaker 0: Das ist auch in Level eins.
[44:52] Speaker 0: Krankenhausfiele wollen gar nicht in so einem Level eins-Klinikum arbeiten.
[44:56] Speaker 0: Weil Sie halt auch nicht mit diesen sehr gefährlichen Geburten ... oder Risikoreiche geboten arbeiten möchten, mit den ganz kleinen Früchen und so weiter.
[45:06] Speaker 0: Dass die es auch gar nicht mal schwieriger haben auf der anderen Seite viele Frauen sich aber genau diese Kliniken aussuchen weil sie natürlich die größte Versorgung haben eine Kinderklinik meistens ... Wenn wir will eins müssen Sie eine Kinder-Klinik mit dranhaben Und sich diese Sicherheit irgendwie wünschen Aber dass oft auch die kliniken sind Die einfach vom Personal her gar nicht so gut aufgestellt sind wie die kleineren Häuser.
[45:27] Speaker 0: Also hier beim Personal
[45:28] Speaker 1: Absolut!
[45:30] Speaker 1: Ja und es ist auch immer die Frage, welchen Ort suche ich mir?
[45:32] Speaker 1: Also möchte ich das alles durch.
[45:35] Speaker 1: eine Freundin von mir in den Gynäkologien sagt.
[45:37] Speaker 1: Immer die Pathobrille also was ich jetzt wie so ne Brille aufhabe, wo ich nur die Pathologie sehe.
[45:42] Speaker 1: Was alles passieren kann, die ganzen Schwierigkeiten und die schlimmen Verläufe und das Krankhafte sozusagen.
[45:48] Speaker 1: oder möchte ich lieber an einem Ort sein, wo das natürlich eher gesehen wird Und die sind ja auch sicher.
[45:56] Speaker 1: Also selbst eine Hausgeburt ist eine sichere Geburt, weil die Hip-Armen, die dort arbeiten sehr, sehr erfahren sind und einen halt im Zweifel verlegen und sagen so jetzt geht es aber in die Klinik.
[46:06] Speaker 1: Jetzt ist es hier nicht mehr sicher ab diesem Zeitpunkt.
[46:08] Speaker 1: Auch nochmal vielleicht... Jetzt am Ende dieser Folge noch mal zu betonen.
[46:12] Speaker 1: Hebammen sind die medizinischen Fachleute, was Geburt angeht und GynäkologInnen haben auch Geburt natürlich in ihrem Fachgebiet aber auch andere Dinge.
[46:24] Speaker 1: also da gibt es sind noch andere Dinge auch mit dabei und rund um Geburt sind halt die Hebammen wirklich die Profis denen man auch wirklich vertrauen darf.
[46:34] Speaker 0: Total ja sehe ich ganz genau so.
[46:37] Speaker 0: und ja ich wünsche mir einfach Gerade eben so Neuerungen wie diese S-Dreilei Linie oder auch andere Dinge, die man ja jetzt immer mehr lernt.
[46:46] Speaker 0: Wie zum Beispiel das Thema Beckenboden und Risikofaktoren
[46:49] Speaker 0: usw.,
[46:49] Speaker 0: dass sowas einfach in die Kliniken reingebracht wird.
[46:52] Speaker 0: Dass da auch Interesse besteht sich weiterzubilden und Fortbildung zu machen weil das ist halt was... Da stecken wir nicht drin!
[46:59] Speaker 0: Wann die Sechzigjährige Hebamme das letzte Mal eine Fortbildung gesucht hat.
[47:02] Speaker 0: Sie muss nicht unbedingt, vor allem wenn man sich selber seine eigene Fortbildungen raussuchen, aber dass so manche Sachen einfach Pflicht werden.
[47:08] Speaker 0: Dass es Pflicht wird diese Estreilinie durchzulesen und darüber gelernt wird, dass auch umgesetzt wird in den Häusern.
[47:14] Speaker 0: Das wünsche ich mir schon sehr, weil ich glaube auch, dass wir dadurch viel Pathologie vermeiden können.
[47:20] Speaker 0: Und dass im Ganzen mehr Raum gegeben wird.
[47:24] Speaker 0: Ja ... Ich glaub auch...
[47:26] Speaker 1: Das ist eigentlich auch ein Skandal.
[47:28] Speaker 1: Wenn man sich vorstellt, da gibt es eine S-III-Leitlinie zur Wagenangebote am Termin und dann haben sich ja wirklich die Fachleute zusammengesetzt.
[47:37] Speaker 1: Also das S-II ist der höchste Standard einer Leitlinien, die es überhaupt geben kann.
[47:43] Speaker 1: Und dann wird der an Kliniken einfach wegignoriert.
[47:45] Speaker 1: also als ich das erst mal überhaupt erfahren habe weil ich eben Fortbildung gegeben hab an Klingen und diese gesagt haben Ja, diese S- III-Leitelinie Höhe, die machen wenn nicht so einen Blödsinn wo ich so denke Aber das ist höchster wissenschaftlicher Standard.
[47:59] Speaker 1: Ihr könnt doch nicht einfach sagen, es machen wir nicht so!
[48:01] Speaker 1: Ich wischte es einfach so weg.
[48:02] Speaker 1: Das war gerade als die neu raus war.
[48:04] Speaker 1: Da war ich... wirklich total verplext und konnte es überhaupt nicht glauben.
[48:10] Speaker 0: Ja, das weiß ich wie du's grad nachgemacht hast, dass genau solche Worte sind bei uns auch gefallen.
[48:15] Speaker 0: und das so von der leitenden Ärzte im Kreiser, wo man als junger Science-Ärzte noch auf sich Fortbildungen gegangen ist um Kongresse und dann mal was Neues mitgebracht hat.
[48:25] Speaker 0: und dann wurde zu gesagt ne machen wir hier nicht!
[48:27] Speaker 0: Wir machen das hier anders.
[48:28] Speaker 0: Ich dachte, aber das wird doch schon.
[48:30] Speaker 0: jetzt gibt es sich Studien oder bei der Leitlinien gesagt.
[48:33] Speaker 0: Viele haben sich damit auseinandergesetzt und so.
[48:35] Speaker 0: Aber ja, das ist dann einfach auch keine Lust für Veränderungen?
[48:42] Speaker 1: Ja ich verlinkt das hier auch noch mal in den Show-Notes.
[48:44] Speaker 1: also es gibt eine Folge zu erst drei Leitlnieren.
[48:46] Speaker 1: nur falls wenn ich jetzt schwanger wäre würde ich gerne wissen wollen was ist das Wichtigste was da drin steht.
[48:56] Speaker 1: Ist eigentlich eine Katastrophe, finde ich.
[48:58] Speaker 1: Total!
[49:00] Speaker 0: Ja aber deswegen ist es super wichtig sich auch die Krankenhäuser nochmal anzuschauen vielleicht auch noch mal zu sprechen und die Fragen zu stellen.
[49:05] Speaker 0: man hat ja da oft die Möglichkeit bei diesem Tag der offenen Tür auch mal so Fragen zu Stellen.
[49:09] Speaker 0: Vielleicht kann man das auch einmal einwerfen und mal so sagen was sie davon halten oder wie das so abläuft oder wenn er sich den Kreis auch mal anschaut einfach so einen Gefühl zu bekommen auch für den Ort wo man sich dann entscheidet das Baby zu bekommen.
[49:22] Speaker 1: Ja, absolut.
[49:23] Speaker 1: Das ist ein total guter Tipp und ich glaube auch je mehr eben nachgefragt wird, setzen Sie hier eigentlich die drei Leitlinien um, dass so mehr kommt.
[49:31] Speaker 1: ja dann kommen die Kliniken auch in die Not sich damit auseinandersetzen zu müssen, um dann sagen können ja das machen wir soweit wir können weil in der es drei leitlinie steht ihr eben auch eine eins zwei eins Betreuung durch ne Hebamme wird dort empfohlen in den meisten Kliniken gar nicht umgesetzt werden.
[49:48] Speaker 1: Gerade wie du sagst, ne acht freie offene Stellen ist ja unglaublich!
[49:53] Speaker 1: Also wie wird denn da überhaupt gearbeitet?
[49:54] Speaker 1: Frage ich mich.
[49:55] Speaker 1: Wie schaffen die Hebammen das dann mit so viel Überstunden oder keine Ahnung was dann irgendwie sie den Kreißsaal aufrecht zu erhalten?
[50:02] Speaker 1: Das ist Wahnsinn!
[50:02] Speaker 1: Ja
[50:02] Speaker 0: oder nachzeit nur zweitarbeiten obwohl halt fünf Kreisselle da sind.
[50:06] Speaker 0: aber es gibt hier in Frankfurt gibt's auch eine klinik die ist aus der bekannt die machen immer eins zu eins betreuen hat jede Hebamme ihren Kreißsaal und die machen zu Wenn die Kreishelle dich belegt sind, dann weisen sie ab.
[50:17] Speaker 0: Dann nehmen die keine Frauen mehr auf.
[50:19] Speaker 0: und das ist immer die Frage.
[50:20] Speaker 0: Macht man das so?
[50:22] Speaker 0: Weißt du mal, lieber ab oder hat man immer die offene Tür?
[50:24] Speaker 0: Das kann auch passieren, dass man sich auf diese Kalinik gefreut hat.
[50:28] Speaker 0: Und dann klingt man da unter Wien und heißt, nee wir nehmen dich nicht!
[50:32] Speaker 1: Man braucht halt die Flexibilität.
[50:34] Speaker 1: Man braucht wirklich die Flexabilität um zu sagen was im Außen passiert ist jetzt in meiner Geburtstituation egal Weil ich bin jetzt hier in mir drin im Geburtsprozess, egal wo ich jetzt bin.
[50:48] Speaker 1: Wo ich jetzt hier mein Kind bekomme.
[50:49] Speaker 1: Ich habe hoffentlich eine Begleitperson an meiner Seite, die das alles für mich managt und ich schalte ab und begleite mich in meinem Geburzprozess.
[50:57] Speaker 0: Total!
[50:58] Speaker 1: Also da die Augen nach außen schließen und nach innen blicken.
[51:04] Speaker 1: Ich glaube es ist das Einzige was man wirklich machen kann um safe und gut auch psychisch gesund durch die Geburt zu kommen.
[51:10] Speaker 1: Ja,
[51:10] Speaker 0: das stimmt
[51:14] Speaker 1: Ja, Rike.
[51:16] Speaker 1: Ich find's total spannend... Also fand es total spannend jetzt mit dir zu sprechen weil du auch noch mal so zeigen konntest wie wichtig halt das ist oder was für eine Verantwortung ihr auch habt ne?
[51:27] Speaker 1: Für die körperliche Unversehrtheit der Mutter und des Kindes also dass das Kind wirklich gesund auf die Welt kommt, die Mutter gesund bleibt.
[51:36] Speaker 1: ich fände es halt schön wenn ganz direkt danach nach der körperlichen Unversehertheit die psychische käme.
[51:43] Speaker 1: Die fällt manchmal hinten runter leider in der Begleitung.
[51:47] Speaker 1: Aber ich glaube, es konnten jetzt alle so mehr einen Eindruck bekommen warum das so ist.
[51:51] Speaker 1: also was eigentlich die Herausforderungen sind.
[51:53] Speaker 1: Das ist ja schier unmenschlich, was ihr da im Kreis halt irgendwie so erleben müsst und ja irgendwie stemmen müsst.
[52:01] Speaker 0: Total!
[52:01] Speaker 0: Ja, nee, ich finde schon hat sich bei mir auch krass geändert.
[52:05] Speaker 0: Also als ich damals im Kreiser gearbeitet habe, hab Warum?
[52:09] Speaker 0: Auch wenn eine Frau einen Kaiserschnitt bekommt, habe ich nicht verstanden, warum sie sich darüber ärgert oder traurig ist.
[52:15] Speaker 0: Man dachte, dann geht das doch gesund!
[52:17] Speaker 0: Ist doch alles gut.
[52:18] Speaker 0: Bis ich selber ein Kind geboren hab und es kurz davor war, dass ich den Kaiserschritt bekäme.
[52:22] Speaker 0: Das will ich jetzt auf gar keinen Fall.
[52:24] Speaker 0: In dem Moment habe ich gedacht, genau so haben sich die Frauen gefühlt.
[52:26] Speaker 0: Und jetzt verstehe ich es.
[52:28] Speaker 0: Es ist oft auch diese eigene Erfahrung, weil man's von außen gar nicht erkennen kann ... Das wünsche ich mir, dass das auch mit eingebracht wird.
[52:38] Speaker 0: Dieses Verständnis, diese Empathie für die Frau in dem Moment und das zumindest vielleicht nach der Geburt aufzufangen.
[52:44] Speaker 0: Dass man sich als Personal ist, die Zeit nach der Geburte hinzugehen zu den Frauen, weil das wird leider oft nicht gemacht.
[52:51] Speaker 0: Dann kann man viel besprechen.
[52:52] Speaker 0: Man ist selber stressbefreit, wenn man sieht, okay, das Kind ist gesund.
[52:56] Speaker 0: Meine Verantwortung ist hiermit abgegeben, es ist alles in Ordnung.
[52:58] Speaker 0: Und jetzt kann ich noch mal mehr die Zeit
[53:00] Speaker 0: nehmen.".
[53:01] Speaker 0: vielleicht auch ein Tag später auf Station zu gehen, mit der Frau noch mal zu sprechen und fragen.
[53:05] Speaker 0: Vielleicht ist auch was Blödes passiert, da kann man sagen, es tut mir leid, dass ich in dem Moment etwas laut war aber ich habe mich gestresst gefühlt.
[53:12] Speaker 0: Das ist ja kein Beinbruch das dann auch zu sagen.
[53:15] Speaker 0: Aber einfach nochmal so'n bisschen auf die Frau einzugehen weil ich glaube, das hilft extrem wenn man die Geburt noch einmal mit der Frauen bespricht um ihr auch die Möglichkeit zu geben zu verstehen, was passiert ist oder zu verarbeiten, was sie erlebt hat.
[53:31] Speaker 1: Absolut, absolut.
[53:32] Speaker 1: Ja finde ich auch super wichtig und kann auch eine traumatische Erfahrung abschwächen.
[53:39] Speaker 1: also es kann das wirklich besser machen und das wünsche ich mir sehr dass da noch mehr so ein Bewusstsein ist wie sie ja bei dir total da ist.
[53:48] Speaker 1: ja das hilft eben hinterher nochmal das Gespräch zu suchen und vielleicht auch zu sagen es tut mich total leid was ihr erleben mussten.
[53:53] Speaker 1: Ich erkläre Ihnen nochmal warum das so war und genau So irgendwie sich nicht entschuldigt im Sinne von Schuld, sondern eher mitteilt.
[54:04] Speaker 1: Das ist einem Leidtut und dass man das sieht, dass es nicht toll ist was der Frau passiert ist.
[54:12] Speaker 1: Rieke ich danke dir sehr, dass du noch mal hier warst um uns einen kleinen Einblick zu geben in den Alltag in einer Klinik in einem Kreißsaal Und wünsche dir und der MAM Academy weiterhin viel Erfolg.
[54:25] Speaker 1: Ihr macht auch so wertvolle Arbeit, und vielleicht magst du uns noch sagen wo man dich finden kann wenn man deine Arbeit noch ein bisschen, ja wenn wir dann noch ein wenig tiefer einsteigen möchte?
[54:35] Speaker 0: Vielen Dank für die Möglichkeit heute.
[54:39] Speaker 0: Ich habe natürlich meine Praxis in Frankfurt am Main, da mache ich ganz viel nach der Geburt Beckenbodenbegleitung aber auch schon in der Schwangerschaft und alles andere an ganzheitlicher Frauenheilkunde.
[54:49] Speaker 0: und ansonsten haben wir unseren Podcast den Mama Academy Podcast oder Mama Academy wie du es gesagt hast Genau so unsere Internetseite, die Mamaacademy.de und natürlich auf Instagram auch Die.MamaAcademy.
[55:02] Speaker 0: dort könnt ihr uns gerne folgen.
[55:04] Speaker 0: Da teilen wir ganz viel Wissen rund um Schwangerschaftgeburt aber auch jetzt unsere Special-Podcast Reihe über Mikronährstoffe.
[55:11] Speaker 0: zum Beispiel hab ich mich extrem weiter gebildet.
[55:14] Speaker 0: Und unsere Kurse, unsere Onlinekurse, aber auch unsere Ausbildung.
[55:16] Speaker 0: Nämlich wenn hier Fachpersonal zuhört Hebammen, Osteopathen, Physiotherapeuten oder Frauenärztin.
[55:22] Speaker 0: Wir bilden nämlich aus.
[55:23] Speaker 0: im Bereich Beckenboden gibt es unsere Beckenbodendfortbildung oder auch unsere Pre- und Postnatal Yoga-Lehrer Ausbildung.
[55:29] Speaker 1: Super!
[55:30] Speaker 1: Ich danke dir sehr, bis bald vielleicht!
[55:33] Speaker 0: Ja, dankeschön.
[55:36] Speaker 1: Ja, das war es schon mit der Podcastfolge mit Ricke Herrmann.
[55:39] Speaker 1: Ich hoffe dass du viel für dich raus erziehen konntest aus dieser Folge.
[55:43] Speaker 1: ich finde Aufklärung wirklich sehr sehr wichtig gerade in diesem fragilen Bereich oder schwierigen Bereich wo's manchmal vielleicht auch laut oder stressig werden kann grad wenns dem Baby vielleicht nicht gut geht und ich hoffe dass Du Dich gut schützen kannst und bei dir bleiben kannst für Deine Geburt wenn Du jetzt grade schwanger bist.
[56:02] Speaker 1: Ich wünsche dir von ganzem Herzen weiterhin eine schöne Schwangerschaft und wenn es so weit ist, eine gute, positive Geburtserfahrung mit möglichst wenig Intervention oder gar keinen.
[56:14] Speaker 1: Und wenn's doch zu einer Intervention kommt dass du gut mit ihr umgehen kannst!
[56:18] Speaker 1: Alles Liebe und bis bald deine Christine.

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